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Marco Reus: Dietmar Hamann plädiert für Verzicht auf den BVB-Star bei der WM 2022 in Katar
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Publiziert 16/11/2021 um 13:33 GMT+1 Uhr
Nach der aus gesundheitlichen Gründen getroffenenen EM-Absage von Marco Reus im letzten Sommer zeigt sich Dietmar Hamann nachtragend: Der "Sky"-Experte plädiert für einen Verzicht auf den BVB-Kapitän. Reus habe sich durch seine Entscheidung selbst ins Abseits manövriert. Flick setzt seither durchgehend auf Reus. Eine Hintertür hält sich Ex-Nationaspieler Hamann bei Reus aber offen.
Momentan in der Nationalmannschaft gesetzt: Marco Reus
Fotocredit: Getty Images
In der Sendung "Projekt-Weltmeister - Road to Qatar" rät der Ex-Nationalspieler und TV-Experte Didi Hamann Bundestrainer Hansi Flick zu einem unkonventionellen Schritt: Für die Kaderplanung der WM 2022 plädiert der 48-jährige für einen Verzicht auf Dortmund-Kapitän Marco Reus.
Grund für diese steile These ist laut Hamann die EM-Absage von Reus im vergangenen Sommer. Mit der Entscheidung habe sich der Kapitän des BVB selbst ins Abseits manövriert.
"Er hat in den sechs Monaten davor mit den besten Fußball seiner Karriere gespielt. Er wäre zur EM eingeladen worden, und ich glaube auch, dass wir ihn gut hätten gebrauchen können", sagte Hamann: "Wenn du aus freien Stücken ein großes Turnier sausen lässt, dann ist deine Karriere als Nationalspieler beendet."
Sportlicher Natur ist die Empfehlung Hamanns nicht - der ehemalige Nationalspieler würde Reus nicht berufen, da er in dieser Personalie "nach wie vor großes Konfliktpotenzial" sieht. Im Sommer hatte Reus aus gesundheitlichen Gründen auf seine EM-Teilnahme verzichtet.
Reus zuletzt tragende Kraft unter Flick
Seit Hansi Flick als Bundestrainer übernommen hat, baut der ehemailge Bayern-Coach immer wieder auf die Dienste von Reus. In vier Partien wusste der BVB-Kapitän mit jeweils zwei Toren und Vorlagen stets zu überzeugen.
Eine Hintertür lässt der TV-Experte jedoch offen. Sollte Reus auch in den kommenden Monaten überzeugen, wäre eine kurzfristige Berufung berechtigt: "Wenn er jetzt überragende zwölf Monate spielt und dann mit nach Katar fliegt, wäre das völlig okay. Dann trifft man eine kurzfristige Entscheidung", so Hamann, "aber ihn jetzt schon immer einzuladen, passt für mich nicht."
Nach heutigem Stand würde Hamann keinen Dortmunder zur WM berufen. Auch Mats Hummels komme nicht in Frage, nach Ansicht des 48-jährigen sei der Verteidiger zu alt und zu langsam: "Es gibt in Dortmund ja auch eine Diskussion über sein Tempo. Bei der WM hast du dann sieben Spiele in 23 bis 26 Tagen. Hummels wird im Dezember 33 Jahre alt, beim WM-Halbfinale in Katar wäre er dann 34. Er wird nicht schneller werden. Deshalb würde ich Rüdiger und Süle vorziehen, die beiden machen momentan einen hervorragenden Job."
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