Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat durch den 36:27 (22:12)-Sieg im zweiten Spiel des Olympia-Qualifikationsturniers gegen Slowenien einen großen Schritt Richtung Tokio gemacht. Dank einer starken Abwehr, aus der ein überzeugendes Tempospiel resultierte, konnte das DHB-Team schon in der ersten Halbzeit einen deutlichen Vorsprung herausspielen. Der geriet auch durch leichtere Konzentrationsschwächen Mitte der zweiten Halbzeit nie in Gefahr.
Die deutsche Mannschaft ging von Beginn an ein sehr hohes Tempo und eroberte früh eine Zwei-Tore-Führung. Andreas Wolff hielt den ersten Wurf von Slowenien, Steffen Weinhold zog im Angriff gleich in den ersten vier Minuten zwei Zeitstrafen.
Trotzdem blieb die Partie in der Anfangsphase ausgeglichen – auch Slowenien schloss die Angriffe schnell ab, anfangs funktionierte das Zusammenspiel zwischen Rückraumspieler Miha Zarabec und Kreisläufer Blaz Blagotinsek sehr gut. In der 9. Spielminute erzielte Blaz Janc das 5:4 – die einzige Führung Sloweniens im ganzen Spiel.
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Danach erhöhte das deutsche Team das Tempo noch einmal und warf drei schnelle Tore in Folge. Durch die zwei Treffer von Julius Kühn (10.) und das Tor von Marcel Schiller (10.) gingen die Deutschen wieder in Führung. Ab diesem Zeitpunkt war das DHB-Team dem Gegner in allen Belangen überlegen. In der Abwehr spielte das Team sehr beweglich und aggressiv in den Zweikämpfen, die eroberten Bälle wurden über Tempogegenstöße in einfache Tore umgewandelt.

Bundestrainer Alfred Gislason: "Das Duo Pekeler/Golla war großartig"

"Das Duo Hendrik Pekeler/Johannes Golla war großartig", sagte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem Spiel im "ZDF"-Interview. "So konnten wir viel mehr Druck nach vorne gehen, das war ein Riesenplus."
So erhöhte Deutschland die Führung bis zur Pause sukzessive. Weinhold traf zum 11:6 (15.), Schiller zum 17:9 (22.) und Pekeler stellte mit seinem Tor vom Kreis nach starkem Zuspiel von Rückraumspieler Kai Häfner zum 20:10 den ersten Zehn-Tore-Vorsprung her. Diesen gab das DHB-Team nicht mehr her, zur Pause führte Deutschland mit 22:12.
In der zweiten Halbzeit hielt die Mannschaft auch dank einer sehr guten Leistung von Torhüter Andreas Wolff das Tempo hoch. Golla erzielte den Treffer zum 28:17 nach einem starken Bodenpass von Häfner (39.). Nach dem Tor von Sebastian Heymann zum 31:19 (45.) verlor das deutsche Team aber etwas die Konzentration und wegen einiger Wechsel auch die spielerische Linie.

DHB-Auswahl lässt zwischenzeitlich slowenischen 5:0-Lauf zu

Die Folge: Rund fünf Minuten erzielte das DHB-Team keinen Treffer und Slowenien konnte durch einen 5:0-Lauf den Rückstand etwas verkürzen. Gislason nahm eine Auszeit. "In dieser Phase haben wir aufgehört, weiterzuspielen, was wir vorher gemacht haben", sagte der Bundestrainer nach dem Spiel am "ZDF"-Mikrofon.
In den letzten Minuten steigerte sich seine Mannschaft wieder und brachte den deutlichen Sieg ins Ziel. Gislason verspürte nach dem 36:27-Erfolg "große Erleichterung", für Julius Kühn waren "das Tempospiel nach vorne" und "zwei gute Torhüter hinter einer starken Abwehr" der Schlüssel zum Erfolg.
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