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EM in Berlin: Thomas Röhler holt EM-Gold - Andreas Hofmann holt Silber
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Publiziert 09/08/2018 um 21:44 GMT+2 Uhr
Olympiasieger Thomas Röhler hat bei der Heim-EM in Berlin Gold im Speerwerfen gewonnen, der deutsche Meister Andreas Hofmann (Mannheim) mit Platz zwei den deutschen Doppelerfolg perfekt gemacht. Röhler siegte mit starken 89,47 m vor Hofmann, der auf 87,60 kam. Bronze ging an den Esten Magnus Kirt (85,96). Weltmeister Johannes Vetter (83,27) belegte Rang fünf.
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Lediglich Weltmeister Johannes Vetter ging von den starken deutschen Speerwerfern leer aus und kam auf Rang fünf (83,27).
Die Zuschauer im Berliner Olympiastadion feierten dennoch die erhoffte Gold-Party, gemeinsam gingen Röhler und Hofmann auf ihre Ehrenrunde. Für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) waren es die Medaillen sechs und sieben der Titelkämpfe.
Nach Röhlers Olympiasieg 2016 und dem WM-Gold von Vetter 2017 ging am Donnerstagabend auch der letzte große internationale Titel nach Deutschland. Zudem krönte sich Röhler zum ersten deutschen Europameister seit Klaus Tafelmeier vor 32 Jahren in Stuttgart. Bronze holte hinter Hofmann (87,60) der Este Magnus Kirt mit 85,96 m.
Starker Hoffmann holt Silber
Schon im Vorfeld hatte das Speerfinale versprochen, eines der Highlights der Titelkämpfe zu werden. Auch Silber-Sprinterin Gina Lückenkemper und der Bronzegewinner David Storl hatten dem Showdown der Nummer eins (Vetter), zwei (Hofmann) und drei (Röhler) der Welt entgegengefiebert.
"Wir werden da ein gutes Ding über die Bühne bringen", hatte Vetter im Vorfeld erklärt und "volle Attacke" angekündigt - doch nach dem ersten Durchgang führte Kirt vor Hofmann, Röhler fabrizierte zwar den weitesten Wurf, er war allerdings ungültig.
Doch dann setzten die Deutschen die Duftmarken. Hofmann gelangen 87,60 m, kurz danach verdrängte ihn Röhler mit 88,02 m von der Spitze - und legte dann sogar noch 89,47 m nach. Lediglich Vetter kam nicht richtig in Gang.
"Der ganze Wettkampf lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe viel probiert, aber es hat technisch einfach nicht geklappt. Das liegt daran, dass mir wichtige Wettkämpfe fehlen, damit die Praxis fehlt. Es hätte aber für eine Medaille reichen müssen", sagte Vetter: "Ich brauche jetzt erstmal etwas Abstand. Für die anderen freut es mich, auch wenn ich gerne bei der Ehrenrunde dabei gewesen wäre."
Röhler schaffte es nach seinem Olympiasieg erstmals wieder auf das Podest, bei der WM im vergangenen Jahr war er Vierter geworden. Gold ist für den Tüftler, der akribisch jede noch so mögliche kleine Verbesserung sucht, eine weitere Bestätigung.
Speerwerfer gemeinsam statt gegeneinander
Hofmann etablierte sich mit Silber endgültig als gleichwertig mit den zuvor oft als Duo wahrgenommenen Röhler und Vetter. Schon bei den deutschen Titelkämpfen hatte er seine nationalen Konkurrenten mit Meisterschaftsrekord geschlagen, nun gab es für ihn den größten Erfolg seiner Karriere. "Er hat dieses Jahr einen Lauf", hatte ihm Obergföll schon vor der EM bescheinigt - er sollte recht behalten.
So ehrgeizig die drei Speerwerfer im Wettkampf um den individuellen Erfolg kämpfen, so respektvoll und freundschaftlich gehen sie abseits der Bahn miteinander um. Vor Wettkämpfen treffen sie sich auch einmal zum Kaffee, besprechen Dinge weit abseits des Sports.
"Wir können auch mal über Gott und die Welt reden, nicht nur über Speerwurf", sagte Hofmann. Gemeinsam statt Gegeneinander ist eines ihrer Erfolgsgeheimnisse - auch wenn für die Dauer des Wettkampf jeder seinen eigenen individuellen Erfolg will.
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