WM - Lionel Messi steht mit Argentinien erneut im Finale: Schritt zur ultimativen Krönung von "König Leo" steht bevor

Lionel Messi und seine Argentinier sind bei der WM nicht totzukriegen. Im Finale gegen Spanien kann sich der Superstar endgültig unsterblich machen. Die Albiceleste kämpfte sich nach Rückstand gegen England zurück. Enzo Fernández und Lautaro Martínez drehten die Partie mit ihren Treffern, entscheidender Spieler war jedoch erneut Messi. Der Superstar bereitete beide Tore mit seinen Flanken vor.

Messi nach Finaleinzug sprachlos: "Das ist der Wahnsinn"

Quelle: Perform

Nach dem "Sieg für die Ewigkeit" thronte Lionel Messi auf den Schultern von Enzo Fernández. Argentiniens Comeback-Könige feierten den Finaleinzug und ihren Volkshelden, der mit zwei Vorlagen den unfassbaren Schlussspurt des von unbändigem Willen getriebenen Titelverteidigers geprägt hatte - und danach mit geballten Fäusten immer wieder seine Freude herausgeschrien hatte. Auch weit nach dem Happy End sangen und tanzten die WM-Finalisten noch immer auf dem Rasen von Atlanta vor ihren Fans.
"Unglaublich", sagte Messi, dessen Freude nach dem epischen 2:1 (0:0)-Triumph gegen England so emotional wie selten ausfiel: "Das sind besondere Gefühle. Ich glaube, die Mannschaft hat das gespürt. Es war ein Spiel, das alle Argentinier unbedingt gewinnen wollten – und wir auch. Jetzt stehen wir wieder im Finale. Das zweite in Folge. Natürlich bin ich überglücklich."
Doch "König Leo", der gegen England die späten Treffer von Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90.+2) mustergültig vorbereitete, ist noch nicht bereit abzutreten, am Sonntag (21:00 Uhr im Liveticker) schreitet er zur ultimativen Krönung. Im Endspiel gegen Europameister Spanien vor den Toren New Yorks will Messi seine Regentschaft mit dem zweiten WM-Pokal vollenden.
"Es ist Wahnsinn, in zwei aufeinanderfolgenden Finals zu spielen. Es wird ein sehr besonderes Spiel zwischen zwei fantastischen Mannschaften", sagte der achtmalige Weltfußballer. Besonders für ihn auch deshalb, weil er viele Jahre seiner Karriere in Spanien verbracht hat und einen spanischen Pass besitzt.

Lionel Messi vor zweiter Krönung im WM-Finale

Im Alter von 13 Jahren zog er mit seiner Familie nach Barcelona und verbrachte dort zwei Jahrzehnte, ehe er den Verein 2021 in Richtung Paris verließ und später nach Miami wechselte. Für sein 34. WM-Spiel erwartet Messi ein "sehr ausgeglichenes" Duell.
Der 39-jährige Messi hier, der nicht einmal halb so alte Lamine Yamal da: Der finale WM-Akt wird auch zum Aufeinandertreffen der beiden größten Stars zweier Generationen. Natürlich kursierte in den Sozialen Netzwerken am Donnerstag das ikonische Foto, aufgenommen im Dezember 2007, auf dem Messi als damals 20-Jähriger vor einer Babywanne kniet und den fünf Monate alten Säugling Yamal für ein Fotoshooting badet. Wie früher Messi spielt auch Yamal inzwischen seit vielen Jahren für Barca.
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Lionel Messi feiert den Einzug ins WM-Finale

Fotocredit: Getty Images

In der Gegenwart prasselten am Donnerstag die Lobeshymnen von allen Seiten auf Messi ein. "MaraMessi", huldigte etwa Argentiniens führende Sportzeitung Olé dem Mann mit der Nummer zehn nach dessen England-Gala: "Leo spielte wie Diego, feierte seinen ersten Sieg gegen England und schreibt weiterhin Geschichte." La Nacíon sah einen "Sieg für die Ewigkeit". Dabei kann die Albiceleste am Sonntag noch einen draufsetzen und zur ersten Mannschaft seit Brasilien 1962 mit dem legendären Pelé werden, die ihren Titel erfolgreich verteidigt. Ein Kunststück, das nicht einmal Diego Maradona gelang.
Für Messi ist diese WM schon jetzt ein Triumph über die Zweifler. Während Cristiano Ronaldo längst im Urlaub weilt und Kylian Mbappé und Harry Kane sich am Samstag im Platzierungsspiel um den Trostpreis streiten, greift der ewig junge Spielmacher erneut nach den Sternen. Bei seiner sechsten (!) WM hat Messi die perfekte Antwort auf die bohrenden Fragen seiner Kritiker vor dem Turnier gegeben.
Acht Tore erzielte Messi in den bislang sieben Spielen in Nordamerika und schraubte seine WM-Ausbeute auf 21. Vier weitere Treffer bereitete er vor. Als die Himmelblauen im Halbfinale mal wieder zurücklagen, drehten Messi und seine Comeback-Könige auf - und mit ihren Turniertoren elf und zwölf in der Crunchtime ab der 75. Minute das Spiel.
"Ich bin sprachlos", sagte Trainer Lionel Scaloni mit Tränen in den Augen: "Diese Gruppe überrascht mich immer wieder aufs Neue. Wir sind einzigartig, das ist keine Arroganz." Auf der Tribüne weinte Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo, am berühmten Obelisken in der Hauptstadt Buenos Aires herrschte Ausnahmezustand.
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(SID)
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Quelle: MagentaTV


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