Deutschland - Niederlande: Klassiker schon vor Anpfiff emotional - Angelo Stiller und Aleksandar Pavlovic in Startelf

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft testet am Montag ab 20:45 Uhr in der Nations League gegen die Niederlande. Schon vor Anpfiff wird es für einige Akteure in der Münchener Allianz Arena emotional. Trainer Julian Nagelsmann verriet zudem bereits einige Spieler, die in der Startelf stehen werden. Im Kracher-Klassiker kann die DFB-Elf zudem bereits das Viertelfinale absichern.

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Beim Servus für die letzten Weltmeister plant Jubilar Julian Nagelsmann den nächsten Meilenstein auf dem Weg zum eigenen großen Titel-Ziel. Ein Sieg seiner Notelf im Kracher-Klassiker gegen den Erzrivalen Niederlande und der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde der Nations League - dann kann die rauschende Abschiedsparty samt Jahresfeier für den Bundestrainer steigen. Und Nagelsmann hätte weitere Argumente im plötzlich eröffneten Vertragspoker mit dem DFB.
"Das Gesamtpaket des Montagspiels", sagte er voller Vorfreude, "wird sicherlich sehr spannend und auch emotional." Zunächst das letzte Hurra für die drei Rio-Helden Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos, der verhindert ist, sowie Ex-Kapitän Ilkay Gündogan. Dann der Viertelfinal-Matchball bei der Revanche gegen die angeschlagene Elftal. Und zum guten Schluss eines vollgepackten Abends in München genau ein Jahr nach dem Nagelsmann-Einstand die freudige Zusammenkunft zum Essen mit 300 geladenen Gästen, Familien und Freunden.
Geht es nach Rudi Völler sollen noch viele Feiern folgen mit Nagelsmann. Der Verband, erklärte der Sportdirektor, wolle den Bundestrainer von einer gemeinsamen Zukunft über die WM 2026 hinaus "überzeugen". Und Nagelsmann? Kann sich "vieles vorstellen", wie er am Sonntagabend zu Völlers Avancen sagte. Es sei "schöner, als wenn einer sagt: Hoffentlich ist er bald vom Hof".
Zunächst aber: Montag (20:45 Uhr), Nations League gegen die Niederlande, das Adieu für Neuer und Co. "Wir werden unsere Spieler gebührend verabschieden", sagte Völler, "und dem Ganzen einen schönen und angemessenen Rahmen geben."

Pavlovic und Stiller in der Startelf

Der nächste Sieg in der Nationenliga nach dem 2:1 (2:0) von Zenica gegen Bosnien und Herzegowina soll die Party krönen - und der Fußballwelt zeigen, dass mit der DFB-Elf 2026 zu rechnen sein wird. "Mit dem zuletzt entwickelten Teamgeist", schrieb Gündogan zum Abschied in einem offenen Brief an "seine" Nationalmannschaft, "wird auch in Amerika bis zum Titelgewinn alles möglich sein."
Der bei der Heim-EM entwickelte Zusammenhalt trug Nagelsmanns Team um Doppelpacker Deniz Undav schon beim Charaktertest in Bosnien, jetzt soll er seiner Rumpfelf nach acht Ausfällen zum Prestigesieg über Oranje verhelfen. Damit verbunden wäre die deutsche Viertelfinal-Premiere bei der vierten Auflage der Nationenliga; erreichen will Nagelsmann dieses Zwischenziel, indem er im Vergleich zum Hinspiel in Amsterdam (2:2) an "ein paar Stellschrauben" dreht.
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Quelle: SID

Damit begann er nach der frühmorgendlichen Rückkehr und dem ruhigen Samstag mit abendlichem Döner-Essen in Herzogenaurach. Die Hände lässig in der trotz böiger Winde kurzen Hose verpackt, einen Kaugummi im Mund und ein Lächeln auf den Lippen, sah Nagelsmann am Sonntagmorgen Erfreuliches: Unter seinen nach der Abreise von Chris Führich (Muskelfaserriss) noch 21 Spielern war auch Mittelfeldmann Aleksandar Pavlovic nach überstandener Knieblessur. Der Münchner, bestätigte Nagelsmann, werde in "seinem" Stadion im Mittelfeld beginnen - und zwar überraschend neben Angelo Stiller vom VfB Stuttgart.
Beim Jobsharing im Tor erfüllt sich nach Alexander Nübels ordentlichem Debüt ein "Riesentraum" für den Hoffenheimer Oliver Baumann, der nach vierjähriger Wartezeit erstmals ran darf. Stoßstürmer Tim Kleindienst werde seinen Platz behalten, sagte Nagelsmann, der bis auf eine weitere mögliche Änderung aus Gründen der Belastungssteuerung an seiner Zenica-Elf festhalten will.

Rüdiger: "Hatten schon in Holland Sieg verdient"

Er warnte: "Wir werden mehr gefordert als in Bosnien, aber das ist für uns auch wichtig." Antonio Rüdiger zufolge hat die deutsche Mannschaft etwas gutzumachen. "Wir hatten schon in Holland den Sieg verdient, da sind wir gut zurückgekommen und haben gute Mentalität gezeigt", sagte der Abwehrchef: "Das müssen wir von Anfang an wieder tun." Torjäger Undav, dieser "richtig coole Fetzen" (Nagelsmann), sparte sich tiefere Analysen: "Wir müssen gewinnen!" Fertig.
Den Niederlanden fehlt Kapitän Virgil van Dijk. "Er ist deren bester Abwehrspieler", sagte Rüdiger zwar, Robert Andrich jedoch warnte: "Sie haben genügend andere gute Spieler." Und wenn schon, entgegnete Undav: "Uns ist egal, wer spielt." Nur der Sieg zählt.
Bosnien war für dieses Vorhaben die perfekte Blaupause, glaubt Florian Wirtz. Der Außenseiter agierte im charmant-rostigen Stadion Bilino Polje wie die Niederlande zuletzt "viel mit langen Bällen auf ihren Stürmer", analysierte er, "der die Bälle dann auch gut festgemacht hat. Das konnten wir etwas üben."
Der weltmeisterlichen Party sollte damit (fast) nichts mehr im Wege stehen.
(SID)
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Nagelsmann zufrieden mit Auftritt in Bosnien: "Ein verdienter Sieg"

Quelle: Perform


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