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WM 2022: Randal Kolo Muani, Kingsley Coman und Aurélien Tchouaméni werden Opfer rassistischer Beleidigungen
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Publiziert 19/12/2022 um 17:20 GMT+1 Uhr
Die französischen Youngsters Randal Kolo Muani, Kingsley Coman und Aurélien Tchouaméni wurden bei Frankreichs Niederlage im Finale der WM 2022 in Katar im Elfmeterschießen gegen Argentinien zu tragischen Helden. Einige Nutzer in den sozialen Medien hauten allerdings mit schäbigen rassistischen Kommentaren nochmals auf die Unglücksraben der Équipe Tricolore drauf.
Die französische Nationalmannschaft
Fotocredit: Getty Images
Das junge Sturmtalent Kolo Muani hatte in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer für die Franzosen auf dem Fuß. Zu seinem und Frankreichs Unglück wehrte Argentiniens Torwart Emiliano Martínez den Ball des Frankfurt-Spielers geistesgegenwärtig mit dem Fuß ab. Es folgte das Elfmeterschießen, das Frankreich verlor, weil Bayern Münchens Stürmer-Star Kingsley Coman an Martínez scheiterte und Real Madrids Tchouaméni den Ball neben das Tor schoss.
Was daraufhin folgte, war ein weiteres unrühmliches Kapitel von Rassismus gegenüber dunkelhäutigen Spielern, das sofort Erinnerungen an das Finale der Europameisterschaft 2021 weckte: Damals hatten Jadon Sancho, Marcus Rashford und Boukayo Saka für England dreimal vergeben, Italien gewann das Endspiel. Anstelle von Mitleid wurden die Spieler von vielen Nutzern in den sozialen Medien mit Häme und rassistischen Kommentaren überschüttet.
Nun wiederholt sich die Geschichte: Alle drei Spieler wurden von Instagram-Nutzern rassistisch beleidigt. Neben Kommentaren unterster Schublade ("Du bist Afrikaner und kein Franzose und hast daher auch nichts mehr im Team zu suchen.") posteten einige Nutzer Affen-Emojis. Kolo Muani und Tchouaméni haben die Kommentarfunktion auf ihren Profilen bereits abgeschaltet, Coman noch nicht.
Dass Tchouméni mit einem Traumtor im Viertelfinale gegen England und Kolo Muani mit einem Tor im Halbfinale gegen Marokko Frankreichs Weg ins Finale geebnet hatten und Frankreich sich auch wegen des starken Coman im Finale überhaupt erst in die Verlängerung retten konnte, änderte an der Häme nichts. Vor dem sensationellen 2:2-Ausgleich durch Kylian Mbappé war es der zuvor eingewechselte Coman, der Lionel Messi den Ball abnahm.
Große Unterstützung von Kahn und Macron
Immerhin bauten viele andere Nutzer die Spieler mit Antworten auf die schäbigen Kommentare wieder auf. Eine Nutzerin schrieb unter Comans Bild: "Diese rassistischen Nachrichten kommen nicht aus Frankreich, wir lieben dich hier." Eine andere: "Hör nicht auf diese Hater."
Auch Bayern Münchens Vorstandschef Oliver Kahn spendete seinem Spieler Coman und der französischen Mannschaft Trost: "Nach einem verlorenen Endspiel geht es darum, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Alle Spieler können insgesamt sehr stolz auf ihre Leistungen sein."
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tröstete die Spieler seiner Nationalmannschaft nach dem Finale in einer emotionalen Kabinenansprache und hob sie in einem Twitter-Kommentar auf einen hohen Thron: "Ihr habt Frankreich zum Träumen gebracht."
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