Olympia 2024: Deutscher Kajak-Vierer der Herren rudert in Paris zu Gold - Kajak-Vierer der Frauen gewinnt Silber

Nach einem wahren Kanu-Krimi ist der Gold-Hattrick perfekt: Der Kajak-Vierer der Herren hat für einen triumphalen Auftakt der deutschen Kanu-Festspiele im Wassersportstadion von Vaires-sur-Marne gesorgt. Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz setzten sich denkbar knapp vor Australien durch. Die kurz zuvor mit Silber gekürten Frauen jubelten am Ufer lautstark mit.

Erst Fehlstart, dann Gold! Olympiasieg für Kajak-Vierer der Männer

Quelle: Eurosport

Der als Topfavorit gestartete K4 der Männer erfüllte wie schon bei den Spielen in Tokio die riesigen Erwartungen und feierte nach dem WM-Titel im Vorjahr in Duisburg den nächsten großen Triumph.
In fast identischer Besetzung wie vor drei Jahren paddelte das Paradeboot, das im Vorlauf bereits für eine olympische Rekordzeit gesorgt hatte, der Konkurrenz davon, einzig Schopf war für den zurückgetretenen Ronald Rauhe nach Tokio nachgerückt.
"Nach dem Halbfinale hat man schon gemerkt, dass die Jungs gut drauf sind", sage Eurosport-Experte Max Hoff nach der Goldfahrt. "Nach dem Fehlstart Gold zu holen, da kann man nur den Hut ziehen. Das ist eine coole Kanu-Party, die in den nächsten Tagen weitergehen wird."
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Hoff analysiert: "Gold nach Fehlstart - da kann ich nur den Hut ziehen"

Quelle: Eurosport

Vier Hundertstel entschieden am Ende zugunsten des deutschen Vierers gegen Australien. Auch taktisch eine Meisterleistung, sagte der Experte: "Man macht so viel Video-Analysen und wählt die Taktik nach den eigenen Stärken. Dann so gegen die Spanier gegenzuhalten, zu kontern, die alles versucht haben, das ist so geplant. Man wusste auch, dass die Australier ihren Stiefel runterfahren und auch am Ende nicht müde werden."

Silber für Frauen-Vierer - Canadier nur Fünfter

Nur wenige Minuten zuvor hatte der K4 der Frauen für die erste Medaille der erfolgsverwöhnten Rennsport-Kanuten in Paris gesorgt. Nachdem der K4 bei den vergangenen Sommerspielen erstmals seit 1984 nach fünf Olympiasiegen und drei zweiten Plätzen leer ausgegangen war, knüpften Paulina Paszek, Jule Hake, Pauline Jagsch und Sarah Brüßler an frühere Erfolge an.
Sie mussten sich lediglich Neuseeland um Ausnahmeathletin Lisa Carrington knapp geschlagen geben.
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Siegerehrung: Tränen beim Jüngsten - viertes Gold für Rendschmidt

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Peter Kretschmer, Olympiasieger 2012 in London, und der Tokio-Dritte Tim Hecker fuhren am ersten Finaltag am Podest vorbei. Im Canadier-Zweier über 500 m landete das Duo, das sich im vergangenen Jahr den WM-Titel gesichert hatte, auf den fünften Platz.
Im Endlauf fehlten 44 Hundertstel zu Platz drei. "Natürlich ist man enttäuscht, wenn man als Weltmeister keine Medaille holt", sagte Kretschmer in der "ARD". Es sei der "wohl letzte gemeinsame Tanz" gewesen, ergänzte Hecker.

Brendel mit nächster deutschen Medaillenchance

Lisa Jahn und Maike Jakob verpassten im Canadier-Einer gar das Halbfinale. Am Freitag könnte sich der deutsche Medaillenregen aber fortsetzen. Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hofft laut Sportdirektor Jens Kahl bei der Hälfte aller Starts auf eine Medaille. Die Chancen auf weitere Podestplätze an den verbleibenden beiden Finaltagen sind auch aufgrund der Doppelstarts in einigen Bootsklassen groß.
Angesichts der erdrückenden Dominanz an den ersten Tagen scheint es kaum vorstellbar, dass die drei Medaillen von Tokio nicht übertroffen werden. Die Duos Rendschmidt/Liebscher-Lucz und Schopf/Lemke gehören auch im Zweier zu den Topfavoriten auf die Medaillen. Gleiches gilt für die Frauen. Vor allem im Kajak-Bereich führt kein Weg an den deutschen Athletinnen und Athleten vorbei. Auch die Einer-Fahrer hinterließen einen guten Eindruck.
Und dann wäre da ja auch noch Sebastian Brendel, der dreimalige Canadier-Olympiasieger, der bei seinen vielleicht letzten Sommerspielen einen weiteren Angriff auf das Podest wagt. Der 36-Jährige, der in Tokio im Einer im Halbfinale gescheitert war, geht nach seinem souveränen Vorlaufsieg auf seiner Paradestrecke über 1000 m am Freitag mit viel Selbstvertrauen an den Start.
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(mit SID)
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Trotz Viertelfinal-Aus: Freudentränen bei Kanutin Jahn

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Hartes Duell: Deutscher Kajak-Vierer der Frauen holt Silber

Quelle: Eurosport


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