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Handball-WM: Dänemark-Held Niklas Landin greift nach WM-Krone - Alfred Gislason tippt auf Spanien
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Publiziert 28/01/2021 um 15:30 GMT+1 Uhr
Was für Handball-Leckerbissen! Weltmeister Dänemark gegen Europameister Spanien und Rekordeuropameister Schweden gegen Rekordweltmeister Frankreich - die Halbfinalspiele der Handball-WM in Ägypten am Freitag haben es in sich. Abgesehen vom an Spanien gescheiterten Vize-Weltmeister Norwegen (26:31) sind die Top Vier des Welthandballs am Final-Wochenende quasi unter sich.
Niklas Landin, Dänemark-Held
Fotocredit: Getty Images
Niklas Landin war völlig fertig. Zwei Verlängerungen, zwei Rote Karten, zwei Tore in letzter Sekunde - und dann vor allem seine zwei entscheidenden Paraden im Siebenmeterwerfen: So etwas hatte selbst der hoch dekorierte dänische Torhüter vom THW Kiel noch nicht erlebt.
"Das war etwas ganz Besonderes", sagte Landin nach dem 39:38 gegen Gastgeber Ägypten, noch immer euphorisiert von einem geradezu epischen WM-Viertelfinale. Über zwei Millionen Menschen hatten das Handball-Drama in der Heimat am TV verfolgt, mehr als jeder dritte Däne war bei Landins Heldentaten im Siebenmeter-Thriller live dabei. "JAAAAAAAA!!! Danke, danke, danke, Landin!", titelte die dänische "B.T." am Donnerstag: "Die ägyptischen Schützen werden jahrelang Albträume von Landin haben."
Zeit zum Genießen blieb Welthandballer Landin aber nicht. Schon im Halbfinale am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport) wartet auf die Dänen mit Spanien die womöglich größte Hürde auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Entsprechend heiß ist er. Einen Monat nach dem Champions-League-Triumph mit Kiel will der Schlussmann am Sonntag mit seinem Team, dem weitere sieben Bundesliga-Profis angehören, erneut den internationalen Handball-Thron erklimmen.
Gislason glaubt an Spanien
Für Bundestrainer Alfred Gislason sind allerdings die erfahrenen Iberer erster Anwärter auf den Titel. "Spanien hat Erfahrung, eine super Abwehr und gute Torhüterleistungen", sagte der Isländer und tippte bereits vor dem Start in die K.o.-Runde auf Spanien:
Der großen Routine und Cleverness der Spanier, deren Durchschnittsalter jenseits der 30 liegt, fiel im Viertelfinale auch Norwegen zum Opfer.
Frankreich auf Rekordjagd
Richtig hungrig wirken in diesen "Bubble"-Tagen von Ägypten auch die Franzosen. Ohne ihren Superstar Nikola Karabatic wollen sie in Kairo eine stolze Serie verteidigen: Im neuen Jahrtausend fuhr Frankreich bislang noch nie bei zwei aufeinanderfolgenden internationalen Großturnieren ohne Medaille nach Hause. In Ägypten winkt "Les Bleus" zudem der erste Titel seit WM-Gold 2017.
Dafür muss die Handball-Großmacht der letzten zwei Jahrzehnte aber erst einmal an Schweden vorbei. Während sich die Franzosen durch einen 35:32-Zittersieg nach Verlängerung gegen Ungarn ins Viertelfinale mühten, siegten die Skandinavier gegen Katar leicht und locker mit 35:23 (14:10) - und feiern somit nach zehn Jahren Durststrecke ihr Comeback in einem WM-Halbfinale.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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