WM: Deutsche Nationalmannschaft siegt gegen die Elfenbeinküste - Joker Undav wird zum Matchwinner wie einst Neuville

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der WM 2026 im traditionell wackelige zweiten Vorrundenspiel in letzter Minute 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste gewonnen und damit einen großen Schritt in Richtung Gruppensieg gemacht. Der eingewechselte Deniz Undav traf doppelt (68./90.+4). Franck Kessié hatte die Afrikaner in Führung gebracht (30.). Zudem steht das deutsche Team als Gruppensieger fest.

Amiri feiert Matchwinner Undav: "Killer vorm Tor"

Quelle: Perform

Julian Nagelsmann nahm seinen Super-Joker Deniz Undav in den Arm und zeigte sein breitestes Siegerlächeln.
Dank eines goldenen Händchens des Bundestrainers, vor allem aber dank Matchwinner Undav hat die deutsche Nationalmannschaft nach dem Raketenstart bei der WM ihre Flughöhe gehalten - und vorzeitig die K.o.-Runde erreicht. Da Curaçao kurz darauf überraschend zu einem 0:0 gegen Ecuador kam, ist auch der Gruppensieg schon sicher.
Der eingewechselte Undav drehte gegen die Elfenbeinküste in Toronto das Spiel und sicherte beim 2:1 (0:1) den nächsten Dreier. Damit ist der DFB-Elf das erstmalige Weiterkommen seit dem Triumph von 2014 nicht mehr zu nehmen.
"Siegermentalität, Teamgeist - wir hatten genau das, was man braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein", sagte Abwehrchef Jonathan Tah bei "MagentaTV": "Wir haben nicht aufgegeben, immer weitergemacht. Die Jungs von der Bank haben Energie reingebracht. Deniz muss man hervorheben, überragend!"
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Kimmich nach zweitem Sieg: "Alle Einwechslungen waren überragend"

Quelle: MagentaTV

In einem von Zweikämpfen und Umschaltmomenten mit Höchstgeschwindigkeit geprägten Spiel glich Undav (68.) zunächst die ivorische Führung von Kapitän Franck Kessié (30.) aus. Und er hatte noch nicht genug: In der Nachspielzeit (90.+4) sicherte er den elften Sieg in Serie und den Traumstart mit zwei Erfolgen - das gelang zuletzt beim "Sommermärchen" 2006 (Tor Oliver Neuville zum 1:0 gegen Polen).

WM: Schlotterbeck verletzt raus

Nach dem Kantersieg gegen Curaçao (7:1) war es der erwartete Härtetest, im Gruppenfinale am Donnerstag (22:00 Uhr im Liveticker) wartet gegen Ecuador im Endspielstadion von East Rutherford der nächste Prüfstein - das DFB-Team kann ihm gelassen entgegenblicken, die Rückkehr vor die Tore New Yorks zum Finale am 19. Juli bleibt der große Traum.
Zudem steht die Mannschaft vorzeitig als Gruppensieger fest und bestreitet ihr Sechzehntelfinale am 29. Juni in Foxborough bei Boston. Durch das 0:0 zwischen Außenseiter Curacao und Ecuador am Samstagabend (Ortszeit) kann die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Gruppe E nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.
Ob Nico Schlotterbeck auf dem Weg dahin weiter helfen kann, ist offen: Der Dortmunder musste zur Pause angeschlagen raus.
Julian Nagelsmann stellte beim Bekanntwerden der Aufstellung des Gegners etwas erstaunt fest, dass die Elfenbeinküste fünf Wechsel vorgenommen hatte und jene Spieler aufbot, die gegen Ecuador (1:0) bei Abpfiff auf dem Platz standen.
"Das ist schon eine Aufgabe in der Kabine", sagte der Bundestrainer dazu und gab seinem Team mit: "Unsere Art von Fußball auf den Platz bringen!"

Diomande macht Kimmich das Leben schwer

Beim Aufwärmprogramm klatschte er zuversichtlich zur Musik auf sein Knie. Doch seine Elf wurde nach dem ersten Abschluss durch Kai Havertz nach nur zwölf Sekunden zum Tanz gebeten.
Die Ivorer suchten ihr Heil in Kontern. Meist wurde der pfeilschnelle Leipziger Yan Diomande gesucht, der es Joshua Kimmich schwer machte.
"Mit unseren Stärken" aber, sagte der Münchner, "können wir ihnen sehr weh tun." Das zeigte er mit einem seiner berühmten Chipbälle - Havertz scheiterte per Kopf (10.).
Kurz darauf eine Schrecksekunde: Schlotterbeck knickte im Zweikampf weg und musste behandelt werden, Sportchef Rudi Völler bearbeitete nervös seinen Kaugummi - es ging weiter für den BVB-Mann, zur Pause musste er aber raus.

Deutschland jubelt - aber zählt nicht

Die vermeintliche Führung durch einen Kopfball von Aleksandar Pavlovic nach Kimmich-Flanke fand keine Anerkennung: Pavlovic hatte den Torwart gefoult. Doch wo die Trinkpause gegen Curacao half, gab es diesmal einen Bruch im deutschen Spiel. Der zuvor wenig beschäftigte Manuel Neuer, mit dem 21. Einsatz nun WM-Rekordtorwart, war kurz darauf geschlagen.
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Fußball: Aleksandar Pavlovic foult Yahia Fofana bei der WM 2026 im Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste.

Fotocredit: Getty Images

Diomande entwischte Kimmich, obwohl Nagelsmann betont hatte, der Kapitän habe es "im Kreuz", den Teenager zu verteidigen. In der Mitte klärte Nathaniel Brown stark - aber vor die Füße von Kessié. Havertz antwortete (39.), doch auch sein Tor zählte nicht: Jamal Musiala hatte gefoult.
43.036 im kleinsten WM-Stadion, darunter Eishockey-Star Leon Draisaitl im DFB-Auswärtstrikot, sahen nach dem Seitenwechsel, wie die deutsche Elf ins Schwimmen geriet. Immer wieder brachen die Ivorer in den Strafraum ein, es brannte bisweilen lichterloh.

Edel-Joker Undav sticht gleich doppelt

Die Fans forderten ihren Liebling Undav, Nagelsmann erhörte sie und brachte auch den VfB-Angreifer bei einem Dreifachwechsel (60.).
Nur acht Minuten später leitete Undav den Ausgleich ein. Der mit ihm gekommene Nadiem Amiri, dessen Familie mütterlicherseits aus Toronto stammt und mit weiteren Angehörigen auf der Tribüne saß, flankte perfekt - und Undav machte sein achtes Tor im elften Spiel.
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Fußball: Deniz Undav (Nr. 26) trifft bei der WM 2026 für Deutschland gegen die Elfenbeinküste

Fotocredit: Getty Images

Damit gab sich Nagelsmanns Team nicht zufrieden. Sie wollte, vehement angetrieben von ihrem Chef, unbedingt den zweiten Sieg. Undav (86.), Brown (89.) und Amiri (90.+1) hatten weitere Gelegenheiten. Dann avancierte Undav nach Felix Nmechas Vorarbeit zum Matchwinner.
(SID)
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Dalot: Ronaldo bringt "Ruhe und Gelassenheit"

Quelle: Perform


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