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Handball-WM 2019 | Deutschland schlägt Spanien und wird Gruppensieger
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Publiziert 23/01/2019 um 21:56 GMT+1 Uhr
Deutschland hat sich mit einem 31:30-Sieg über Spanien den Gruppensieg in der Hauptrunde der Handball-WM 2019 gesichert. Durch den Erfolg blieb das DHB-Team von Bundestrainer Christian Prokop, dessen Halbfinal-Einzug schon vor der letzten Partie feststand, auch im achten Turnierspiel ungeschlagen. Das Halbfinale gegen Norwegen findet am Freitag (20:30 Uhr im Liveticker) in Hamburg statt.
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Die deutschen Handballer legten nach der rauschenden Abschiedsparty in ihrem "Wohnzimmer" noch einmal ein kleines Tänzchen aufs Parkett, Bundestrainer Christian Prokop applaudierte ihnen begeistert.
Durch ein 31:30 (17:16) gegen Europameister Spanien im Tollhaus Kölnarena gehen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. mit breiter Brust als ungeschlagener Gruppensieger ins WM-Halbfinale am Freitag (20.30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) in Hamburg gegen Vize-Weltmeister Norwegen.
"Die Jungs wollten sich mit einem guten Gefühl verabschieden. Wir wollten mit Rückenwind nach Hamburg reisen", sagte Prokop nach dem sechsten Sieg im achten Turnierspiel.
DHB-Spieler laufen Ehrenrunde
"Oh, wie ist das schön", sangen die begeisterten Fans und wedelten wild mit ihren schwarz-rot-goldenen Fähnchen, als sich die Spieler auf der Ehrenrunde für die fantastische Unterstützung bei den drei Hauptrundensiegen bedankten.
Jetzt geht es gegen Norwegen um alles.
"Norwegen ist eine Mannschaft, die auf einem Toplevel spielt. Aber wir können uns auch noch steigern", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der "ARD". Im zweiten Halbfinale treffen zuvor Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich aufeinander (Übertragung ab 17:15 Uhr live bei Eurosport geplant).
Fabian Böhm bester Werfer für Deutschland
Bester deutscher Werfer gegen Spanien war Fabian Böhm mit fünf Toren. Prokop gönnte vor 19.250 Zuschauern Stammspielern wie Kapitän Uwe Gensheimer und Abwehr-Ass Patrick Wiencek einige Ruhepausen für das wichtigste Spiel der Nationalmannschaft seit dem EM-Finale vor drei Jahren
Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beim goldenen Wintermärchen 2007 im WM-Halbfinale gestanden.
Prokop hatte vor dem Duell der Ex-Weltmeister angekündigt, die Kräfte angesichts der hohen Belastungen "gut zu verteilen".
So kam der für den schwer am Knie verletzten Spielmacher Martin Strobel (Kreuzband- und Innenbandriss) nachnominierte Lemgoer Tim Suton zu einem überzeugenden Einstand, der Bundestrainer wechselte zudem schon in der ersten Halbzeit munter durch.
Viele Gegentore in Halbzeit eins
In der Neuauflage des EM-Finals von 2016 merkte man beiden Teams an, dass der sportliche Wert des Spiels nicht mehr allzu groß war. In den Abwehrreihen mangelte es an der letzten Konsequenz, zudem schlichen sich kleinere Unkonzentriertheiten ins Spiel des Gastgebers ein.
Das Torhüter-Duo Andreas Wolff und Silvio Heinevetter bekam in den ersten 30 Minuten nur wenige Bälle zu fassen. Die 16 Gegentore zur Pause bedeuteten den Höchstwert für das DHB-Team bei diesem Turnier.
Dass es dennoch mit einer Führung in die Kabinen ging, war den Spielern aus der zweiten Reihe und dem effektiven Angriff zu verdanken. Suton und Böhm agierten selbstbewusst und erzielten bis zur Pause jeweils drei Treffer.
Darüber hinaus zeigte sich der zuletzt verunsichert wirkende Patrick Groetzki verbessert. Der Rechtsaußen verwandelte seine beiden Würfe im ersten Durchgang eiskalt.
"Wir spielen nach vorne ein gutes Tempo. In der Abwehr haben wir noch Luft nach oben. Da müssen wir den Torhütern mehr helfen", sagte Roggisch in der Halbzeitpause, in der die Weltmeister von 2007 unter viel Beifall von DHB-Präsident Andreas Michelmann geehrt wurden.
Heinevetter verhindert den Ausgleich
Angetrieben vom sich steigernden Heinevetter und einer deutlich verbesserten Abwehr zog das DHB-Team nach einem Treffer von Kai Häfner beim 20:17 erstmals auf drei Tore davon (36.).
Durch Finn Lemkes erstes Turniertor und Sutons vierten Treffer hieß es in der 41. Minute 23:19 - die Zuschauer feierten auf den Tribünen die nächste Party, auch wenn Spanien am Ende noch einmal verkürzte. Heinevetter verhinderte eine Minute vor dem Ende mit einer starken Parade den Ausgleich.
Die Spieler saugten die Atmosphäre noch einmal auf und fliegen mit viel Vorfreude am Donnerstag nach Hamburg.
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