Tiger Woods schließt "Vollzeit"-Rückkehr auf die PGA-Tour aus

Golf-Superstar Tiger Woods hat eine "Vollzeit"-Rückkehr auf den Platz ausgeschlossen. Er sei bezüglich seines Comebacks zwar zuversichtlich, werde künftig aber wohl nur noch bei ausgesuchten Turnieren starten, sagte der 15-malige Majorsieger dem Magazin Golf Digest. Der 45-Jährige arbeitet neun Monate nach seinem schweren Autounfall an seiner Rückkehr.

Tiger Woods

Fotocredit: Getty Images

Tiger Woods ist froh. Froh, dass er nach seinem schlimmen Autounfall noch beide Beine hat. Froh, dass er nach all den Qualen, all den Strapazen und all den Operationen wieder Golf spielen wird, sogar bei Turnieren. Klar ist aber auch: Den alten Tiger wird die Welt nicht mehr sehen. Woods geht in Teilzeit. Mehr lässt sein Körper einfach nicht zu.
"Ich denke, dass es realistisch ist, eines Tages wieder auf der Tour zu spielen - aber nie Vollzeit, sondern einige ausgesuchte Events im Jahr", sagte Woods dem Magazin Golf Digest: "Das ist eine bedauerliche Realität, aber es ist meine Realität. Und ich verstehe das, ich akzeptiere das."
Woods betrieb auf seinem Weg zum Golfthron Raubbau an seinem Körper, mehrfach musste er am Rücken und den Knien operiert werden. Nachdem sich der 45-Jährige den Rücken versteifen ließ, feierte er 2019 mit seinem 15. Major-Triumph ein grandioses Comeback. Nach dem heftigen Unfall mit seinem Geländewagen am 23. Februar fehlen ihm nun Kraft und Antrieb, um es noch einmal an die Spitze zu schaffen.
"Nach meiner Rückenverletzung musste ich noch einmal den Mount Everest besteigen. Ich musste es tun, und ich habe es getan", sagte Woods: "Diesmal glaube ich nicht, dass ich den Körper habe, um den Mount Everest zu besteigen, und das ist okay." Und: "Ich muss nicht gegen die besten Spieler der Welt antreten und spielen, um ein großartiges Leben zu führen."

Woods schrammt an Amputation vorbei

Woods genießt auch so sein Leben wieder, ohne wie früher die Nummer eins der Golfwelt zu sein. Vor kurzem war ein Foto mit seinem Sohn Charlie auf dem Golfplatz aufgetaucht. Dieses Glück schien fast undenkbar, nachdem Woods Anfang des Jahres mit seinem Auto von der Straße abgekommen war, sich mehrfach überschlagen hatte und gegen einen Baum geprallt war.
Beinahe hätte ein Bein amputiert werden müssen. Es habe einen Zeitpunkt gegeben, an dem es "verdammt nahe dran" gewesen sei, dass er "das Krankenhaus mit einem Bein verlassen" hätte, sagte Woods.
Für viele Fans ist Woods der Beste der Geschichte, nun arbeitet er täglich daran, überhaupt wieder Golf spielen zu können. Der Superathlet von einst muss dabei aufpassen, dass er es "nicht übertreibt". Denn: "Wenn ich ins Fitnessstudio gehe und die Endorphine in Wallung kommen, will ich natürlich loslegen, loslegen, loslegen."
Den alten Tiger aber gibt es nicht mehr. "Ich glaube nicht, dass es realistisch ist, den Berg wieder zu besteigen und ganz nach oben zu kommen", sagte Woods.
(SID)
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Aerial footage of Tiger Woods crash site released

Quelle: Eurosport

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