WM 2026: El Mala, Karl und Co. im Rampenlicht - wer nutzt seine Chance? Nagelsmann macht die Tür auf

Sieben Monate sind es noch bis zur Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hin, bereits jetzt tickt die Uhr für den deutschen WM-Kader. Die jüngsten Nominierungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann sorgten für Aufsehen, vor allem mit Blick auf die jüngeren Kandidaten. Said El Mala und Assan Ouédraogo stehen im Rampenlicht - doch wer nutzt die goldene Chance?

El Mala? Nagelsmann: "So einen haben wir nicht so oft"

Quelle: Perform

Mit einem Schnupperkurs hat die Länderspielperiode nichts mehr zu tun.
Sowohl die deutsche Nationalmannschaft als auch die U21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dürfen sich in WM- respektive EM-Qualifikation keinen Ausrutscher erlauben.
Auf den Punkt Leistung bringen, das ist gefragt - auch mit Blick auf das ganz große Ziel.
Für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) stieß Bundestrainer Julian Nagelsmann nämlich die Tür für Talente wie Said El Mala, Assan Ouédraogo, Lennart Karl und Nicolò Tresoldi weit auf. Doch wer darf sich berechtigte Hoffnungen darauf machen?

Nagelsmann: "Bin kein Freund davon ..."

Mit El Mala und dem für den verletzten Nadiem Amiri nachnominierten Assan Ouédraogo schafften zwei Spieler erstmals den Sprung in die Nationalmannschaft. Eine Belohnung für die beiden 19-Jährigen, die jüngst das Rampenlicht in der Bundesliga auf sich zogen.
"Ich bin kein Freund von diesem extrem frühen Hypen und Hochpushen", mahnte Nagelsmann allerdings mit Blick auf seine Nominierungen. Und doch fühlt sich der 38-Jährige offenbar gezwungen, dem Rummel ein Stück weit zu folgen.
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Nagelsmann stellt El Mala und Karl WM-Ticket in Aussicht

Quelle: SID

So kommt El Mala beim 1. FC Köln in zehn Ligaspielen auf vier Tore und zwei Vorlagen, mit seinen Treffern gegen die TSG Hoffenheim (1:0) und den FC Augsburg (1:1) brachte er dem Aufsteiger vier Punkte ein.
Ouédraogo ist mittlerweile auch nicht mehr aus der Startelf von RB Leipzig wegzudenken. In elf Pflichtspielen kommt der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler auf zwei Tore und vier Assists.

Nagelsmanns Kennenlernphase auf Druck

Die beiden 19-Jährigen sieht Nagelsmann vorerst allerdings nur als "junge Perspektivspieler", die er "im Training sehen" und auf ihre WM-Tauglichkeit testen möchte.
"Für mich ist es immer super schwer, die Spieler nur im Scouting zu bewerten. Es geht darum, in der Gruppe zu spüren, wie sie sich hier bewegen, ob sie auch schon die Qualität haben, für das Turnier infrage zu kommen", so der Bundestrainer.
Die finalen WM-Quali-Spiele in Gruppe A gegen Luxemburg (Fr., 20:45 Uhr im Liveticker) und die Slowakei (Mo., 20:45 Uhr im Liveticker) haben allerdings wenig Kennenlerncharakter - zu viel steht dabei auf dem Spiel. Denn noch ist die deutsche Nationalmannschaft nicht für die WM qualifiziert (Tabelle).

Das fehlende Profil: El Mala und Ouédraogo für die WM?

Und doch ist die Auswahl des aktuellen Kaders eine (Zukunfts-)Ansage. Bei der EM 2024 befehligte Nagelsmann noch den ältesten Turnierkader, für den nächsten Showdown verschreibt er sich offenbar eine Jugendkur.
Im Fokus des Bundestrainers stehen dabei bestimmte Profile. Im defensiven Mittelfeld etwa habe er genügend Auswahl, da sei es "super schwer, reinzurutschen". Auf den offensiven Außen, auf der Acht oder Zehn aber, "da sind wir nicht so super gut besetzt", sagt er.
Nagelsmann vermisst unter den arrivierten Kräften Spieler, "die sich sehr wohlfühlen mit dem Ball am Fuß" und vom Flügel "nach innen gehen". El Mala und Ouédraogo tauchen demnach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort auf - aber nutzen sie auch die Chance?
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El Mala darf sich freuen

Fotocredit: SID

Man muss realistisch bleiben: Der WM-Kader wird weitestgehend mit bewährten Akteuren bestückt sein, den "Frischlingen" werden nur einige wenige Plätze zum Auffüllen übrig bleiben.
Bei der WM 2018 rutschte Julian Brandt mit 22 Jahren als jüngster DFB-Spieler in die Mannschaft, vier Jahre später war mit Jamal Musiala (damals 19), Youssoufa Moukoko (18), Karim Adeyemi (20) und Armel Bella-Kotchap (21) immerhin ein blutjunges Quartett am Start. Davon nahm aber nur Mega-Talent Musiala nennenswerten Einfluss auf die Mannschaft.

Karl und Tresoldi empfehlen sich bei der U21

Hinter El Mala und Ouédraogo scharren schon die nächsten Talente mit den Hufen.
Mit Lennart Karl strahlte jüngst ein Teenie beim FC Bayern besonders hell, Nicolò Tresoldi vom FC Brügge machte hingegen nicht erst mit seinem Treffer gegen den FC Barcelona am vergangenen Mittwoch (3:3) von sich reden.
Sowohl Karl als auch Tresoldi nannte Nagelsmann als jene Talente, die er "in der Verlosung" sieht, in seinen WM-Kader "reinrutschen" zu können - aktuell spielen sie (erstmal) noch in der U21.

Die DFB-Verlosung für eine rosige Zukunft

Jung und unverbraucht sind alle vier, aber eben auch unerfahren. So hat El Mala für Köln gerade einmal 385 Bundesliga-Minuten gesammelt, Ouédraogo kommt auf 513 für Leipzig. Karl (227) und Tresoldi haben dafür schon in der Champions League gespielt und getroffen.
Für das WM-Ticket braucht es aber vor allem eins: viele Einsätze auf höchstem Niveau - und dabei konstant gute Leistungen.
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Lennart Karl spielt sich beim FC Bayern ins Rampenlicht

Fotocredit: Getty Images

Aktuell hält der Bundestrainer den Ball noch flach. Den beiden jetzt Nominierten muss bewusst sein, dass sie nicht sofort "gestandene A-Nationalspieler sind", sagte Nagelsmann. Und: "Ein Spieler muss klar verstehen, was seine Aufgabe ist." Es ist halt eben doch kein Schnupperkurs.
(mit SID)
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Nagelsmann über Stiller-Absage: "Tür ist nicht zu"

Quelle: Perform


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