WM 2026: Deutschland schlägt Finnland, die Alternativen Undav und Karl überzeugen - der WM-Hunger steigt

Die deutsche Nationalmannschaft schlägt Finnland im WM-Test nach einer überzeugenden Leistung mit 4:0 (1:0). Für Bundestrainer Julian Nagelsmann, der in Mainz vor allem die Alternativen für das scheinbar gesetzte Personal testete, ergaben sich wertvolle Erkenntnisse. Auch, wenn die Ersatzleute überzeugten - die Stammelf wird bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko anders aussehen.

Nagelsmann über Undav: "Da lag ein Tor in der Luft"

Quelle: Perform

Beim Abschieds-Grillen mit 800 Fans am Frankfurter DFB-Campus bekam Julian Nagelsmann noch mehr WM-Hunger, wer im Turniernotfall die Kohlen aus dem Feuer holen kann, hatte der Bundestrainer aber schon am Vorabend erfahren.
Im Alternativen-Test gegen Finnland drängten sich Matchwinner Deniz Undav und Jungstar Lennart Karl auf, auch Felix Nmecha und Nathaniel Brown nutzten ihre Chance auf echte Teilhabe am "American Dream". So, sagte Nagelsmann zufrieden, "können wir weitermachen" - auch wenn seine Traumelf für die Mission fünfter Stern anders aussehen wird.
Trotz des überzeugenden 4:0 (1:0) von Mainz sehnt der Bundestrainer die Heilung der "Wade der Nation" von Manuel Neuer ebenso herbei wie die Ankunft des traurigen Champions-League-Finalhelden Kai Havertz.
In den Flieger in die USA steigt er am Dienstag aber mit der Gewissheit, dass der viermalige Weltmeister vor dem erhofften Raketenstart zum Titel am 14. Juni in Houston gegen Curaçao "keine große Baustellen" mehr habe.
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Nagelsmann schwärmt von Karl: "Bringt alles mit"

Quelle: Eurosport

Undav trifft doppelt - und ist zu Scherzen aufgelegt

Sondern ein paar zusätzliche Handwerksmeister und Star-Architekten, die ihren Wert zwei Wochen vor dem Ernstfall noch einmal unterstrichen. Allen voran Doppelpacker Undav. "Deniz war sehr gefährlich in der Box", lobte Nagelsmann den Stuttgarter, bei dem nach dem zweiten Treffer die "untere Arschbacke" zwickte.
Ein längerer Ausfall aber sei nicht zu befürchten, Undav drängt ins Team - doch der Bundestrainer machte keinen Hehl daraus, dass an Havertz kein Vorbeikommen ist. "Wir brauchen Kai", betonte er.
Auch Shootingstar Karl? Nagelsmann schwärmte vom unbekümmerten "Straßenkicker" aus München, der sich "nix scheißt", wie Karl seine Stärke herrlich frech umschrieb: "Er wird für uns sehr wertvoll sein." Im selben Atemzug lobte der Bundestrainer aber auch den für den Teenager eingewechselten Leroy Sané ("unfassbare Dynamik").
Die rechte Offensivseite ist demnach neben jener links hinten, wo Brown sich als echte Alternative zu David Raum erwies, eine der wenigen umkämpften Positionen.
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Deniz Undav wurde bei Deutschlands WM-Test gegen Finnland vom Platz genommen

Fotocredit: Getty Images

Nmecha für Nagelsmann "Weltklasse"

In seinem "Herzstück" im Mittelfeld scheint Nagelsmann mit Felix Nmecha, den er in den Stand der "Weltklasse" erhoben hatte, die ideale Ergänzung zu Aleksandar Pavlovic gefunden zu haben. Auch hier bedachte der Chef die Konkurrenz mit warmen Worten, auf dass sich keiner aus der großen DFB-Familie ausgeschlossen fühle.
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Deniz Undav, Felix Nmecha und Florian Wirtz jubeln über Deutschlands Testspiel-Sieg vor der WM 2026 gegen Finnland

Fotocredit: Getty Images

Die wuchs am Spielabend mit dem Besuch von Frauen, Kindern, Freunden und Verwandten ebenso enger zusammen wie beim Campus-Barbecue. Dort bestritten jene Stars, die am Vorabend nicht oder nur wenig gespielt hatten, gegen Finnland das nächste kleine Vorbereitungsspiel. Nagelsmann sprach von einem "wichtigen Test, um allen Spielrhythmus zu geben".
Dieser sei wie körperliche Fitness entscheidend, um beim XXL-Turnier Widrigkeiten wie der großen Hitze zu trotzen. Bei Jamal Musiala, der nach über 14 Monaten sein DFB-Comeback gab, ist da noch immer Luft nach oben. Nagelsmann war fürs Erste zufrieden damit, dass er im "Wusiala"-Zusammenspiel mit Florian Wirtz seine Klasse zumindest aufblitzen ließ und beide Zauberfüße trafen.

Nagelsmann moniert "zu viel Lust"

Der Angriff habe "alles, was eine deutsche Mannschaft braucht, um weit im Turnier zu kommen", sagte Rio-Weltmeister Per Mertesacker. Mitunter, monierte Nagelsmann, sei es ihm aber "zu viel Lust" aufs Toreschießen.
Bei all der ungebremsten Gier gingen bisweilen Geduld und Struktur verloren. Die Lösung? "Das Vertrauen" in die eigenen, herausragenden Fähigkeiten müsse "weiter wachsen".
Ab Dienstag in Chicago, wo Nagelsmann nach dem achten Sieg im achten Spiel die Dinge weiter "einschleifen" will, "die wir seit drei Jahren machen".
Bei der Generalprobe gegen die USA am 6. Juni werde es "wichtig sein, dass wir an die Art und Weise anknüpfen", sagte Kapitän Joshua Kimmich, "dann sind wir gut präpariert fürs Turnier".
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(SID)
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Kimmich voller Vorfreude: "Das Größte, was es gibt!"

Quelle: SNTV


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