Frauen-EM 2024: Deutsche Handballerinnen vor dem Duell mit Dänemark fokussiert - der Traum von der Medaille lebt

Der Auftakt in die Hauptrunde ist mit dem 36:27 gegen die Schweiz gelungen, jetzt wartet aber ein deutlich schwererer Brocken auf die DHB-Frauen. Dänemark gewann in diesem Jahr beide direkten Duell gegen die deutsche Auswahl und steht nach der Niederlage gegen Olympiasieger Norwegen unter Druck - genau wie bei Deutschland lautet die einfache Rechnung: Drei Siege aus drei Spielen sind Pflicht.

Emily Bölk und das deutsche Team sind gegen Dänemark gefordert.

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Selbst an Nikolaus kannte Markus Gaugisch kein Pardon, nach einer Verschnaufpause in einem der urigen Wiener Kaffeehäuser stand dem Bundestrainer vor dem EM-Showdown von Deutschlands Handballerinnen gegen Dänemark nicht der Sinn.
"Wir sind hier, um zu arbeiten und nicht um Freizeit zu haben", sagte Gaugisch und stürzte sich lieber in die Vorbereitung des wegweisenden "Knallerspiels" am Samstag (18.00 Uhr im Livescoring).
Drei Spiele, drei Siege - die Halbfinal-Rechnung des deutschen Teams ist einfach. Doch die nächsten Hürden auf dem Weg zum Medaillentraum könnten höher kaum sein.
Wenn es mit dem Sprung in die K.o.-Runde tatsächlich noch etwas werden soll, muss zunächst gegen den dänischen WM-Dritten zwingend gewonnen werden. "Wenn wir einen guten Tag erwischen, sind wir auf dem Level", meinte Kapitänin Emily Bölk voller Selbstvertrauen.

Traum von der Medaille lebt

Mit der Aussicht aufs Halbfinale, das ist nicht nur bei Bölk deutlich zu spüren, ist im deutschen Lager die Angriffslust zurückgekehrt.
Die Spielerinnen schöpfen neuen Mut aus dem souveränen 36:27 zum Hauptrundenauftakt gegen die Schweiz - sie glauben wieder an das "Wunder von Wien". Den Traum von der Medaille, versicherte Rückraumspielerin Xenia Smits, "gibt es natürlich".
Wie Deutschland stehen auch die Däninnen nach dem 24:27 am späten Donnerstagabend gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Norwegen schon unter Druck. Vor dem Aufeinandertreffen in der Wiener Stadthalle haben beide Teams 2:2 Punkte auf dem Konto.
Auf Halbfinalkurs liegen momentan die Niederlande und Norwegen (beide 4:0 Zähler). Die Skandinavierinnen sind übernächster deutscher Gegner am Montag (18.00 Uhr im Livescoring), ehe es zum Hauptrunden-Abschluss am Mittwoch (15.30 Uhr im Livescoring) noch gegen Slowenien geht.

Klarer Plan gegen Dänemark

Der Fokus liegt zunächst aber auf Samstag. Dänemark sei eine "Weltklasse-Mannschaft", betont Gaugisch. Die zwei bisherigen Duelle in diesem Jahr verlor die DHB-Auswahl: bei Olympia im Sommer knapp (27:28), bei der Golden League im Oktober deutlich (19:34).
"Wir brauchen einfach eine top, top, top Leistung", so Gaugisch. Und selbst dann sei es "nicht gesagt, dass wir so ein Spiel gewinnen. Deshalb lassen wir die Kirche im Dorf und versuchen alles."
Markus Gaugisch hat großen Respekt vor dem dänischen Team.

Markus Gaugisch hat großen Respekt vor dem dänischen Team.

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Ein Schlüssel zum Sieg ist die Abwehr mit einer guten Torhüterleistung. Gegen die Schweiz gelangen dem deutschen Team starke 13 Gegenstoßtore. Hinten könne man "noch was draufsatteln", sagte Gaugisch.
Und auch Bölk ist sich sicher: "Wenn wir den Rückzug gescheit hinbekommen, können wir hinten ein richtiges Bollwerk anrühren mit unseren Goalies hinten dran." Dies könne "Vertrauen und Sicherheit" für den Angriff geben.

Entspannung im Kaffeehaus

Sie und ihre Mitspielerinnen hatten neben dem abendlichen Training keine konkreten Pläne für den Nikolaustag. "Wenn wir mal eine freie Minute haben", sagte Smits mit einem Grinsen, "werden wir aber sicher noch ein Käffchen schlürfen gehen".
(SID)
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Quelle: Eurosport


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