WM: Stimmen und Reaktionen zur deutschen Blamage gegen Paraguay - Kimmich: "Schuld waren einzig und allein wir"

Deutschland erlebt bei der WM 2026 nächste Desaster. Nach dem 4:5 nach Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale gegen Paraguay dürfte Bundestrainer Julian Nagelsmann kaum mehr zu halten sein - da helfen auch Beteuerungen der Spieler wie von Joshua Kimmich, sie allein seien dafür verantwortlich, nichts. Die Stimmen und Reaktionen zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft.

Tah verweigert Schiri-Diskussion: "Bringt nichts"

Quelle: Perform

Julian Nagelsmann saß fassungslos auf seiner Trainerbank und drehte mit leerem Blick an seinem Ehering, seine Verbindung zum Deutschen Fußball-Bund ist nach dem nächsten blamablen WM-Aus nur noch mit viel Fantasie zu retten. Selbst sein ewiger Bodyguard Rudi Völler nahm den Bundestrainer nach dem Elfmeter-Drama gegen Paraguay (3:4) nur noch halbherzig in den Arm und klopfte ihm zerknirscht auf die linke Schulter. War's das?
"Eigentlich nix", sagte Nagelsmann auf die Frage, was ihm auf der Bank durch den Kopf gegangen sei, "wenn du in einem Turnier ausscheidest, das sind ja immer einschneidende Erlebnisse. Es tut den Fans genauso weh wie uns, das macht kein Trainer mit Absicht." Seine Zukunft habe er nicht in der eigenen Hand, ergänzte er und betonte: "Ich stehe bereit, wenn der DFB das möchte. Wenn nicht, muss man mir das sagen."
Eine Titel-Ansage wie nach dem bitteren Aus im Viertelfinale der Heim-EM 2024 verkniff er sich. "Sonst habe ich wieder zwei Jahre Stress", sagte Nagelsmann.
Die Stimmen zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft.
Julian Nagelsmann (Bundestrainer): "Die Enttäuschung ist extrem groß, weil ich finde, dass wir echt eine sehr homogene Mannschaft haben. Es hat sich nicht abgezeichnet, dass wir heute ausscheiden. Es wäre mehr möglich gewesen. Wir hätten uns schon gerne mit Frankreich duelliert."
(Zu seiner Zukunft) "Ich stehe bereit, wenn man das möchte, und wenn man mich nicht möchte, muss man mir das sagen. Ich bin keiner, der wegläuft. Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand. Wenn der DFB es möchte, dann bereite ich die Europameisterschaft vor und die Nations League."
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Nagelsmann: "Wenn der DFB will, mache ich weiter"

Quelle: Perform

Rudi Völler (DFB-Sportdirektor): "Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, es war auch mehr drin. Wir waren optimistisch, hatten einen tollen Teamgeist. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Tut weh. Mir fehlen ein bisschen die Worte jetzt. Wenn man die letzten drei Weltmeisterschaften nimmt, das ist für ein Fußball-Land wie Deutschland schwer zu ertragen. Ich will Julian nicht in Schutz nehmen, das braucht er gar nicht. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, aber ich bin nicht der DFB alleine und habe das nicht alleine zu entscheiden. Aber ich finde, er ist die richtige Person am richtigen Ort und ein absoluter Toptrainer."
Joshua Kimmich (Kapitän): "Ich kenne Deutschland als Kind vor dem Fernseher, da war immer Halbfinale, Finale. Natürlich will man das auch den Kindern und den Menschen und der jetzigen Generation geben. Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade, gerade in einer Zeit, wo es uns extrem guttut und wir in Deutschland etwas haben, worauf wir stolz sein können. Die Nationalmannschaft ist es momentan leider nicht und dafür tragen wir alle Verantwortung. Dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen, da darf sich jetzt auch keiner rausnehmen, sondern dafür müssen wir gerade stehen, weil wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter, auch nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir. (...) Ich werde niemals aufgeben."
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Kimmich deutlich: "Dürfen nicht von Glück abhängig sein"

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Manuel Neuer: "Der Trainer hat ein paar Worte an uns gerichtet, aber ansonsten war es sehr still. Jeder ist enttäuscht und traurig über das Ausscheiden, aber wir hatten einfach nicht diesen Punch, um das Spiel heute für uns zu entscheiden – und auch nicht das Quäntchen Glück. Es waren zu wenige Torchancen, die wir uns herausgespielt haben. Paraguay hat auch nicht wirklich versucht, uns zu pressen. Sie haben sich hinten reingestellt und wir hatten nicht die Mittel und auch nicht die Durchschlagskraft, um uns die Möglichkeiten zu erspielen. (...) Ich habe alles gegeben."
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Fußball: Manuel Neuer im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Deutschland und Paraguay

Fotocredit: Getty Images

Kai Havertz: "Mir fehlen noch ein bisschen die Worte, das ist jetzt meine zweite WM, das zweite Mal reingeschissen, ich kann mich nur entschuldigen, jeder ist enttäuscht kein schönes Gefühl. Paraguay hat tief verteidigt, da war es schwer Chancen zu kreieren. Aber eigentlich hat nicht viel gepasst. Wenn man, bei allem Respekt, gegen Paraguay ausscheidet, dann hat man es auch nicht verdient. Irgendwas hat uns immer gefehlt, wir Spieler müssen uns an die eigene Nase fassen."
Jürgen Klopp ("MagentaTV"-Experte): "Es gab nur ein Ziel, einen Traum, der ist geplatzt. Es war dramatisch. Es gibt 500.000 Wege, ein Fußballspiel zu gewinnen. Du musst nur einen finden. Jeder im Stadion hat gedacht: Jetzt drehen sie es! Haben wir aber nicht. Wir haben sie vom Haken gelassen."
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Klopp beantwortet Bundestrainer-Frage: "Das Unangenehmste"

Quelle: MagentaTV

Mats Hummels ("MagentaTV"-Experte): "Auf Verantwortlichen-Seite schreit es nach Konsequenzen. Das muss Thema sein sowohl vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband. Zumindest Gespräche darüber muss es geben. Dafür ist Fußball zu sehr Leistungssport. Ich kann mir bei den Spielern auch vorstellen, dass einige von sich aus zurücktreten werden."
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WM-K.o. gegen Paraguay: Hummels fordert Konsequenzen

Quelle: MagentaTV

Christian Streich ("ZDF"-Experte): "Elfmeterschießen ist kein Glück, dagegen habe ich mich immer gewehrt. Es geht bis zur letzten Entscheidung. Dass Deutschland Weltmeister wird, war von Anfang an außerhalb der Möglichkeit, weil es nicht in Topverfassung war. Aber wie Deutschland heute gespielt hat - wir hatten so viele Räume und haben sie liegen lassen. Der Trainer muss sich hinterfragen - und die Spieler. Was ich von einigen gesehen habe, war nicht genug. Vom Trainer auch nicht."
Christoph Kramer ("ZDF"-Experte): "Dass wir uns über eine Schiri-Entscheidung aufregen, dazu darf es niemals kommen. Es war in allen Teilen einfach zu wenig, um ein WM-Spiel, in dem es um alles geht, so zu gestalten, dass es nur einen Sieger geben kann. Am Ende ist der Trainer immer der, der es lenkt. Er muss sich hinterfragen."
Per Mertesacker ("ZDF"-Experte): "Vor zwei Jahren wurde noch geflachst, dass wir zwei Jahre warten müssen, bis wir Weltmeister werden. Die Aussage können wir auch total vergessen. Wir müssen uns einiges wieder hart erarbeiten. Die, die es noch nicht kapiert haben: Wir haben gegen die schwächste Mannschaft der Vorrunde gespielt. Die große Fußballnation Deutschland muss sich umschauen. Es werden sich viele Menschen hinterfragen müssen, ob das der Anspruch des deutschen Fußballs ist."
(SID)
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Deschamps schwärmt von Kapitän Mbappé

Quelle: Perform


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