WM 2022 - FIFA untersagt offenbar Videobotschaft von Wolodymyr Selenskyj bei Finale in Katar

Die FIFA hat offenbar eine Anfrage für eine Videobotschaft von Wolodymyr Selenskyj abgelehnt. Laut "CNN"-Informationen wollte der Präsident der Ukraine am Sonntag vor dem Endspiel der WM 2022 in Katar den Fans eine Nachricht für den Weltfrieden überbringen. Doch der Fußball-Weltverband lehnte die Bitte ab. Den Informationen zufolge sei Selenskyjs Büro von der Reaktion der FIFA überrascht worden.

Wolodymyr Selenskyj

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Unklar ist, ob es sich im Vorfeld des WM-Finals zwischen Argentinien und Frankreich am Sonntag (16:00 Uhr im Liveticker) um eine aufgezeichnete Videonachricht oder eine Liveschalte hätte handeln sollen. "Wir dachten, die FIFA wolle ihre Plattform für das Allgemeinwohl nutzen", sagte die Quelle gegenüber "CNN".
Allerdings führe die Ukraine demnach weiterhin Gespräche mit der FIFA. Grundsätzlich hatte die Ukraine in den vergangenen Monaten verschiedene globale Großveranstaltungen zu Statements und zu Aufrufen für den Frieden zu nutzen versucht. Selenskyj war sowohl im April bei den Grammys als auch im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes mit einer Videobotschaft aufgetreten.
Vor dem Boxkampf zwischen Tyson Fury und Dillian Whyte im Londoner Wembley-Stadion sprach Boxlegende Wladimir Klitschko zu den Zuschauern in der Arena und sagte: "Ich wünschte, ich könnte heute Abend in London bei Ihnen sein, aber wie Sie wissen, haben wir hier unseren eigenen Flug vor uns. Es ist der wichtigstes Kampf unserer Leben."
Während der gesamten WM 2022 hatte der Weltverband Versuche unternommen, um politische Botschaften zu verhindern. Als die Kapitäne von sieben Nationen um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Katar mit der "One-Love"-Binde zum Zeichen von Toleranz auflaufen wollte, kündigte die FIFA Sanktionen an.
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Wolodymyr Selenskyj

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Infantino: "Wir dürfen niemanden diskriminieren"

Alle Verbände verzichteten auf die Binde, Deutschland reagierte im Auftaktspiel gegen Japan (1:2) mit einer "Mund-zu-Geste" auf dem Mannschaftsfoto.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte auf einer Pressekonferenz am Freitag erklärt, er habe einige politische Statements in Katar unterbunden, weil er "sich um alle kümmern" müsse: "Wir verteidigen Werte, wir verteidigen die Menschenrechte und die Rechte aller bei der Weltmeisterschaft", beteuerte der Schweizer: "Wir sind eine globale Organisation und wir dürfen niemanden diskriminieren."
Infanino begründete: "Die Fans und die Milliarden von Fernsehzuschauern haben ihre eigenen Probleme. Sie wollen einfach nur 90 oder 120 Minuten zuschauen, ohne über irgendetwas nachdenken zu müssen, sondern einfach nur einen kleinen Moment des Vergnügens und der Freude genießen. Wir müssen ihnen einen Moment geben, in dem sie ihre Probleme vergessen und den Fußball genießen können."
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