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WM 2022 in Katar - Südkorea putzt Portugal und steht im Achtelfinale - Uruguay und Ghana raus
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Publiziert 02/12/2022 um 18:06 GMT+1 Uhr
Südkorea hat bei der WM 2022 in Katar völlig überraschend das Achtelfinale erreicht. Die Asiaten bezwangen im letzten Gruppenspiel 2016-Europameister Portugal 2:1 (1:1). Ricardo Horta brachte den Favoriten früh in Führung (5.), doch Young-gwon Kim (27.) und Hee-chan Hwang (90.+1) drehten die Partie. Damit schloss Südkorea die Gruppe H hinter Portugal als Tabellenzweiter ab - vor Uruguay und Ghana.
WM 2022 in Katar: Südkorea bejubelt Sieg gegen Portugal
Fotocredit: Imago
Drama pur: Südkoreas Spieler standen nach Abpfiff am Mittelkreis und starrten auf Handys, denn: Trotz des 2:1-Erfolgs durfte Uruguay im Parallelspiel gegen Ghana kein weiteres Tor erzielen, sonst wären die Südamerikaner weiter gewesen. Aber es blieb beim 2:0, Südkorea löste das Ticket für die K.o.-Runde.
Portugal war bereits vor Anpfiff für das Achtelfinale qualifiziert, Trainer Fernando Santos nahm sich daher die Freiheit, seine Mannschaft auf gleich sechs Positionen zu verändern. Ronaldo blieb von der Rotation selbstverständlich verschont.
Zu den Profiteuren gehörte Horta, der acht Jahre nach seinem ersten Länderspiel und sechs Monate nach seinem zweiten diesmal zu seinem siebten kam. Er machte das Beste daraus.
Südkorea? Musste sich nun erst recht etwas einfallen lassen. Genau genommen Co-Trainer Sergio Costa. Denn Chefcoach Paulo Bento, Portugiese, ehemaliger Nationalspieler und Portugals Nationaltrainer von 2010 bis 2014, saß auf der Tribüne: Nach dem 2:3 gegen Ghana hatte ihn Schiedsrichter Anthony Taylor, den er bestürmt und angebrüllt hatte, als ersten Trainer der WM-Geschichte mit einer Roten Karte bestraft.
Costas Anweisungen nach dem Rückstand fruchteten jedenfalls. Südkorea erhöhte das Tempo, hatte beim Ausgleich aber auch ein bisschen Glück, dass der Ball nach einer Ecke am Rücken von Ronaldo abprallte und Torschütze Kim vor die Füße fiel.
Der Ausgleich schien den Portugiesen wieder Beine zu machen. Allerdings fehlte der 1-B-Auswahl die Kreativität von Bruno Fernandes und Bernardo Silva. Ronaldo wurde selten in eine gefährliche Position gebracht, mit einem Flugkopfball war er aber nahe dran an einem Treffer, der ihn auf eine Stufe mit dem legendären Eusebio als portugiesischer Rekordtorschütze (9) gestellt hätte (42.).
Ronaldo durfte nach 65 Minuten dann vom Feld, musste aber mit ansehen, wie seine Mitspieler das Spiel endgültig aus der Hand gaben. Südkorea drängte auf das dringend benötigte Siegtor, lange aber fehlten Durchschlagskraft und Präzision beim Abschluss. Doch dann kam Hwang.
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Hee-Chan Hwang avancierte zum Helden
Fotocredit: Getty Images
Die Stimmen zum Spiel
Sergio Costa (Co-Trainer Südkorea): "Ich bin richtig glücklich. Wir haben verdient gewonnen. In den drei Gruppenspielen haben wir mehr als genug getan. Dieser Sieg war für alle Spieler und unseren Coach verdient. Jetzt wird erst einmal gefeiert. Wir werden unseren nächsten Gegner abwarten. Aber unabhängig davon - wir werden uns voll reinhängen."
Hee-chan Hwang (Südkorea): "Ich bin sehr stolz, ich möchte allen koreanischen Fans danken. Es ist ein Geschenk für sie."
Fernando Santos (Trainer Portugal): "Wir sind sauer, wir sind zwar Erster, wollten aber gewinnen, besser spielen und Selbstvertrauen tanken."
Der Tweet zum Spiel
Südkorea hat K-Pop, Portugal hat den "GOAT" - doch den Unterschied hat am Freitag Hee-hhan Hwang gemacht.
Das fiel auf: Der (lange) Weg ist das Ziel
Vor allem in der ersten Halbzeit setzte Portugal auf lange Bälle. Immer wieder nahm Pepe beim Spielaufbau das Tempo raus, hob den Kopf und suchte seine in die Tiefe startenden Mitspieler. Beim Führungstor fand er Diogo Dalot auf der rechten Seite. Der Außenspieler zog nach innen und bediente Ricardo Horta.
Die Statistik: Ein bisschen Deutschland war auch dabei
Portugal hat zum zweiten Mal seit der WM 2006 ein Gruppenspiel verloren. Südkorea feierte indes seinen zweiten Sieg in den letzten zwölf WM-Spielen. Kurioserweise spielt bei beiden Statistiken die deutsche Nationalmannschaft eine Rolle. Bei der WM 2014 überrollte das DFB-Team die Truppe um Cristiano Ronaldo 4:0, vier Jahre später unterlag Deutschland Südkorea beim krachenden Vorrunden-Aus in Russland 0:2.
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Ronaldo-Wachsfigur am Times Square in New York enthüllt
Quelle: Perform
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