Gündogan "wird Kapitän sein, wenn er von Beginn an spielt", sagte Bundestrainer Löw am Dienstag. Davon ist - nach aktuellem Stand vor dem Abschlusstraining - auszugehen.
Manuel Neuer, unangefochtene Nummer eins im deutschen Tor, bekommt in Duisburg eine Pause. Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona wird im Kasten stehen.
Für Gündogan ist die Binde auch eine Art Belohnung. Seit Wochen präsentiert sich der Mittelfeldspieler bei Manchester City in absoluter Ausnahmeform. Im Januar und Februar wurde er jeweils zum besten Spieler der Premier League gewählt.
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Nationalmannschaftskollege Antonio Rüdiger sagte erst kürzlich, der 30-Jährige sei derzeit der beste deutsche Fußballer. "Man sollte Toni nie widersprechen, das ist immer gefährlich", sagte Gündogan am Dienstag mit einem Augenzwinkern. "Ich genieße die Saison und fühle mich sehr wohl."

Gündogan fordert Spielzeit ein

An den eigenen Ansprüchen ließ der ehemalige Dortmunder derweil keine Zweifel. "Ich will spielen. Ich sehe mich in der Lage zu spielen. Ich habe die Qualität zu spielen und ich sollte auch spielen", machte Gündogan klar. Das sei "auch 2018 schon" so gewesen. Bei der Weltmeisterschaft in Russland saß er dann aber größtenteils auf der Bank.
Aus dieser Erfahrung habe er gelernt, sagte Gündogan, der mit City kurz vor seiner dritten englischen Meisterschaft steht.
"Letztlich kann ich die WM 2018 nicht vergessen. Das ist aber gut so. Wenn man auch die negativen Dinge behält, kann man lernen, Dinge verändern und vorankommen. Ich will die Erinnerung nicht löschen sondern damit umgehen und mich damit auseinandersetzen."

Ilkay Gundogan und Joao Cancelo von Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Gündogan mit 16 Toren für ManCity

Er wolle "die Erfahrungen der letzten Jahre nutzen um zu sehen, in welche Richtung ich mich entwickle", so Gündogan.
Derzeit stimmt die Richtung. In der laufenden Saison erzielte der Mittelfeldspieler bereits 16 Tore für ManCity. Auch beim Sieg der Nationalmannschaft über Island am vergangenen Donnerstag traf er. In der Form seines Lebens sei er deshalb aber nicht.
"In Dortmund und in der letzten Meistersaison mit City habe ich auch gut gespielt. Nun sind durch meine offensivere Rolle noch Tore sind dazugekommen. Dadurch bekomme ich mehr Aufmerksamkeit. Aber das ist nicht wichtig für mich", erklärte der 30-Jährige.
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