WM 2026: Frankreich mit Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé - Didier Deschamps muss Star-Trio vereinen

Frankreich ist einer der großen Favoriten den WM-Titel und strebt beim Turnier in Kanada, USA und Mexiko das dritte Finale in Folge an. Der Weltmeister von 2018 ist mit Superstars wie Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé gespickt, Trainer Didier Deschamps hat auf praktisch allen Positionen die Qual der Wahl aus Weltklasse-Optionen. Wird daraus auch ein Team?

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Quelle: Perform

Seit 2012 ist Deschamps Trainer bei der Equipe Tricolore. Er prägte die erfolgreichste Zeit seit der Generation um Zidane von 1998 bis 2006.
Der WM-Titel 2018 blieb dabei die vorläufige Krönung, im EM-Finale im eigenen Land zwei Jahre zuvor brach Portugal der Grande Nation das Herz, bei der WM in Katar war es Lionel Messi mit Argentinien.
Das Team ist seit Jahren eines der am besten besetzten bei jedem Turnier - und dabei meist eines der jüngsten.
Es ist Deschamps vierte WM als Cheftrainer und alles andere als ein zweiter Titel wäre für Frankreich eine Enttäuschung. Dafür muss der 61-Jährige seine Fähigkeiten als Manager der Superstars voll ausschöpfen.
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Drei Superstars im Team Frankreichs: Michael Olise, Kylian Mbappé und Ousmane Dembele

Fotocredit: Getty Images

Frankreich - der Schlüsselspieler

Mbappé, Olise, Dembélé - welchen Ballon d'Or-Kandidaten soll man herausheben? Jeder von ihnen könnte der herausragende Spieler dieser WM werden.
Letztlich gebührt der "Titel" des Schlüsselspielers Mbappé. Er ist der Kapitän des Teams und der klare Anführer. Mit 27 Jahren steht er bei zwölf WM-Treffern und hat eine realistische Chance, den Rekord von Miroslav Klose (16) schon bei diesem Turnier zu übertreffen.
"Wenn er bei diesem Turnier scheitert, werden die Reaktionen in Frankreich verrückt sein", erwartet Cyril Morin von Eurosport Frankreich.
Mbappé hat in der Hand, wie weit dieses Team kommt. Wenn er als Torjäger in Topform ist und zumindest motiviert ins Spiel gegen den Ball geht, ist Frankreich wohl schwer zu schlagen - darum muss der Superstar an dieser Stelle auch der Schlüsselspieler des Superteams sein.

Frankreich - der Hoffnungsträger

Die Hoffnung der Franzosen ruht bei diesem Turnier darauf, dass die besten Spieler der Welt ausreichend gut zusammen spielen können.
Olise und Dembélé gehen spätestens bei diesem Turnier den Weg vom Hoffnungs- zum absoluten Leistungsträger. Die Offensive könnte einen weiteren Impuls vertragen, wenn sich alles auf die Genialität des Star-Trios konzentriert.
Auf der linken Seite bieten sich mit Desiré Doué und Rayan Cherki zwei junge Optionen, die den anderen drei Stürmern die Show stehlen könnten. Cherki von Manchester City steht aktuell wohl hinter dem PSG-Flügelspieler in der Rangordnung, hat aber eine reelle Chance auf einen Platz in der Startformation.
Der 22-Jährige bringt Genialität und ein Überraschungselement mit, die ihn zu einem unerwarteten Protagonisten des Star-Ensembles machen könnten - und Frankreich damit umso gefährlicher.
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Quelle: SNTV

Frankreich - die Story

Kann Deschamps alle Stars auf eine Wellenlänge bringen und dafür sorgen, dass sie am gemeinsamen Ziel WM-Titel arbeiten? Das ist die große Frage für die Equipe Tricolore bei diesem Turnier.
Mbappé ist als Mittelstürmer wohl gesetzt und der Superstar im Team - aber nicht der Liebling aller Franzosen. An diesem Titel ist Ballon-d'Or-Gewinner Dembélé näher dran, der mit Paris Saint-Germain zwei Champions-League-Titel in Folge gewann.
Im aktuellen System spielt er hinter Mbappé auf der Position als Zehmer, neben ihm mit Olise der dritte Superstar. "Das funktioniert bisher nicht wirklich", warnt Cyril Morin, Redakteur bei Eurosport Frankreich. "Dembélé ist bei PSG-Fans und zahlreichen Mbappé-Gegnern extrem beliebt. Sie wollen ihn als Stürmer sehen und den Real-Star auf dem Flügel. Wenn die drei Stars zueinander finden, könnte Frankreich nicht zu stoppen sein."
In der Vorbereitung spielte Frankreich im 4-2-3-1-System mit Mbappé vorne, dahinter Dembélé, Olise und Désiré Doué auf der linken Seite. Erfolg bei den großen Turnieren hatte das Team mit einem 4-3-3-System - in Frankreich vermuten viele eine Rückkehr dazu, um dem Team mehr Stabilität zu geben. Dann müsste einer der Stars auf die Bank ausweichen. Eine mögliche Umstellung mit Konfliktpotenzial.

Frankreich - die Stärke

Die Equipe Tricolore hat ein Team voller Stärken - die individuelle Klasse ist über jeden Zweifel erhaben. William Saliba und Dayot Upamecano könnten für sich leicht Argumente für das beste Innenverteidiger-Duo der Welt finden.
Ausnahmslos alle Spieler stehen bei Top-Klubs unter Vertrag - außer Linksverteidiger Theo Hernandez, der zu Al-Hilal wechselte.
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William Saliba und Dayot Upamecano bilden ein Weltklasse-Innenverteidiger-Duo

Fotocredit: Getty Images

Das Prunkstück ist natürlich die Offensive. Mit Olise, Dembélé und Mbappé stehen gleich drei potenzielle Weltfußballer im Kader. Einem Spieler wie Marcus Thuram dürfte nur eine Jokerrolle bleiben. Die Backups auf dem Flügel heißen Bradley Barcola und Cherki - zwei Spieler, die nur bei wenigen anderen Nationen auf der Bank sitzen würden.
Allein durch die Qualität der Einzelspieler ist Frankreich nie aus dem Spiel. Mbappé und Co. genügt ein genialer Moment um eine Partie zu entscheiden oder umzukehren. Das ist die große Stärke der Equipe Tricolore.

Frankreich - die Schwäche

Frankreich unter Deschamps stand für einen konservativen Spielstil, der aus einer soliden Defensive heraus zum Erfolg führte - die Stars vorne würden immer gut genug für eines oder mehrere Tore sein. Das stimmte in der Regel auch, sorgte aber nicht immer für den attraktivsten Fußball.
"Bei seinem letzten Turnier will Deschamps die Leute verführen", sagte Morin. Der 61-Jährige probierte sich auch in der Vorbereitung an etwas mehr "Hurra-Fußball" - mit der Folge, dass Frankreich in seinen letzten fünf Spielen kein Mal zu Null spielte.
Dass das nach hinten losgehen kann, zeigte das Nations-League-Halbfinale gegen Spanien, das nach 0:4-Rückstand mit 4:5 verloren ging. Top-Mannschaften können gegen Frankreich treffen, trotz einer Weltklasse-Verteidigung, vor allem wenn die Superstars vorne kein Interesse am Spiel gegen den Ball zeigen.

WM 2026 - Frankreich: Die Prognose

Frankreich ist offensichtlich einer der Topfavoriten und von der Papierform her der Topfavorit auf den Titel. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive besteht das Team aus absoluten Weltklasse-Spielern.
Fragezeichen stehen hinter der defensiven Einstellung - insbesondere der Superstars vorne. In der Offensive könnten zu viele Köche den Brei verderben, Deschamps muss die Ausnahmekönner unter einen Hut bringen.
Eurosport-Einschätzung: Frankreich kommt zum dritten Mal in Folge ins Finale - dort ist für Mbappé und Co. alles möglich. Ein weiterer Titel für die Equipe Tricolore nach 2018 wäre angesichts der großen Namen fast folgerichtig.
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Quelle: Perform


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