Olympia 2021: Heiner Brand mit brisanter Aussage nach Viertelfinal-Pleite gegen Ägypten

Der frühere Weltmeistertrainer Heiner Brand hat nach dem Viertelfinal-Aus des Nationalteams bei Olympia in Tokio über die Zielvorgabe gesprochen und dabei eine brisante Feststellung getroffen. "Man muss festhalten, wer dieses Ziel ausgegeben hat, es waren nicht die Handballfachleute", sagte Brandt bei "sport1" im Hinblick auf Bob Hanning, der als DHB-Vizepräsident eine Medaille gefordert hatte.

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"Für mich als Sportler ist es ohnehin uninteressant, was ein Funktionär sagt", verdeutlichte Brandt, der 1978 als Spieler und 2007 als Trainer Weltmeister wurde.
Es sei "relevanter, was Trainer und Mannschaft sagen. Ich glaube schon, dass sie die Situation richtig eingeschätzt haben und wussten, dass sie einiges erreichen konnten, aber dann hätte alles auch optimal laufen müssen."
Brand regte überdies ein Umdenken an.
"Man muss sich schon Gedanken machen und die Gründe für die fehlenden Resultate bei den vergangenen Turnieren analysieren", sagte der 69-Jährige, der zugleich ein Qualitätsproblem ausmachte: "Man muss anerkennen, dass Mannschaften wie Frankreich oder Ägypten individuell besser besetzt sind, zumindest was die Angriffsleistung betrifft."
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Daher sei das von der Verbandsspitze vorgegebene Medaillenziel auch nicht leicht umzusetzen gewesen. Das von der Mannschaft zunächst anvisierte Halbfinale sei dagegen "durchaus ein realistisches Ziel" gewesen.

Brand mit Spitze gegen Hanning

"Die andere Geschichte war Bob Hanning, der schon 2013 von der Goldmedaille in Tokio gesprochen hat. Das muss man trennen von dem, was die Mannschaft gesagt hat. Die Mannschaft war sich ebenso wie der Trainer der Schwere der Aufgabe bewusst", unterstrich Brand.
Insgesamt hätte Deutschland nicht enttäuscht.
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"Die Mannschaft ist von der Altersstruktur her nicht die jüngste. Das wird immer so dahingestellt, aber es sind schon einige Spieler klar über 30 und einige an der Grenze. Aber ich denke, insgesamt ist man auf einem guten Weg, weil auch in der Bundesliga jetzt viele Junge zum Einsatz kommen, die ihre Erfahrungen sammeln können. Aber man darf die individuelle Ausbildung nicht außen vor lassen."
(mit SID)
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