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Nationalmannschaft: Julian Nagelsmann nominiert Debütant Nathaniel Brown - Niclas Füllkrug "Opfer" des Fehlstarts
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Update 03/10/2025 um 10:40 GMT+2 Uhr
Mit Neuling Nathaniel Brown und fünf Rückkehrern will Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann das in Gefahr geratene WM-Ticket wieder greifbar machen. Prominentestes "Opfer" des Fehlstarts in die Qualifikation ist Stürmer Niclas Füllkrug. Neben dem Frankfurter Linksverteidiger Brown stehen Nico Schlotterbeck, Ridle Baku, Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha und Jonathan Burkardt wieder im 24er-Kader.
DFB stützt Bundestrainer - Nagelsmann setzt auf Stabilität
Quelle: SID
Keine vollmundigen Titel-Sprüche mehr, keine "Regierungserklärung" an die zitternde Fußball-Nation: Mit neuer Demut und ein paar dürren Sätzchen hat Julian Nagelsmann aufgezeigt, wie er das in Gefahr geratene WM-Ticket wieder in greifbare Nähe bringen will.
Der EM-Heißmacher Füllkrug und Nagelsmanns einstige Entdeckung Maximilian Mittelstädt sind die prominentesten der fünf "Opfer" des Bundestrainers. Stattdessen sollen Neuling Nathaniel Brown und fünf Rückkehrer um Abwehr-Stabilisator Nico Schlotterbeck Platz eins in der Qualigruppe A wieder in Reichweite rücken.
"Zwei Siege - das ist unser klares Ziel, um die WM-Qualifikation weiter auf direktem Weg zu erreichen", ließ sich Nagelsmann mit Blick auf die Schicksalsspiele gegen Luxemburg am 10. Oktober in Sinsheim und Nordirland drei Tage später in Belfast bei der Bekanntgabe seines 24er-Kaders am Donnerstag zitieren. Er betonte: "Auch wenn wir weiterhin auf einige Spieler verzichten müssen, sind wir überzeugt: Unser Kader hat die Qualität, um es besser zu machen als zuletzt."
Nämlich bei der Blamage von Bratislava zum Auftakt in der Slowakei (0:2) und dem nur wenig beruhigenden 3:1 gegen Nordirland in Köln im September. Seit dem ernüchternden Start auf dem langen Weg zum Traum-Ziel fünfter Stern droht Deutschland erstmals eine WM auf sportlichem Wege zu verpassen. "Vier Wochen lang diskutiert" habe er mit seinem Trainerteam, verriet Nagelsmann bereits am Montag in Frankfurt, "wie wir rangehen."
Debütant Brown und Comebacker Schlotterbeck
Das Ergebnis, auch nach 21 Stadionbesuchen seit Saisonstart: Das "große Talent" Brown, im Sommer Vize-Europameister mit der U21, bekommt auf der linken Defensivseite eine Chance.
Neben Schlotterbeck, dessen Comeback Nagelsmann wegen des Ausfalls von Abwehrchef Antonio Rüdiger als "enorm wichtig" bezeichnete, kehren Ridle Baku, Aleksandar Pavlović, Felix Nmecha und Jonathan Burkardt zurück.
Mit Burkardt, Nick Woltemade und Maximilian Beier hat Nagelsmann drei Angreifer im Kader, die in zusammen zwölf Länderspielen kein einziges Tor erzielt haben - ein Wagnis. Füllkrug traf bei 24 Einsätzen 14-mal.
DFB-Team mit Verletzungssorgen
Auch der unglückliche September-Debütant Nnamdi Collins, Pascal Groß und Paul Nebel fanden keine Berücksichtigung mehr. Dabei fehlen fest eingeplante WM-Säulen wie Torwart Marc-André ter Stegen, Magier Jamal Musiala, Abwehrchef Rüdiger und Stürmer Kai Havertz oder Alternativen wie Benjamin Henrichs und Tim Kleindienst weiterhin. Auf Leroy Sané verzichtet Nagelsmann erneut.
Ansonsten will der Bundestrainer "einen Tick mehr auf Form" setzen. Das erklärt Personalien wie Baku oder Burkardt. Am großen Titel-Ziel hält der DFB fest, wenngleich defensiver. "Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, wir müssen es aber besser machen", sagte Sportdirektor Rudi Völler und betonte: "Dann wollen wir eine Top-WM spielen."
Im Aufgebot stehen noch 18 Mann, die beim Fehlstart dabei waren - allen voran Kapitän Joshua Kimmich und Florian Wirtz, der in Liverpool seinen Zauberstab verloren zu haben scheint. "Wir sind in einer sehr instabilen Situation", deshalb sei es "nicht so ratsam", allzu viele Stars auszutauschen, sagte Nagelsmann zuletzt. Die Spieler, die es in Bratislava vergeigt hätten, "sollen die Chance bekommen, es besser zu machen".
WM-Titel bleibt als Ziel
Alternativen sind ohnehin rar. Er habe "keine 150 Deutschen zur Auswahl", die Qualität für die Nationalmannschaft oder gar für den WM-Titel besitzen, klagte der Bundestrainer in Bratislava. Daher sieht er sich gezwungen, "einen Tick mehr auf Form" zu gehen. Das erklärt Personalien wie Baku oder Burkardt und den Füllkrug-Verzicht.
Am großen Titel-Ziel hält der DFB fest, auch wenn es nicht mehr so offensiv ausgesprochen wird. "Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, wir müssen es aber besser machen", sagte Sportdirektor Rudi Völler und betonte: "Dann wollen wir eine Top-WM spielen."
Das DFB-Aufgebot im Überblick
TOR: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Finn Dahmen (FC Augsburg), Alexander Nübel (VfB Stuttgart)
ABWEHR: Robert Andrich (Bayer Leverkusen), Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Ridle Baku (RB Leipzig), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Robin Koch (Eintracht Frankfurt), David Raum (RB Leipzig), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Jonathan Tah (Bayern München)
MITTELFELD: Karim Adeyemi (Borussia Dortmund), Nadiem Amiri (FSV Mainz 05), Serge Gnabry (Bayern München), Leon Goretzka (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Aleksandar Pavlović (Bayern München), Angelo Stiller (VfB Stuttgart), Florian Wirtz (FC Liverpool)
ANGRIFF: Maximilian Beier (Borussia Dortmund), Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt), Nick Woltemade (Newcastle United)
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(SID)
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Quelle: SID
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