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Einzelkritik der deutschen Nationalmannschaft gegen Bosnien: Musiala wird immer mehr zum Horst - Baumann wieder zu Null
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Publiziert 17/11/2024 um 21:30 GMT+1 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft kommt in der Nations League in Freiburg mit spielerischer Leichtigkeit zu einem 7:0 (3:0) gegen Bosnien-Herzegowina und macht damit vorzeitig den Gruppensieg in A3 perfekt. Jamal Musiala und Florian Wirtz stellen dabei neue Qualitäten unter Beweis. Mit Kai Havertz und Tim Kleindienst klickt auch der Rest der Offensive. Deutschland in der Einzelkritik.
Nations League: Jamal Musiala köpft Deutschland gegen Bosnien-Herzegowina in Führung
Fotocredit: Getty Images
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist auf ihrer riesigen Euphoriewelle auch erstmals zum Gruppensieg in der Nations League (Tabelle) gesurft - und wie!
Beim fulminanten 7:0 (3:0) gegen Bosnien und Herzegowina in Freiburg zeigte die Auswahl von Julian Nagelsmann im letzten Heimspiel des Jahres phasenweise ganz hohe Fußballkunst.
La Ola schwappte durchs Stadion, schon lange bevor der zehnte Sieg im 14. Länderspiel 2024 und der höchste unter Nagelsmann perfekt war.
Für den Bundestrainer war es der elfte Sieg im 18. Länderspiel. Die Bilanz weist zudem vier Unentschieden und drei Niederlagen auf. Das Torverhältnis liegt bei 41:17 Treffern.
Das DFB-Team in der Einzelkritik.
Oliver Baumann: Kam in seiner alten Heimat Freiburg zu seinem zweiten Länderspieleinsatz und verlebte einen ruhigen Abend. War aber zur Stelle, wenn er gebraucht wurde und parierte kurz vor der Pause stark gegen Gigovic.
Note: 2,5
Joshua Kimmich (bis 73. Minute): Der Kapitän interpretierte seine Rolle auf der rechten Seite sehr offensiv. Bereitete mit einer gefühlvollen Flanke Musialas Führungstor vor. Auch danach an gefährlichen Aktionen beteiligt. Leitete mit einem Fehlpass aber auch die erste gute Chance der Bosnier ein. Sorgte für die einzige Schrecksekunde, weil er am Knöchel verletzt raus musste ("eine Vorsichtsmaßnahme").
Note: 2,5
Antonio Rüdiger: In der Defensive eher selten gefordert. Schaltete sich dadurch immer wieder ins Offensivspiel ein und tauchte auch mehrmals als Rechtsaußen auf.
Note: 2,5
Jonathan Tah: Machte bei den wenigen Vorstößen der Gäste einen sicheren Eindruck. Besaß die Lufthoheit und untermauerte seine Position als Innenverteidiger Nummer zwei neben Abwehrchef Rüdiger. Sah in der Schlussviertelstunde die Gelbe Karte und fehlt somit in Ungarn.
Note: 2,5
Maximilian Mittelstädt (bis 58.): War auf der linken Außenbahn viel unterwegs. Seine Hereingaben fanden aber nur selten einen Abnehmer.
Note: 3
Robert Andrich (bis 58.): Eroberte mit seiner robusten Zweikampfführung einige Bälle. Seinen Schuss fälschte Kleindienst zum 2:0 ab, schaltete auch vor dem dritten deutschen Treffer stark um.
Note: 2
Pascal Groß: In Dortmund zuletzt als Ersatz-Rechtsverteidiger eingesetzt, durfte er nun wieder auf seiner Stammposition im defensiven Mittelfeld ran. Dort fühlte er sich deutlich wohler und zeigte eine solide Vorstellung.
Note: 3
Florian Wirtz (bis 58.): Wurde unter der Woche von einem Infekt geplagt. Davon merkte man ihm nichts an. War viel unterwegs und bediente Havertz sehenswert vor dem 3:0. Erhöhte nach der Pause mit dem ersten direkt verwandelten Freistoß seiner Profikarriere und legte einen weiteren Treffer nach.
Note: 1
Kai Havertz: Sorgte immer wieder für Gefahr und spielte seine feine Technik aus. Erzielte den dritten Treffer. Für mehr Tore fehlte etwas Glück im Abschluss, legte aber noch zwei Treffer auf.
Note: 1
Jamal Musiala (bis 58.): Das neue "Kopfballungeheuer" á la Horst Hrubesch war bereits nach 78 Sekunden zur Stelle. War auch danach von der bosnischen Defensive nicht in den Griff zu bekommen.
Note: 1,5
Tim Kleindienst: Jubelte über sein erstes Tor im dritten Länderspiel. Arbeitete in der Sturmzentrale viel und belohnte sich in der Schlussphase erneut. Betrieb Eigenwerbung für weitere Einsätze.
Note: 1,5
Benjamin Henrichs (ab 58. Minute für Mittelstädt): Ersetzte Mittelstädt hinten links. Agierte nicht ganz so offensiv wie sein Vorgänger.
Note: 3
Felix Nmecha (ab 58. für Andrich): Der Dortmunder kam zu seinem zweiten Länderspieleinsatz. Fiel aber nicht weiter auf.
Note: 3
Serge Gnabry (ab 58. für Wirtz): Kam nach knapp einer Stunde für den Doppel-Torschützen und war sofort gut im Spiel, vergab nach einem Fehler von Vasilj aber eine Großchance.
Note: 3
Leroy Sané (ab 58. für Musiala): Der für Deniz Undav nachnominierte Münchner ersetzte seinen Vereinskollegen und machte das halbe Dutzend voll.
Note: 2,5
Robin Koch (ab 73. für Kimmich): Der Ex-Freiburger durfte in den letzten 20 Minuten für den angeschlagenen Kimmich auch noch ran.
ohne Note
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(SID)
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Quelle: Perform
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