Leichtathletik-EM in Berlin: Männer-Staffel scheidet nach Sturz aus

Die deutschen Sprinter um den nationalen Rekordhalter Julian Reus haben nach einem üblen Sturz im Vorlauf das Finale über 4x100 m bei der Leichtathletik-EM in Berlin verpasst. Schlussläufer Lucas Jakubczyk (Berlin) rutschte kurz nach dem letzten Wechsel bei hoher Geschwindigkeit weg und kam hart zu Fall. Reus, der auf ihn übergeben hatte, stürzte über seinen Teamkollegen.

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Fotocredit: Eurosport

Beide blieben lange auf dem Rasen neben der Laufbahn liegen und wurden behandelt. Reus konnte als Erster die Arena auf Helfer gestützt verlassen, wenig später folgte auch Jakubczyk auf eigenen Beinen, aber mit einem dicken Verband um den Kopf und bandagierter Schulter. Während Jakubczyk ins Mannschaftshotel gebracht wurde, ging es für Reus mit einer Schulterverletzung zur Untersuchung ins Krankenhaus.
"Lucas Jakubczyk ist nach muskulären Problemen im Oberschenkel gestürzt und hat sich eine Platzwunde zugezogen", zitierte der DLV in einer ersten Mitteilung Verbandsarzt Andrew Lichtenthal:
Die DLV-Staffel hatte beim Wechsel klar auf Finalkurs gelegen, nun riss aber nach vier EM-Medaillen in Folge seit 2010 die Serie der deutschen Sprinter über 4x100 m. Das Finale gewann Großbritannien zum dritten Mal in Folge in 37,80 Sekunden vor der Türkei (37,98) und den Niederlanden (38,03).
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