Johannes Bitter vernagelte das Tor, Uwe Gensheimer verwandelte sicher auf Linksaußen und Johannes Golla ackerte am Kreis - doch all die Bemühungen der deutschen Handballer waren umsonst.
Schon vor dem 31:24 (16:12) gegen Brasilien hatte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason den vorzeitigen WM-Knockout kassiert, das Viertelfinale in Ägypten findet ohne Deutschland statt.
"Natürlich ist es bitter, unser WM-Ziel nicht erreicht zu haben. Wir haben es uns aber selbst zuzuschreiben. In den entscheidenden Momenten waren wir schlicht noch nicht gut genug", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.
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Jetzt gehe es darum, sich "erhobenen Hauptes aus dem Turnier zu verabschieden". Teil eins des Vorhabens gegen Brasilien gelang.
Das Spiel gegen Brasilien zum Nachlesen im Liveticker

Deutschland verpasst Viertelfinale

Die bittere Nachricht vom vorzeitigen K.o. hatten Kapitän Gensheimer und Co. schon vor dem Spiel gegen die Südamerikaner in der Kabine erreicht. Durch die polnische 26:30-Niederlage gegen Ungarn hatte Deutschland keine Chance mehr, den anvisierten Sprung in die K.o.-Runde zu schaffen.
Auch das letzte Spiel gegen Polen am Montag (20:30 Uhr im Liveticker) ist somit sportlich bedeutungslos. Maximal Platz drei in der Hauptrundengruppe I ist noch möglich.
"Wir nehmen die Erfahrungen und Erkenntnisse dieser WM mit und werden es schon im Sommer besser machen. Da bin ich mir sicher", sagte Hanning mit Blick auf Olympia. Die deutsche Mannschaft muss sich aber erst noch vom 12. bis 14. März bei einem Qualifikationsturnier in Berlin behaupten. Die Gegner sind Schweden, Slowenien und Algerien – die ersten beiden Nationen erhalten Tickets für Tokio.

Schlechteste Platzierung der deutschen WM-Geschichte droht

Die Spitze des Deutschen Handballbundes (DHB) hatte vor dem Turnier in Ägypten den Einzug in die Runde der letzten Acht als Ziel ausgegeben, doch die neu formierte Mannschaft konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Niederlagen gegen Ungarn (28:29) und Spanien (28:32) waren zu viel.
Damit endet das Turnier mit dem schlechtesten WM-Abschneiden seit vier Jahren. Auch 2017 in Frankreich hatte Deutschland das Viertelfinale verpasst, damals wurde die WM allerdings noch in einem anderen Modus gespielt.
Weil in Ägypten erstmals 32 Teams dabei sind, droht sogar die schlechteste Platzierung der deutschen WM-Geschichte. Das bislang schwächste Ergebnis war Platz elf bei der WM 2011.

Golla mit sieben Treffern

Es ging am Samstagabend nur noch um den versöhnlichen Abschluss. "Wir wollen uns mit einer guten Leistung Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in diesem Jahr erarbeiten", hatte DHB-Sportvorstand Axel Kromer vor dem Brasilien-Spiel im "ZDF" gesagt.
Gegen Brasilien, einen weitaus schwächer einzuschätzenden Gegner als Spanien oder Ungarn, stimmte das Ergebnis, ein Gala-Auftritt war es aber nicht. Torhüter Johannes Bitter, der zusammen mit Silvio Heinevetter den Vorzug vor dem zuletzt schwächelnden Andreas Wolff im Tor erhalten hatte, strahlte Sicherheit aus.
Offensiv führten immer wieder Kreis-Anspiele zu Erfolgen. Bester deutscher Torschütze gegen die Südamerikaner war am Ende Golla mit sieben Treffern.

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