Gareth Southgate verteidigt unglücklichen Harry Maguire nach Ausrutschern gegen Deutschland: "Wichtig für uns"

Harry Maguire erlebte am letzten Spieltag der Gruppenphase der UEFA Nations League einen unglücklichen Abend. Der Kapitän von Manchester United verschuldete beim 3:3 gegen die deutsche Nationalmannschaft am Montagabend gleich zwei Gegentore und kassierte vor allem in den Sozialen Medien Häme und Spott. Englands Nationaltrainer Gareth Southgate sprang nun für seinen Schützling in die Presche.

Gareth Southgate und Harry Maguire

Fotocredit: Getty Images

Bereits im Vorfeld des Aufeinandertreffens zwischen Deutschland und England wurde Southgates Entscheidung für Maguire kritisch beäugt. Immerhin saß der teuerste Verteidiger der Geschichte bei Manchester United zuletzt nur auf der Bank, nachdem er sich auch im Old Trafford unter Erik ten Hag so manchen Fehler leistete.
Im Anschluss an das spektakuläre 3:3 im Wembley-Stadion verteidigte Southgate seine Wahl. "Ich weiß, dass jeder sagt, Harry sei wichtig für mich. Aber er ist wichtig für uns. Es geht um uns - nicht um mich."
Maguire sei einer jener Spieler, "die uns die besten Chancen auf einen Sieg geben. Wir sollte uns alle einen Maguire wünschen, der regelmäßig und mit Selbstvertrauen spielt", führte der Coach der Three Lions seine Gedanken weiter aus.
"Er ist derjenige, auf dem alles lastet. Das muss für ihn wirklich schwierig sein", so Southgate. "Ich denke, er hat den Charakter, um das zu überwinden. Er ist wie die meisten von uns, er hat viele Hürden überwunden - und das formt den Charakter."

Neville empfiehlt Maguire psychologischen Beistand

United-Legende Gary Neville schaltete sich in die Diskussion um den großgewachsenen Innenverteidiger ein und empfahl Maguire, einen Psychologen aufzusuchen. Neville selbst habe dies während einer dunklen Phase seiner Karriere selbst getan.
"Ich habe bei der Klub-WM 2000 gegen Vasco da Gama zwei wirklich schlimme Tore verschuldet. Ein halbes Jahr später hatte ich dann eine schreckliche Europameisterschaft", erklärte der ehemalige Rechtsverteidiger. "Meine Schmerzen hielten fußballerisch gesehen etwa acht Monate lang an. Ich war schlecht, habe mein Selbstvertrauen verloren, wollte den Ball nicht haben und habe mich nicht blicken lassen."
Eine Parallele zu Maguire? "Harry macht gerade eine schwierige Phase durch. Ich habe mit ihm gefühlt", so Neville. "Als ich mein Selbstvertrauen verlor, ging ich zu einem Psychologen, der mir in solchen Momenten half. Manchmal braucht man Hilfe von außen."
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Quelle: Perform

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