"Wir sind glücklich, dass wir geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Bundestrainer Alfred Gislason im "ZDF"-Interview nach dem Spiel.
Gegen Außenseiter Algerien lag die deutsche Nationalmannschaft in der ersten Halbzeit fast durchgängig in Führung. Patrick Groetzki brachte das DHB-Team nach einem Tempogegenstoß in Führung, Patrick Wiencek erzielte nach einem starken Pass von Julius Kühn den Treffer zum 2:1.
Die Mannschaft von Bundestrainer Gislason setzte wie im Spiel gegen Slowenien auf ein konsequentes Tempospiel und erzielte einige Tore über die zweite Welle. Bis Mitte der ersten Halbzeit konnten die Deutschen einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen. Kreisläufer Johannes Golla traf mit einem schönen Lupfer (11.), Kühn mit einem wuchtigen Distanzwurf (13.).
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Während die Leistung im Spielaufbau und im Tempogegenstoßspiel gut war, stimmte die Abwehrleistung nicht. In der Deckung waren die deutschen Spieler viel zu passiv – immer wieder konnten die Algerier recht unbedrängt aus dem Rückraum werfen. Vor allem Zoheïr Naïm erzielte einige Tore aus dem linken Rückraum.
Im Vorfeld hatte das DHB-Team auf die körperlich intensive Spielweise der Algerier hingewiesen, in der 22. Minute kassierte Abderrahim Berriah für einen Schlag ins Gesicht von Philipp Weber die Rote Karte. Weil Deutschland seine Lethargie in der Defensive bis zum Pausenpfiff nicht abstellte, konnte der Drei-Tore-Vorsprung nicht ausgebaut werden. Beim Stand von 17:14 wurden die Seiten gewechselt.

Deutschland kam erst Mitte der zweiten Halbzeit so richtig in Schwung

"Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen", sagte Bundestrainer Gislason nach dem Spiel am "ZDF"-Mikrofon und meinte damit die Abwehr- und Torwartleistung. "Erst Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir uns so richtig absetzen."
Denn auch mit Beginn des zweiten Durchgangs steigerte die deutsche Mannschaft die Leistung in der Abwehr nicht. Algeriens Naïm kam weiterhin immer wieder zu Toren aus dem Rückraum.
Das änderte aber nichts daran, dass das DHB-Team dem Gegner dank des Tempogegenstoßspiels und der individuellen Klasse überlegen war. Durch drei Tore von Patrick Wiencek (36.), Hendrik Pekeler (36.) und Kühn (37.) in Folge schraubte das DHB-Team den Vorsprung auf 22:16 in die Höhe.

Pekeler: "Algerien hat es nicht leicht gemacht"

Diesen Sechs-Tore-Vorsprung verteidigte die deutsche Mannschaft souverän, am Ende gelang es sogar nochmal den Abstand zu vergrößern. Der Afrika-Vertreter konnte im Angriff aber immer wieder Ausrufezeichen setzen. "Die Algerier haben es uns heute nicht leicht gemacht", sagte Kreisläufer Pekeler im "ZDF"-Interview. "Man hat bei uns gesehen, dass die Spannung nicht so da war wie gestern."
Trotzdem spielte Deutschland den Sieg souverän ins Ziel und gewann am Ende mit 34:26. Damit sicherte sich das DHB-Team die ersehnte Qualifikation für das Handballturnier bei den Olympischen Spielen in Tokio.
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(SID)

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