WM 2026 - Deutsche Bayern-Stars erleben Debakel, Kane, Olise, Díaz und Co. begeistern: Wie die Münchner von der WM profitieren

Während Joshua Kimmich und Co. mit Deutschland früh scheitern, liefern die Bayern-Legionäre auf der WM-Bühne ab. Harry Kane rettet England, Michael Olise verzaubert Frankreich, zudem überzeugen Luis Díaz und Innenverteidiger Dayot Upamecano als Leistungsträger. Und ganz nebenbei angeln sich die Münchner zwei WM-Coming-outs. Der Rekordmeister ist der Konkurrenz einen großen Schritt voraus.

Kimmich deutlich: "Dürfen nicht von Glück abhängig sein"

Quelle: Perform

Der FC Bayern München schickte einen der größten Blöcke zur WM 2026 - und erlebt zwei völlig unterschiedliche Turniere. Hier die DFB-"Versager" Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Leon Goretzka und Co., dort die Legionäre, die ihre Nationalmannschaften tragen und in der Heimat bisweilen als Halbgötter verehrt werden.
Allen voran Harry Kane und Michael Olise. Das englische Boulevardblatt "Daily Mail" forderte das britische Königshaus auf, Kane nach dessen Doppelpack gegen die DR Kongo den Ritterschlag zu erteilen. Passend dazu kündigte TV-Experte Thierry Henry bei "Fox Sports" an, Kane ab sofort "Sir Harry" zu nennen.
Olise ist das Herzstück der besten Offensive des Turniers, die fast schon unfair daherkommt, "weil sie einfach zu gut ist", wie Mats Hummels feststellte. Olise sieht Räume und macht Dinge, die selbst seine Mitspieler manchmal überfordern. Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps brachte es auf den Punkt: "Je öfter Michael den Ball bekommt, desto besser für uns."
Nicht weniger wertvoll sind die Auftritte von Luis Díaz. Der Kolumbianer ist in einer defensiv ausgerichteten Mannschaft der Spieler, der Linien aufbricht und Chaos erzeugt. Wie Kane und Olise wurde auch Díaz gleich am ersten WM-Spieltag als "Man of the Match" ausgezeichnet.

Bayern machen Deals mit Brown und Saibari klar

Auch Dayot Upamecano sammelt Pluspunkte. In Frankreichs Defensive präsentiert sich der Innenverteidiger stabil und zuverlässig.
Das eigentlich Spannende passiert jedoch abseits der etablierten Bayern-Stars. Während sich die nationale und internationale Konkurrenz noch sammelt, sendete der FC Bayern am Donnerstag das nächste unmissverständliche Signal, wohin die Reise in der kommenden Saison gehen soll. Die Münchner machten den Deal mit Nathaniel Brown, einem der wenigen Lichtblicke im DFB-Team, dingfest.
Am Tag zuvor hatten die Bayern den Transfer von Ismael Saibari verkündet. Der Marokkaner zeigt bei der WM, warum er als eines der spannendsten Mittelfeldprofile Europas gilt: dynamisch, torgefährlich, mutig, offensiv auf allen Positionen einsetzbar.
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Ismael Saibari schoss Marokko gegen die Niederlande ins Achtelfinale

Fotocredit: Getty Images

Hainer erklärt Bayerns Transferplan

Aus Bayern-Sicht könnte sich die Formel bei beiden Neuzugängen, die für eine Gesamtsumme von knapp 100 Millionen Euro an die Isar kommen, als ideal erweisen: jung, entwicklungsfähig und bereits auf WM-Niveau konkurrenzfähig.
"Wir haben einen sehr guten Kader, das ist überhaupt keine Frage. Deswegen geht es einfach um gezielte Verstärkungen für Offensive und Defensive", hatte FCB-Präsident Herbert Hainer der Münchner "Abendzeitung" zu den Planungen der Münchner gesagt. Dieses Vorhaben ist den Bayern bereits knapp drei Wochen vor dem Trainingsstart am 20. Juli gelungen.
Und so entsteht ein bemerkenswertes Bild: Die deutschen Bayern stehen sinnbildlich für das Scheitern des DFB, die internationalen Bayern hingegen gehören zu den Gewinnern des Turniers und die Neuzugänge - ob deutsch oder international - haben Eindruck hinterlassen.

Mit jedem WM-Tag steigen die Preise

Die Bayern haben mit Saibari und Brown ihre Schäfchen früh ins Trockene gebracht und können sich stressfrei anschauen, wie mit jedem WM-Tag die Preise für potenzielle Wechselkandidaten steigen, die dann vor allem die internationalen Großklubs bezahlen müssen.
Möglicherweise machen sie selbst Kasse im ganz großen Stil, wenn Real Madrid bei Olise nicht locker lässt. Liegt das Angebot nicht bei mindestens 200 Millionen Euro, kann sich Real-Präsident Florentino Perez jegliche Avancen sparen.
Abgesehen davon dürfte Vincent Kompany das frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft nicht ungelegen gekommen sein.
So haben Kimmich und Co. länger Urlaub und Zeit, die nächste Enttäuschung mental zu verarbeiten. Zudem kitzeln Misserfolge immer auch ein paar Prozent Leistungsfähigkeit und Gier aus den Spielern heraus.
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Kane hält Englands Traum vom WM-Titel weiter hoch

Quelle: Perform



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