WM: Norwegen dank Siegtreffer von Erling Haaland erstmals seit 1998 im Achtelfinale - Duell mit Rekordsieger Brasilien

Norwegen gelingt beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste ein Meilenstein seiner WM-Historie. Natürlich hatte daran Erling Haaland einen entscheidenden Anteil. Der nach Trainer Stale Solbakken "beste Torjäger der Welt" hatte mit seinem Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste für den ersten Achselfinaleinzug Norwegens seit 1998 gesorgt. Dort wartet nun Rekordweltmeister Brasilien auf die Skandinavier.

Nusa genießt den Achtelfinal-Einzug: "Einer der größten Momente"

Quelle: Perform

Der eiskalte "Super-Wikinger" Erling Haaland mutierte zum coolen Cowboy. In Badeschlappen relaxte der Starstürmer nach Norwegens historischem WM-Erfolg mit seinen Liebsten gerade auf der Tribüne, da küsste er seine Freundin Isabel Haugseng Johansen und setzte sich schelmisch grinsend ihren texas-typischen Stetson auf.
Haaland, Norwegens einmaliges Tor-Phänomen, hatte im Dallas Stadium zuvor mehr als nur seine Familie begeistert.
Sein später Siegtreffer (86.) beim 2:1 (1:0) gegen den deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste bescherte Norwegen die erste WM-Achtelfinalteilnahme seit 1998. Mehr noch: Haalands 60. Länderspieltreffer im 53. Länderspiel und das Traumtor des Leipzig-Legionärs Antonio Nusa (39.) sorgten für den überhaupt ersten Sieg der Skandinavier in der K.o.-Runde einer WM.
Nun kommt es zum Duell mit Rekord-Weltmeister Brasilien.

Haaland: "Wird Norwegen für immer verändern"

"Es ist etwas Großes, es ist verrückt. Es ist schön zu sehen, dass das für ganz Norwegen so viel bedeutet. Ich glaube, das wird Norwegen für immer verändern", frohlockte Haaland am Mikro des Senders "TV2".
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Erling Haaland führt Norwegen ins Achtelfinale der WM

Fotocredit: Getty Images

Nicht weniger begeistert war er bei den Kollegen von "NRK": "Wenn ich nicht hier wäre und nicht gespielt hätte, wäre ich trotzdem hier gewesen, um das Spiel zu sehen. Und wenn das nicht möglich gewesen wäre, wäre ich auf den Straßen Oslos gewesen. Man muss diesen Moment einfach genießen. Das hier ist Geschichte."
Der fünfte Turniertreffer des 25-Jährigen, der lange wenig Bindung zum Spiel hatte, im entscheidenden Moment aber goldrichtig stand, hatte die Euphorie maßgeblich befeuert.
Norwegen, das kleine Land der Langläufer, Biathleten und Skispringer, nimmt es bei der Fußball-WM mit den Größten auf - weil vorne der derzeit vielleicht allergrößte spielt und trifft. "Er ist der beste Torjäger der Welt, daran besteht überhaupt kein Zweifel", sagte Trainer Stale Solbakken: "Er ist einfach außergewöhnlich."

Haaland mit unglaublicher Serie

Weil Haaland verlässlich trifft, ist er unersetzlich. Auf der Bank sitzt er nur, wenn er wie im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich (1:4) geschont wird. Getroffen hat er nun in seinen letzten 13 Pflichtspielen für Norwegen.
Sein Wert für die Mannschaft bemisst sich aber nicht nur an Toren. "Er bringt Ruhe und eine unglaubliche Abgeklärtheit in die Mannschaft. So einen Spieler zu haben, gibt dem Team Sicherheit", sagte Solbakken: "Ich würde ihn gegen keinen anderen Spieler eintauschen."
Auszahlen sollen sich Haalands Qualitäten auch am kommenden Sonntag (22:00 Uhr im Liveticker) in East Rutherford gegen die Brasilianer. Verstecken müssen sich die Wikinger, die in Dallas nach dem Schlusspfiff wieder zum "Ruuh!" der Fans ruderten, nicht. 
Keines der bislang vier Duelle mit der Seleção hat Norwegen verloren. Zuletzt besiegte man den fünfmaligen Champion bei der WM vor 28 Jahren in Frankreich mit 2:1 in der Vorrunde. Solbakken saß damals als Spieler auf der Bank.

Haaland vor Duell mit Brasilien: "Chancen sehr gering"

Haaland stapelte vorsichtshalber dennoch tief. "Sehr gering", antwortete Haaland auf die Frage, wie groß die Chancen auf einen Sieg gegen den Rekordweltmeister seien. Und warum? "Weil Brasilien der große Favorit ist!"
Nusa, am Dienstag der zweite Matchwinner, war da optimistischer und etwas forscher: "Wir sind aus gutem Grund hier. Weil wir gewonnen haben und eine gute Mannschaft sind. Alles kann passieren. Es ist nur ein Spiel."
(SID)
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Yamal: "Pfiffe gehören dazu"

Quelle: Perform


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