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Olympia 2021: Deutschlands Handballer scheitern im Viertelfinale krachend an Ägypten
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Publiziert 03/08/2021 um 15:12 GMT+2 Uhr
Die deutschen Handballer fliegen ohne Medaille von den Olympischen Spielen in Tokio nach Hause. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason unterlag im Viertelfinale Ägypten überraschend 26:31 (12:16) und verpasste wie zuletzt 2012 in London die Runde der letzten Vier. Ägypten trifft im Halbfinale auf Frankreich. Beste Werfer der DHB-Auswahl waren Julius Kühn und Johannes Golla (sechs Tore).
Die deutschen Handballer zeigen in der ersten Halbzeit gegen Ägypten keine gute Leistung
Fotocredit: Getty Images
Die DHB-Auswahl agierte kopflos und muss nun nach einer über weite Strecken ganz schwachen Leistung mit leeren Händen den Rückflug antreten. Gegen Ende des Spiels wurde die DHB-Auswahl geradezu demontiert.
Statt in Tokio nach der fünften olympischen Medaille für ein deutsches Männerteam zu greifen, gab es die nächste herbe Enttäuschung: Das erklärte Verbandsziel war das Halbfinale gewesen.
Doch hinten wie vorne genügte die Vorstellung gegen den Afrikameister den internationalen Ansprüchen nicht.
Auch die bislang so starken Torhüter Andreas Wolff und Johannes Bitter erreichten am Dienstag nicht ihr annähernd Niveau.
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Tokyo 2020 : Highlights handball Germany vs Egypt
Quelle: Eurosport
Bereits der historisch schlechten zwölften Platz bei der WM im Januar war eine Enttäuschung gewesen. Noch vor fünf Jahren hatte das deutsche Team in Rio die Bronzemedaille gewonnen.
"Wir sitzen jetzt am Tisch, an dem der Kuchen verteilt wird. Und wir haben Hunger", hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor der Partie angekündigt. Dieser Hunger, der unbedingte Wille war deutlich erkennbar, doch es lief zunächst kaum etwas zusammen.
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Viel zu wenig Dampf! Hens von Deutschland-Auftritt enttäuscht
Quelle: Eurosport
Das deutsche Team erwischte einen klassischen Fehlstart, von der Souveränität der gelungenen Olympia-Generalprobe (29:27) gegen die Afrikaner vor rund drei Wochen war nichts zu sehen.
Ägypten diktiert die Partie nach Belieben
Vorne unterliefen Spielmacher Philipp Weber und Co. etliche Fehlpässe und Fehlwürfe. Und selbst in der bislang so starken Abwehr inklusive Keeper Wolff bekam die deutsche Mannschaft zunächst überhaupt keinen Zugriff - das Ergebnis nach knapp zehn Minuten: 1:6. Diesem Rückstand lief das Gislason-Team erfolglos hinterher.
"Ägypten ist mit der erwarteten Wucht auf uns zu gekommen. Sie haben eine unglaubliche Explosivität an den Tag gelegt. Unser eigenes Spiel wirkt sehr statisch. Wir müssen mehr in Bewegung kommen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer in der Halbzeit. Es blieb ein frommer Wunsch.
Auch im zweiten Abschnitt diktierten die Ägypter, die im WM-Viertelfinale im Januar erst nach Siebenmeterwerfen gegen den späteren Champion Dänemark verloren hatten, das Geschehen und führten nach einer Dreiviertelstunde mit 22:17, erhöhte anschließend sogar auf 27:21. Das deutsche Team kämpfte verzweifelt und versuchte es in verschiedenen Formationen - kam aber nicht mehrheran.
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(SID)
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