BVB - Jürgen Kohler kritisiert Dortmuner Defensive und zählt Mats Hummels an: "Nicht mehr Weltklasse"

Der Ex-Weltmeister Jürgen Kohler übt Kritik an der Dortmunder Defensive und nimmt hierbei besonders Mats Hummels in den Fokus. Der Weltmeister von 2014 sei "nicht mehr Wetklasse" und habe seine beste Zeit hinter sich. Generell diagnostiziert Kohler ein Problem in der Ausbildung deutscher Verteidiger: "Gerade was Innen- und Außenverteidiger angeht, sind wir nicht mehr ganz vorne dabei."

Mats Hummels - Borussia Dortmund

Fotocredit: Getty Images

Ex-Weltmeister und BVB-Legende Jürgen Kohler kritisiert die Dortmunder Defensive und zählt hierbei besonders Mats Hummels an: "Er kann ein Spiel sehr gut lesen, braucht aber jemanden neben sich, der ihm Dinge abläuft. Er hat nicht die Geschwindigkeit und war noch nie der Antrittsschnellste. Er hat schon das eine oder andere Problemchen."
Kohler, der 250 Pflichtspiele für den BVB bestritten hat, sieht in Hummels nicht mehr den Rückhalt vergangener Tage. Im "Sport1"-Podcast "Die Dortmund-Woche" diagnostiziert der ehemalige Verteidiger die Schwächen des Weltmeisters von 2014: "Mats Hummels lebt von seiner Fitness. Er ist aus meiner Sicht aber kein Verteidiger mehr auf Weltklasse-Niveau."
In der Nationalmannschaft traut Kohler Hummels aber dennoch eine Rolle zu. Seine technischen Fertigkeiten, die hohen Qualitäten im Aufbauspiel sowie die Antizipationsfähigkeit würden den Verteidiger immernoch auszeichnen:
"Ich glaube schon, dass Mats noch eine Rolle im DFB-Team spielen kann", so Kohler, der zwischen 1992 und 1995 bei Juventus verteidigte. "Wenn er bei 100 Prozent ist, kann er dieser jungen deutschen Mannschaft helfen. Er braucht aber jemanden neben sich, der ihm hilft. Julio César war damals auch für mich total wichtig."

Kohler sieht deutsches Defensiv-Problem

Nach elf Spieltagen kassierte der BVB bereits 17 Tore. Zum Vergleich: Arminia Bielefeld musste als Vorletzter bisher 16 Gegentore hinnehmen, insgesamt kassierten nur sechs Mannschaften mehr Tore als die Dortmunder. Die beste Defensive kann der SC Freiburg vorweisen - das Team von Christian Streich hat erst sieben Gegentreffer zugelassen.
Aber auch über den Tellerrand der Dortmunder Verteidigung hinaus sieht Kohler ein deutsches Defensiv-Problem: "Gerade was Innen- und Außenverteidiger angeht sind wir nicht mehr ganz vorne dabei. Alle haben nur noch den Schalter im Kopf und wollen nach Ballgewinnen nach vorne umschalten. Dadurch entstehen Flüchtigkeitsfehler. Wie stehe ich zum Ball, welche Räume können sich hinter mir öffnen?"
Der Champions League-Sieger von 1997 sieht die Problematik in der Ausbildung der Defensiv-Akteure. "Das muss trainiert werden. In den Bundesliga-Vereinen wird Abwehrarbeit nur ganz selten individuell trainiert - nicht nur bei den Profis, auch im Nachwuchs."
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Quelle: Perform

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