Was macht eigentlich das Ex-Wunderkind von Werder Bremen Marko Marin?

Marko Marin galt als eines der größten Talente in Deutschland. Über Bremen fand er den Weg zum FC Chelsea und wurde zum ewigen Leihgeschäft. Seine Karriere startete der Wirbelwind bei Gladbach, wechselte dann an die Weser, um sein Glück in London zu suchen. Angekommen ist der mittlerweile 28-Jährige nicht wirklich. Marin entwickelte sich zum Weltenbummler.

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2009 sorgten die Künste des jungen Marko Marin bei Borussia Mönchengladbach für großes Aufsehen in Fußball-Deutschland.
Dribbelstark, frech und voller Selbstvertrauen ärgerte er die Abwehrreihen der Bundesliga-Klubs. Am Höhepunkt seines Schaffens tauschte er das Gladbach-Trikot gegen eines von Werder Bremen und suchte die große Bühne.
Als großer Goalgetter stellte sich der offensive Mittelfeldmann nicht heraus, avancierte aber zum kongenialen Vorbereiter seiner Mannschaftskollegen - 44 Assists lieferte er in der höchsten deutschen Spielklasse.
Zu all dem Rummel lief der Youngster mit 19 Jahren, zwei Monaten und 14 Tagen erstmals für die deutsche Nationalmannschaft unter Jogi Löw auf. 16 Mal trug Marin den Adler auf der Brust und erzielte ein Tor.
Bei der WM 2010 in Südafrika wurde er zweimal eingewechselt.

Die Insel ruft

2012 entschied Marin: Ich will auf die Insel. Zum FC Chelsea. Acht Millionen Euro kassierte Bremen für den Wirbelwind. Wie sich herausstellen sollte, acht Millionen zu viel für die Londoner.
Innerhalb einer Spielzeit durfte der 1,70-m-Dribbler in sechs Einsätzen ganze 142 Minuten Premier-League-Luft schnuppern. Zudem folgte die Degradierung in die zweite Mannschaft der "Blues". Nach nur einem Jahr zog der Klub an der Stamford Bridge die Reißleine, für Marin begann eine Zeit der Vereinswechsel.
Der Fehleinkauf sollte durch eine Leihgabe an den FC Sevilla Spielpraxis sammeln. Diese bekam er auch. 18 Einsätze verbuchte Marin in der spanischen Liga - ein Torerfolg blieb ihm jedoch verwehrt.
Nach einem Jahr in Spanien lieh in Chelsea 2014 an den AC Florenz aus. Ganze sechs Monate weilte Marin in Italien, ohne dabei ein eine Minute zu spielen. Florenz wollte Reservist Marin bereits nach der Hinrunde wieder loswerden, Chelsea schob Globettrotter Marin im Januar 2015 zum RSC Anderlecht ab.
Nach sechs Spielen in einem Halbjahr war auch der Trip nach Belgien für Marin beendet. Immer noch als Spieler des FC Chelsea setzte er seine Reise fort und wechselte ans Schwarze Meer.
Bei Trabzonspor durfte der Deutsche 24 Mal in der türkischen Süper Lig ran. In der Saison 2015/16 steuerte er zwei Tore bei und bereitete vier Treffer vor.

Ausweg Griechenland?

Im vergangenen Sommer sollte Marins Tortur ein Ende haben. Für drei Millionen Euro ließ Chelsea-Coach Antonio Conte ihn zu Olympiakos Piräus ziehen.
In der Hinrunde schien die Misere für den mittlerweile 28-Jährigen weiterzugehen, doch ein Trainerwechsel sollte Marin neuen Schwung geben. Der Portugiese Paulo Bento musste seinen Hut nehmen und wurde durch Takis Lemonis ersetzt. Eben dieser Lemonis setzt sein Vertrauen in Marin - und der zahlt es ihm mit guten Leistungen und Toren zurück.
In den vergangenen beiden Spielen, 2:1 gegen Platanias und 2:0 gegen Kerkyra, traf Marin und leitete die Geschicke der Griechen im Mittelfeld.
Marin scheint endlich angekommen zu sein. Beim "kicker" sagte er:
Eines kann man Marin nicht vorhalten: Der ehemalig hochgelobte neue deutsche Star am Fußballhimmel gab nie auf und zeigte Durchhaltevermögen:
Olympiakos ist Spitzenreiter der Super League und hat neben Marin einige große Namen in den eigenen Reihen. Argentinien-Legende Esteban Cambiasso und Oscar Cardozo schmücken das Ensemble der Griechen. Sein Vertrag läuft noch bis 2019. Marin schnuppert Frühlingsluft - und das hat er sich redlich verdient.
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