Bixente Lizarazu bezwingt legendären Mont Ventoux auf dem Rad gleich von drei Seiten - kein Job als WM-Experte mehr
Publiziert 14/06/2026 um 18:14 GMT+2 Uhr
Bixente Lizarazu, ehemaliger französischer Nationalspieler und Linksverteidiger beim FC Bayern München, wird bei der WM 2026 erstmals seit 2006 nicht als Co-Kommentator beim französischen Sender "TF1" im Einsatz sein. "Ich habe noch ein paar Asse im Ärmel und fahre gerne Rad", verriet der 56-Jährige dem Radiosender "France Inter". Er bezwang kurzerhand den Tour-de-France-Riesen Mont Ventoux.
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (l.) wird bei der WM 2026 nicht von TV-Experte Bixente Lizarazu (r.) interviewed werden
Fotocredit: Getty Images
"Ich habe davon geträumt, den Giganten der Provence zu bezwingen", schrieb Lizarazu auf Instagram: "Dieser Ort ist magisch, mystisch, rustikal und es ist noch fantastischer, wenn wenige Leute unterwegs sind, weil der Wind so weht."
Auch die Tour de France der Frauen (1. bis 8. August) wird über den "kahlen Berg" führen, die Männer müssen ihn 2026 vom 4. bis 26. Juli (live auf Eurosport und HBO Max) nicht bezwingen.
Das Besondere: Lizarazu meisterte die Aufgabe an allen drei Hängen - erst am Bédoin, dann am Malaucène und schließlich am Sault. "Eine Tour mit 4430 Höhenmetern auf 137 Kilometern", fasste der stolze Baske zusammen, der 2024 erklärt hatte, dass er "muskelsüchtig" sei.
"Körperliche Betätigung ist meine Leidenschaft, und sie tut mir gut. Sie war mein ganzes Leben lang mein Kompass und hat mir geholfen, mein Gleichgewicht zu finden. Aber ich habe Bigorexie. Man kann sagen, dass ich zu viel trainiere", sagte er der französischen Zeitung "Tribune du Dimanche".
Lizarazu nicht als TV-Experte bei der WM: "Ich war sehr enttäuscht"
Beim Sender "TF1" formte Lizarazu mit Kommentator Grégoire Margotton seit 2006 ein legendäres Duo. Weil sich das französische Pendant zur "ARD" allerdings keine Übertragungsrechte an der WM 2026 sichern konnte, hat Lizarazu nun Zeit, sich anderen Hobbys zuzuwenden. Die Rechte gingen an Free-TV-Sender "M6" und Pay-TV-Sender "BeIn Sports".
"Ich war sehr enttäuscht. Seitdem ich 2006 mit dem Fußball aufgehört hatte, habe ich alle Europameisterschaften und Weltmeisterschaften kommentiert", erklärte der 56-Jährige bei "France Inter" - dort wird er ab dem 26. Juni immerhin im Radio seine Expertise zu den Bleus kundgeben.
Als Spieler gewann der Außenverteidiger einst mit der Équipe Tricolore die WM 1998 und die EM 2000, sowie im Verein mit dem FC Bayern 2001 die Champions League. Neben dem Fußball sportlich aktiv war er schon während der Karriere, unter anderem auf dem Surfbrett.
Bei der WM spielt Frankreich in Gruppe I gegen den Senegal (16. Juni, 21:00 Uhr), den Irak (22. Juni, 23 Uhr) und schließlich gegen Norwegen um Superstar Erling Haaland (26. Juni, 21:00 Uhr).
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Quelle: SID
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