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Olympische Spiele 2024: Deutsche Handball-Frauen unterliegen zum Auftakt Südkorea - Enttäuschung bei Olympia-Comeback
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Update 25/07/2024 um 22:46 GMT+2 Uhr
Dämpfer zum Auftakt: Deutschlands Handballerinnen haben bei ihrem lang ersehnten Olympia-Comeback 16 Jahre nach der bis dato letzten Olympia-Teilnahme eine böse Überraschung erlebt. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch verlor ihr erstes Turnierspiel in Paris nach einem Krimi 22:23 (10:11) gegen Asienmeister Südkorea und wird in dieser Form nichts mit der Medaillenvergabe zu tun haben.
Highlights: Deutschland unterliegt bei Chancenwucher gegen Südkorea
Quelle: Eurosport
Die deutsche Frauenhandballmannschaft bot eine zerfahrene Vorstellung. Vor allem in der Offensive wirkten Kapitänin Emily Bölk und ihre Mitspielerinnen nervös, es fehlte an Durchschlagskraft und Effizienz. Beste deutsche Werferin vor 5765 Zuschauern in der Arena Süd 6 war Linksaußen Antje Döll mit sechs Treffern.
"Ich bin natürlich extrem enttäuscht, wie wir gespielt haben und dass wir verloren haben", sagte Alina Grijseels zu handball-world. "Es war unnötig und wir haben uns das Leben selbst einfach zu schwer gemacht."
Durch die unerwartete Niederlage steht die deutsche Mannschaft in Vorrundengruppe A bereits unter Zugzwang. Die weiteren Gegner im Kampf um das Viertelfinale, das die besten vier der Sechsergruppe erreichen, sind Schweden (Sonntag), Slowenien (Dienstag), Dänemark (1. August) und Norwegen (3. August). Deutsches Ziel sind die Medaillenspiele.
Eurosport-Expertin Isabell Klein analysierte die Auftaktniederlage der deutschen Handball-Frauen gegen Südkorea im Anschluss: "Wir haben es heute nicht geschafft, unsere Leistung zu 100 Prozent abzurufen. Daher ist es auch korrekt, dass Südkorea heute gewonnen hat. Es lag am Angriff. Die Abwehr war überragend. Man sagt, wenn man international unter 25 Tore kassiert, ist alles prima. Vorne haben wir uns aber zu schwer getan, die Chancen nicht konsequent genutzt und daher auch verdient verloren."
"Wenn wir ins Viertelfinale kommen wollen, und das ist natürlich das Ziel, müssen wir gegen Südkorea gewinnen", hatte Co-Kapitänin Alina Grijseels voller Tatendrang und Vorfreude angekündigt. Von dieser Freude zeugte schon das breite Grinsen beim Abspielen der Nationalhymnen.
Danach war es mit der guten Laune aber erstmal vorbei. Schrittfehler, ein neben das Tor geworfener Siebenmeter und technische Fehler sorgten in der Anfangsphase dafür, dass Südkorea an sich zu glauben begann. Weil auch die 6:4-Führung durch das dritte Tor von Döll (13.) keine Sicherheit gab, hieß es nach einer Viertelstunde 6:6.
Wachter wird zum Faktor
In der Folge entwickelte sich ein zäher Kampf, in dem immer mehr die Abwehrreihen dominierten. Aus deutscher Sicht machte sich nun auch die Hereinnahme von Sarah Wachter im Tor bemerkbar, die ihr Team mit einigen Paraden im Spiel hielt.
Im zweiten Abschnitt erhöhte Gaugischs Team zunächst die Effizienz und fand gegen die flinken Asiatinnen mehr Lücken in der Offensive, auch Wachter blieb auf der anderen Seite ein Faktor.
So erspielte sich die DHB-Auswahl einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung (18:14), doch die Asiatinnen kämpften sich wieder heran und gingen sechs Minuten vor dem Ende ihrerseits sogar wieder in Führung (21:20). "Unsere Angriffseffizienz ist nicht gut genug, wir vergeben viele freie Chancen, die wir uns eigentlich gut herausspielen", so Grijseels zu handball-world. "Und wir machen vermutlich zu viele technische Fehler."
Die Partie blieb nun bis zum Ende umkämpft und hochspannend - mit dem besseren Ende für Südkorea. "Das haben wir uns anders vorgestellt. Südkorea war die Mannschaft, gegen die wir Punkte holen müssen", räumte Kapitänin Bölk gegenüber dem SID ein. "Wir müssen die Punkte jetzt irgendwo anders her bekommen", forderte Xenia Smits.
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(SID)
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Erster Wurf, erster Treffer: Döll markiert das erste Olympia-Tor
Quelle: Eurosport
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