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Deutschland feiert Prestigeerfolg gegen Italien in Mailand - Kleindienst und Goretzka treffen im Viertelfinal-Hinspiel
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Update 21/03/2025 um 01:14 GMT+1 Uhr
Deutschland hat sich im Viertelfinal-Hinspiel gegen Italien eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel erkämpft. Die DFB-Auswahl schlug die Squadra Azzurra in Mailand mit 2:1 (0:1). Sandro Tonali brachte die Gastgeber vor rund 60.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion in Führung (10.). DFB-Joker Tim Kleindienst glich per Kopf aus (49.), Leon Goretzka entschied die Partie (76.).
Jamal Musiala, Tim Kleindienst und Leon Goretzka (v.l.n.r.) jubeln gegen Italien
Fotocredit: Getty Images
Leon Goretzka lässt die deutsche Nationalmannschaft nach einer magischen Nacht im "Opernhaus des Fußballs" auf den nächsten traumhaften Sommer hoffen.
Dank des Rückkehrers feierte das ersatzgeschwächte Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann beim ewigen Angstgegner Italien den ersten Sieg seit 39 Jahren. Nun winkt der erstmalige Einzug ins Final Four.
"Die erste Halbzeit war zäh, wir waren nicht gut in der Struktur und sind zu viel wild rumgelaufen. Wir haben in der Pause ein bisschen was angepasst", erklärte Nagelsmann in der "ARD".
Comebacker Goretzka habe "ein herausragendes Spiel gemacht. Wenn wir in der zweiten Halbzeit noch öfter Flanken und bisschen mehr noch die Abläufe der ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit reinkriegen, schießen wir noch drei, vier Tore mehr."
Nagelsmann setzte auf Goretzka ebenso wie auf die formstarken Mainzer Nadiem Amiri und Jonathan Burkardt in der Startelf. Die Idee hinter dem "minimal angepassten" System: "Wir wollen mit einer guten Spielaktivität Überzahl schaffen."
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Italien geht im Nations-League-Viertelfinale gegen Deutschland in Führung
Fotocredit: Getty Images
Bevor es dazu kam, lief an den Panini-Buden vor dem altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion schon Stunden vor dem Spiel Gianna Nanninis WM-Klassiker "Notti magiche". Um eine magische Nacht waren auch die Gäste in ihren schwarz-weißen Jubiläumstrikots anlässlich des 125-jährigen Verbandsbestehens bemüht.
Die mit einem Trauerflor für die verstorbene ehemalige Nationalspielerin Doris Fitschen angetretene DFB-Auswahl attackierte früh und suchte sofort den Weg zum Tor.
Leroy Sané holte zur Freude der 3500 mitgereisten deutschen Fans nach nicht einmal 60 Sekunden den ersten Eckball heraus - eine seiner wenigen guten Szenen.
Tonali sorgt für die kaltsche Dusche
Doch die kalte Dusche folgte schnell. Nach einer Seitenverlagerung ließ David Raum Gegenspieler Matteo Politano entwischen, Jonathan Tah klärte dessen Hereingabe zu unentschlossen und Tonali nahm die Einladung eiskalt an. Für den in Abwesenheit des verletzten Marc-André ter Stegen vorübergehend zur Nummer eins beförderten Oliver Baumann war es im dritten Länderspiel der erste Gegentreffer.
Kimmich schnappte sich nach dem Rückstand sofort Jamal Musiala, Routinier Pascal Groß machte eine beruhigende Handbewegung. Doch die Gäste taten sich nach dem Wirkungstreffer schwer. Die Offensive agierte mit ständigen Positionswechseln zwar sehr flexibel, es mangelte ohne die verletzten Florian Wirtz, Kai Havertz und Niclas Füllkrug aber an Kunst und Durchschlagskraft.
Goretzka bärenstark beim Comeback
Für Gefahr sorgte zunächst einzig der starke Goretzka in seinem ersten Länderspiel seit 16 Monaten. Sein Kopfball landete auf dem italienischen Tor (15.), seinen Schuss parierte Gianluigi Donnarumma sicher (20.). Das DFB-Team hatte gegen sehr tief stehende Italiener viel Ballbesitz, doch es mangelte dem deutschen Spiel an Tiefe. Sané, Burkardt und Musiala kamen kaum einmal hinter die Kette der von etwa 60.000 heißblütigen Tifosi angefeuerten Gastgeber.
- Das Match-Protokoll: So lief Italien gegen Deutschland
Die wenigen Offensivaktionen der Italiener hatten es in sich. Bei einem Distanzschuss von Tonali war Baumann nach einer halben Stunde zur Stelle, zwei Minuten später parierte der Hoffenheimer stark gegen Moise Kean. Nagelsmann versuchte mit lautstarken Rufen und Handzeichen seine Mannschaft neu zu ordnen. Doch mehr als ein Freistoß von Amiri (42.) sprang bis zur Pause nicht heraus.
Kimmich glänz als Vorlagengeber
Der sichtlich unzufriedene Nagelsmann reagierte. Nico Schlotterbeck ersetzte den defensivschwachen Raum als Linksverteidiger, Kleindienst kam für den bemühten, aber wirkungslosen Burkardt - und war sofort zur Stelle. Eine Halbfeld-Flanke von Kimmich nutzte er per Kopf zu seinem dritten Tor im fünften Länderspiel.
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Tim Kleindienst trifft für Deutschland gegen Italien
Fotocredit: Getty Images
Vom Treffer beflügelt kam die DFB-Auswahl nun besser in die Zweikämpfe, die Angriffe hatten mehr Struktur. Aber auch die Italiener suchten weiter den Weg nach vorne. Kean verzog knapp, Baumann rettete gegen Giacomo Raspadori (beide 67.). Goretzka köpfte dann eine Kimmich-Ecke sehenswert ein, der verlässliche Baumann rettete danach den Sieg.
Das Rückspiel im Dortmunder Signal Iduna Park findet am kommenden Sonntag statt (ab 20:45 Uhr im Liveticker).
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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