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WM-Playoffs: Portugal zittert sich in die nächste Runde - Burak Yilmaz verballert Elfmeter für die Türkei
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Publiziert 24/03/2022 um 22:42 GMT+1 Uhr
Portugal hat in den WM-Playoffs die nächste Runde erreicht und darf weiter auf den Einzug in die Endrunde in Katar hoffen. Gegen die Türkei setzte sich die Seleção 3:1 (2:0) durch. Otávio (15.) und Diogo Jota (42.) brachten die Hausherren in Führung, Burak Yilmaz traf zum Anschluss (65.) und vergab kurz vor Schluss die Chance auf den Ausgleich vom Punkt. Matheus Nunes (90.+4) traf zum Endstand.
Cristiano Ronaldo (mitte) zittert sich mit Portugal ins WM-Playoff-Finale
Fotocredit: Getty Images
Portugal bestimmte die Anfangsphase. Die Türkei tauchte lange nicht nennenswert in der Gefahrenzone auf und fing sich nach knapp einer Viertelstunde das leistungsgerechte 0:1, indem sich Otávio einen Abpraller schnappte und aus kurzer Distanz netzte (15.).
Auf diesen Rückschlag antworteten die Gäste mit einer starken Reaktion. Sie drückten auf den Ausgleich, der ihnen allerdings nicht gelang. Als die Drangphase der Türkei beendet war, nickte Diogo Jota wenige Minuten vor der Pause zur 2:0-Führung der Seleção ein (42.).
Der Europameister von 2016 drückte nach dem Seitenwechsel auf das 3:0. Die Türkei war in der zweiten Halbzeit deutlich unterlegen, erzielte nach mehreren vergebenen gegnerischen Chancen aber wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Nach einem verzögerten Doppelpass mit Cengiz Ünder traf Kapitän Burak Yilmaz in der 65. Minute zum 1:2.
Die Iberer ließen sich davon nicht verunsichern und spielten munter nach vorne. Sie vergaben weitere gute Möglichkeiten auf ihren dritten Streich, wodurch die Partie bis in die Schlussphase hochspannend blieb. In dieser hatte die Türkei die dicke Chance auf den Ausgleich, die Yilmaz allerdings per Foulelfmeter vergab (85.). Vorausgegangen war ein Foulspiel von José Fonte an Enes Ünal, das der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert nach Videobeweis ahndete.
In der Nachspielzeit machte der eingewechselte Matheus Nunes (90.+4) durch den Treffer zum 3:1-Endstand alles klar. Am Dienstag geht es für Portugal vor heimischer Kulisse im Endspiel der WM-Playoffs im Estádio do Dragão gegen Überraschungsfinalist Nordmazedonien, der Europameister Italien durch einen 1:0-Auswärtsieg rausschmiss.
Die Stimmen zum Spiel:
Fernando Santos (Nationaltrainer Portugal): "Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, wir haben den Druck ein wenig fallen lassen. Die Spieler sind keine Maschinen, und sie wollten in diesem Tempo weiterspielen. Wir haben mehrere Chancen herausgespielt. Wir haben das 3:0 nicht gemacht, das passiert im Fußball. Wir haben sehr gut reagiert. Wäre der Elfmeter reingegangen, hätte es schwierig für uns werden können."
Matheus Nunes (Portugal): "Ich möchte die Arbeit hervorheben, die das gesamte Team geleistet hat. Wir waren immer sehr konzentriert auf unseren Plan. Jetzt müssen wir uns ausruhen und uns auf das Spiel gegen Nordmazedonien vorbereiten. Sie verdienen unseren ganzen Respekt. Um Italien zu schlagen, muss man Qualität haben, und wir dürfen nicht denken, dass es einfach wird."
Diogo Costa (Portugal): "Bei allem Respekt vor der Türkei: Wir wussten, dass wir die Mannschaft mit der größten Qualität sind. Und wir wussten auch, dass wir im Kollektiv Qualität haben müssen, und das haben wir auch gezeigt. Wir haben unser Bestes für das Land gegeben und die Dinge kamen von selbst."
Stefan Kuntz (Nationaltrainer Türkei): "Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wer in der Türkei würde sich für diese Leistung schämen? Wir haben noch viel zu lernen."
Der Tweet zum Spiel:
Jota und Cristiano Ronaldo agierten als Doppelspitze. Jota traf wettbewerbsübergreifend zum achten Mal in diesem Kalenderjahr - und damit doppelt so oft wie sein Sturmpartner CR7.
Das fiel auf: Santos' Personalentscheidungen fruchten
Portugals Nationaltrainer Fernando Santos traf Personalentscheidungen, mit denen vermutlich nicht allzu viele rechneten. Im Tor durfte Diogo Costa ran, der bisher nur die Nummer drei war. Rui Patrício, die etatmäßige Nummer eins, sah einen souveränen Auftritt des 22-jährigen Keepers des FC Porto. Auch das Vertrauen in Mittelfeldmann Otávio, der ebenfalls bei Porto unter Vertrag steht und im Stadion seines Clubs randurfte, zahlte sich aus. Otávio war mit einem Treffer und einer Torvorlage maßgeblich daran beteiligt, dass Portugal ins Finale der WM-Playoffs einzog.
Die Statistik: 17
Stefan Kuntz musste nach 17 ungeschlagenen Spielen als Cheftrainer der deutschen U21 sowie der Türkei wieder eine Niederlage einstecken. Der Zeitpunkt dafür ist natürlich besonders bitter.
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Quelle: Perform
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