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WM 2022 in Katar - Nicolas Otamendi verteidigt Jubel von Argentinien gegen Niederlande: "Aus dem Kontext"
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Publiziert 10/12/2022 um 20:16 GMT+1 Uhr
Schon in den 120 Minuten im Viertelfinale der WM 2022 hatten sich Argentinien und die Niederlande keinen Fairplay-Preis verdient. 17 Gelbe und eine Gelb-Rote Karte verteilte Antonio Mateu Lahoz. Doch auch nach dem entscheidenden Elfmeter von Lautaro Martínez fiel die Albiceleste durch einen unfairen Jubel vor den Augen der Elftal auf. Verteidiger Nicolas Otamendi verteidigte die Provokation nun.
"Dem Ganzen nicht gewachsen": Messi kritisiert Schiedsrichter scharf
Quelle: MagentaTV
Nach dem dramatischen Halbfinaleinzug der Argentinier bei der WM 2022 gegen die Niederlande (6:5 n.E.) sorgten zahlreiche Bilder aus verschiedenen Perspektiven für Empörung im Internet.
Alle zeigten dieselbe Szene: Nach dem entscheidenden Elfmeter von Lautaro Martínez stürmten nahezu alle Südamerikaner mit provozierenden Gesten an den Spielern der Elftal vorbei, die vor Enttäuschung in sich zusammensackten.
Nicolas Otamendi lief mit beiden Händen an den Ohren an den Oranje vorbei, blickte dabei wohl Denzel Dumfries in die Augen. Nach dem Spiel verteidigte der Innenverteidiger von Benfica Lissabon seine und die Provokationen seiner Mannschaftskollegen und beschuldigte im Gegenzug die Elftal.
"Ich habe in ihr Gesicht gejubelt, weil es einen niederländischen Spieler gab, der bei jedem unserer Elfmeter angekommen ist und zu einem unserer Spieler etwas gesagt hat", rechtfertigte der 34-Jährige seinen Jubel und behauptete: "Das Foto wurde aus dem Kontext gerissen."
Dumfries gesteht Provokation
Tatsächlich dokumentierten Bilder und Videos, dass Dumfries bereits Enzo Fernández auf dem Weg zu seinem Elfmeter verfolgt und versucht hatte, seinen Vereinskollegen zu stören. Mit Erfolg: Der 21-Jährige vergab den ersten Matchball.
"Man versucht, sich gegenseitig zu provozieren", gab der Niederländer später gegenüber "Voetbal International" zu: "Aber es geht hin und her. Du versucht alles." Zudem habe der 26-Jährige seine Gründe gehabt, wie er beteuerte. "Ich will nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Ich weiß nicht, ob es klug war, aber es ist etwas geschehen, das mich zu der Reaktion verleitet hat."
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Argentinische Spieler provozieren die Niederlande nach dem Elfmeterschießen
Fotocredit: Getty Images
Luftaufnahmen aus dem Lusail Iconic Stadium zeigten, dass vor dem entscheidenden Strafstoß gleich vier Niederländer auf Martínez einredeten und versuchten, den Angreifer von Inter Mailand aus der Ruhe zu bringen - neben dem Doppeltorschützen Wout Weghorst allen voran Dumfries, der für seine Unsportlichkeit von Lahoz auch die Gelbe Karte sah.
Weil der Verteidiger von Inter Mailand danach auf eine weitere Provokationen eines argentinischen Spielers reagierte und damit eine nächste Rudelbildung auslöste, kassierte er nach dem Abpfiff noch die Gelb-Rote Karte.
FIFA ermittelt gegen beide Verbände
Auch Minuten nach dem Schlusspfiff blieben die Gemüter in Lusail erhitzt. Lionel Messi und Emiliano Martínez griffen den spanischen Schiedsrichter an, der Kapitän der Albiceleste legte sich zudem erst mit Bondscoach Louis van Gaal und Edgar Davids, später auch mit dem frühren Wolfsburger Weghorst an.
Der Doppeltorschütze der Elftal zeigte sich danach im Interview "enttäuscht" von dem Verhalten des siebenmaligen Ballon-d'Or-Gewinners. Die FIFA-Disziplinarkommission teilte am Samstag dann mit, dass nun gegen beide Verbände wegen Fehlverhaltens von Spielern und Offiziellen ermittelt werde.
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