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Norwegen-Coach Stale Solbakken kritisiert Ex-Arsenal-Trainer Arsène Wenger scharf: "Gehirnwäsche unterzogen"
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Publiziert 16/12/2022 um 12:44 GMT+1 Uhr
Der norwegische Nationaltrainer Stale Solbakken hat Arsène Wenger für seine aktuelle Rolle beim Weltverband FIFA scharf kritisiert. "Es schaudert mich zu sehen, dass der intelligenteste Mann der Welt, Arsène Wenger, zu dem all die Jahre aufgeschaut wurde, irgendwie einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und dass er jetzt die dümmsten Aussagen macht", meinte der 54-Jährige bei "TV2".
Gianni Infantino (l.) und Arsène Wenger
Fotocredit: Getty Images
Es sei "beängstigend mit all den Leuten, zu denen wir in der Fußballwelt jahrelang aufgeschaut haben. Es findet gerade eine Polarisierung statt. Und ich habe Angst, dass die immer schlimmer wird", ergänzte Solbakken im norwegischen Fernsehen.
Wenger ist seit 2019 bei der FIFA Leiter für globale Fußball-Entwicklung. Der ehemalige Arsenal-Coach machte zuletzt mit seiner öffentlichen Unterstützung für die umstrittene WM in Katar Schlagzeilen.
Nach den ersten Spielen des Turniers hatte Wenger erklärt, dass "Teams, die mental bereit waren und sich sofort auf den Fußball konzentriert haben statt auf politische Demonstrationen" erfolgreich gewesen seien.
Damit spielte der Franzose offensichtlich auch auf die Protestaktion der deutschen Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Japan (1:2) an.
Wenger erntet Kritik für Aussagen
"ZDF"-Experte Christoph Kramer konterte danach: "Die Aussage ist komplett sinnlos, ganz, ganz großer Schwachsinn." Er glaube nicht, dass Wenger selbst davon überzeugt sei: "Dafür war er viel zu lange einer der besten Trainer der Welt." Auch von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gab es Kritik am Ex-Trainer. Deutschland-Direktor Wenzel Michalski meinte gegenüber dem "SID": "Er suggeriert anscheinend: Wenn sie nicht politisch gewesen wären, hätten sie gewonnen, was eine abenteuerliche These ist."
Wenger gilt auch als Unterstützer eines Zwei-Jahre-Rhythmus bei Weltmeisterschaften, der bei vielen Verbänden äußerst umstritten ist. Zwischen 1996 und 2018 hatte der mittlerweile 73-Jährige den FC Arsenal trainiert und wurde unter anderem drei Mal englischer Meister. Wenger erhielt zudem den Spitznamen "Professor", weil er als besonders gebildet gilt und clever Fußball spielen ließ.
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