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WM 2022 - Argentinien marschiert trotz Messi-Fehlschuss zum Gruppensieg: Polen verliert sich ins Achtelfinale
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Publiziert 30/11/2022 um 22:04 GMT+1 Uhr
Argentinien hat die Gruppe C bei der WM in Katar trotz eines verschossenen Elfmeters von Lionel Messi gewonnen. Die Südamerikaner bezwangen Polen 2:0 (0:0). Alexis MacAllister (46.) und Julián Álvarez (67.) erzielten die Treffer für die Albiceleste. Weil Mexiko zeitgleich "nur" 2:1 gegen Saudi-Arabien gewann, qualifizierte sich die Mannschaft um Robert Lewandowski trotzdem fürs Achtelfinale.
Szczesny ganz bescheiden: "Bin eigentlich kein Elfmeterkiller"
Quelle: MagentaTV
Während Tabellenführer Polen (vier Punkte) ein Punkt für das Weiterkommen gereicht hätte, standen die Argentinier (drei Punkte) unter Zugzwang und benötigten einen Sieg für das Erreichen des Achtelfinals.
In der Startaufstellung der Polen nahm Trainer Czeslaw Michniewicz einen Wechsel im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Saudi-Arabien vor. Karol Swiderski ersetzte Akadiusz Milik im Angriff an der Seite von Robert Lewandowski.
Albiceleste-Coach Lionel Scaloni tauschte nach dem 2:0-Erfolg gegen Mexiko dreimal. Cristian Romero verteidigte für Lisandro Martinez und Enzo Fernandez ersetzte Guido Rodriguez im defensiven Mittelfeld. Manchester-City-Star Julián Álvarez stürmte für Lautaro Martinez von Inter Mailand.
Das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit gestaltete sich angesichts der Gruppenkonstellation wie erwartet. Während die Polen durch einen Torschuss von Krystian Bielik noch einen mutigen Auftakt erwischten, waren die Europäer im Verlauf der Partie zunehmend mit Defensivarbeit beschäftigt (5.).
Argentinien dominierte das Spielgeschehen und verzeichnete in der ersten Viertelstunde zwei Abschlüsse von Lionel Messi, die Polen-Keeper Wojciech Szczesny zunichtemachte (7.,11.). Anschließend glänzte der mehrfache Weltfußballer als Chancenvorbereiter für Marcos Acuña, der zwei feine Heber-Assists von Messi aus spitzem Winkel vergab (17.,19.). Die Weiß-Roten machten vor allem das Zentrum dicht, sodass Argentinien viel über die Flügel agierte.
Die Selección nahm den Fuß nicht vom Gaspedal und ließ eine Doppelchance durch Álvarez und Acuña liegen (28.). Wenig später scheiterte erneut Álvarez im Eins-gegen-Eins an Szczesny und Messi ließ kurz darauf die größte Chance des ersten Durchgangs per umstrittenen Foulelfmeter gegen den polnischen Schlussmann liegen (36.,39.).
Im zweiten Durchgang erwischte die Albiceleste einen Start nach Maß. Alexis Mac Allister besorgte per Flachschuss die verdiente Führung nach Vorlage von Nahuel Molina (46.). Polen verpasste die direkte Antwort per Kopfball von Kamil Glik nur haarscharf (49.).
Polen bemühte sich in der zweiten Hälfte um mehr Offensivaktionen, doch gefährlich blieben die Argentinier, denen sich mehr Räume boten. Álvarez und Mac Allister vergaben erneut gute Chancen und auch Messis Versuch blieb in der polnischen Kette hängen (56., 61., 64.).
Messi und Co. behielten die Kontrolle über das Spielgeschehen und münzten ihre Überlegenheit in den zweiten Treffer um. Álvarez schlenzte das Spielgerät sehenswert nach klasse Steckpass von Enzo Fernandez in den Giebel (67.). Kurz darauf verpasste der Youngster seinen Doppelpack (73.).
Obwohl Mexiko in der Parallelbegegnung mit 2:0 führte und Druck aus der Ferne auf die Polen ausübte, setzten Lewandowski und seine Teamkollegen weiter auf die Defensive, die Messi und seine Nebenleute immer wieder überwanden. Kurz vor Schluss verpassten noch einmal der eingewechselte Lautaro Martinez sowie Nicolas Tagliafico den dritten Treffer (86., 90.+3). Schlussendlich reichte das Ergebnis für den Achtelfinaleinzug beider Mannschaften, da Mexiko im Parallelspiel gegen Saudi-Arabien noch das 2:1 kassierte.
Die Stimmen:
Lionel Messi (Argentinien): "Das vorherige Spiel hat uns viel Ruhe gegeben und wir sind mit dem Gedanken aufs Feld gegangen, dass wir gewinnen müssen. Ich bin wütend, weil ich den Elfmeter verschossen habe, aber das Team war noch stärker nach meinem Fehler. Wir wussten, dass das erste Tor das Spiel verändern würde. Wir müssen weiter ruhig bleiben und von Partie zu Partie schauen. Jetzt beginnt eine weitere Weltmeisterschaft und hoffentlich können wir das, was wir heute gemacht haben, weiter beibehalten."
Julián Álvarez (Argentinien): "Ich bin persönlich glücklich und glücklich für das Team. Wir haben ein tolles Spiel gemacht und unser Ziel erreicht, das war das Wichtigste."
Alexis Mac Allister (Argentinien): "Ich bin glücklich, weil es eine überzeugende Leistung war. Wir haben immer das Tor gesucht. Ich glaube, wir sind wieder das Team von früher geworden. Wir haben mehr mit dem Ball gespielt, waren beruhigt und haben nicht gezögert. Wir haben ein tolles Match gespielt."
Robert Lewandowski (Polen): "Für uns ist es ein großer Erfolg. Das nächste Spiel gegen Frankreich ist eine Challenge. Heute haben wir nicht so gut gespielt, aber wir können uns bis zum nächsten Spiel verbessern, Spaß haben und Gas geben."
Wojciech Szczesny (Polen): "Das war nicht so schön, es war ein langer Abend für uns, aber ist ja gut ausgegangen."
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Das fiel auf: Offensive schlägt Defensive
Argentinien hielt dem Druck stand und führte die Polen im Stile einer Spitzenmannschaft vor. Die Albiceleste dominierte das Spielgeschehen und verzeichnete ein haushohes Plus im Torschussvergleich. Nachdem Szczesny die Rot-Weißen in der ersten Hälfte noch retten konnte, zahlte sich der defensive Ansatz der Mannschaft von Trainer Michniewicz nicht aus. Fürs Weiterkommen reichte es dennoch.
Die Statistik: 2
Polen-Torwart Szczesny rettete seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit mit überragenden Paraden und einem gehaltenen Elfmeter gegen Messi die Null. Es war für ihn der zweite gehaltene Strafstoß in Folge bei dem laufenden Turnier.
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