WM - Gianni Infantino verteidigt ungeliebte Trinkpausen während der Spiele: "Die FIFA verdient damit keinen Dollar"
VonThomas Gaber
Publiziert 24/06/2026 um 00:39 GMT+2 Uhr
Sie sind ein Ärgernis für Spieler, Trainer und Zuschauer: die Trinkpausen während der Spiele der WM 2026. Jeweils etwa zur Hälfte der beiden Halbzeiten unterbrechen die Schiedsrichter auf Anweisung des Internationalen Fußballverbands FIFA das Spiel für die sogenannte "Hydration Break". FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt die Maßnahme und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geschäftemacherei.
Infantino verteidigt Trinkpausen: "FIFA verdient keinen Dollar mehr dadurch!"
Quelle: SNTV
"Zuallererst möchte ich festhalten, dass wir in jedem der 104 Spiele die Trinkpause machen, um die Chancengleichheit für alle 48 Mannschaften zu garantieren. Es wäre nicht fair, es nur bei Spielen mit hohen Temperaturen zu tun", sagte Infantino.
Die Belastung sei mit bis zu acht Spielen in 39 Tagen hoch, daher habe man die Pausen eingeführt.
Dies sei ausschließlich geschehen, um allen Team die gleichen Voraussetzungen zu geben, ein erfolgreiches Turnier zu spielen.
"Wir haben das nur aus sportlichen Gesichtspunkten getan. Die FIFA verdient an den Trinkpausen keinen Cent, weil wir alle Verträge schon vor der Einführung abgeschlossen haben", versicherte Infantino und trat somit dem Vorwurf von Medien und Experten aus der ganzen Welt entgegen, die FIFA generiere mit den Pausen zusätzliche Werbeeinnahmen. Diese sind, so suggeriert der Schweizer, den TV-Anstalten vorbehalten.
Infantino rechtfertigt Ticketpreise
Zudem äußerte sich Infantino zu den hohen Ticketpreisen bei der Weltmeisterschaft und rechtfertigte natürlich auch diese.
"Die Stadien sind voll und außerdem investiert die FIFA den Großteil der Einnahmen aus dem Ticketverkauf direkt wieder in den Fußball.
"Länder wie Kap Verde oder Curaçao hätten ohne das reinvestierte Geld keine Möglichkeit, sich so zu entwickeln, dass sie an einer Weltmeisterschaft teilnehmen können", sagte Infantino.
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