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EM 2026: Armand Duplantis, Malaika Mihambo, Karsten Warholm, Femke Broeders-Bol und Co. - sechs Stars für Birmingham
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Update 10/08/2026 um 13:38 GMT+2 Uhr
Es ist zwar "nur" die EM, dennoch ist in Birmingham reichlich Weltklasse am Start. Der "SID" blickt auf sechs Stars der Titelkämpfe. Als großer Favorit geht wieder einmal der schwedische Stabhochspringer Armand Duplantis ins Rennen, der zuletzt allerdings mit leichten Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Aus deutscher Sicht ruhen große Hoffnungen erneut auf Weitspringerin Malaika Mihambo.
Der jubelnde Armand Duplantis
Fotocredit: Getty Images
Über 100 Meter dürfte kaum ein Weg am Italiener Marcell Jacobs vorbeiführen. Zu souverän präsentierte sich der Olympiasieger im Saisonverlauf.
Klarer Favorit ist auch Karsten Warholm über 400 Meter Hürden. Kommt der Norweger sauber durch, wird er nicht zu schlagen sein, auch wenn sich aus deutscher Sicht Emil Agyekum jüngst in glänzender Form präsentiert hat.
Warholms Disziplinkollegin Femke Broeders-Bol geht dagegen neue Wege. Die Niederländerin startet diesmal über die 800 Meter und ist dort keine Topfavoritin.
Wir präsentieren Euch sechs Stars für die Europameisterschaften in Birmingham (ab 10. August live bei Eurosport und HBO Max).
Armand Duplantis (Schweden/Stabhochsprung)
Lange schien es, als habe Sergej Bubka damals Marken für die Ewigkeit gesetzt. Duplantis zeigt mittlerweile, wie kurz eine Ewigkeit manchmal dauern kann. 6,15 m war Bubka einst gesprungen, zu seiner Zeit unerhört.
Der damals erst 20 Jahre alte Duplantis holte sich den Weltrekord 2020 von Zwischenbesitzer Renaud Lavillenie und sprang mittlerweile 16, ja: 16 Zentimeter höher als Bubka. Nur eine von 14 großen Meisterschaften, drinnen wie draußen, hat Duplantis nicht gewonnen, 2019 gab es WM-Silber in Doha. "Mondo" setzt Marken für die Ewigkeit. Diesmal aber wirklich. Wahrscheinlich.
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"Sprengt alle Grenzen": Duplantis verbessert zum 14. Mal den Weltrekord
Quelle: Eurosport
Femke Broeders-Bol (Niederlande/800 m)
Über 400 m Hürden hat die Niederländerin fast alles gewonnen, was geht. Nur Olympia-Gold nicht, das ging in Tokio wie Paris an Sydney McLaughlin-Levrone aus den USA, die schnellste Hürdenläuferin der Geschichte - und Broeders-Bol, wie sie seit ihrer Heirat heißt, "nur" die zweitschnellste.
Und weil McLaughlin-Levrone bis LA28 nicht von den Hürden lassen will, weicht die Niederländerin zumindest vorerst auf die flachen 800 aus. Auch wenn die Konkurrenz dort auch europäisch immens stark ist.
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Gold mit Weltjahresbestleistung: Bol eine Klasse für sich
Quelle: Eurosport
Karsten Warholm (Norwegen/400 m Hürden)
Es ist ein Unding - seit der EM 2024 hat der beste Hürdenläufer der Geschichte keinen großen Titel mehr gewonnen. Der Olympiasieger von Tokio, wo er den Weltrekord auf sagenhafte 45,94 Sekunden drückte, wurde bei den Sommerspielen von Paris nur Zweiter, bei der WM 2025 gar Fünfter - gesundheitlich passte nicht alles.
Nun ist der 30-Jährige aber wieder voll auf der Höhe, will seinen vierten EM-Erfolg in Serie. Und das soll noch lange nicht das Ende sein. Seine Motivation: "Ich habe große Angst vor der Zeit nach der Karriere."
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Weltrekord: Warholm rast in neue Dimension über 400 m Hürden
Quelle: Eurosport
Marcell Jacobs (Italien/100 m)
Es gab gute Gründe, dem Sensations-Olympiasieger von Tokio (100 m und Staffel) keine Großtaten mehr zuzutrauen. Dem Coup von 2021 folgte bei Weltmeisterschaften und Olympia 2024 keine Einzelmedaille mehr, Jacobs kämpfte mit vielen Verletzungen.
Bei Europameisterschaften war er aber immer voll da, siegte 2022 wie 2024 und peilt nun als Europas Jahresschnellster das Triple an, das über 100 m bislang nur Walerij Borsow gelang. "Bin ich wieder der Typ von Tokio? Der war nie weg", sagt Jacobs.
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Jacobs düpiert sie alle! Der schnellste Mann der Welt ist Italiener
Quelle: Eurosport
Jaroslawa Mahutschich (Ukraine/Hochsprung)
Am Weltrekord der exzentrischen Bulgarin Stefka Kostadinowa bissen sich die größten Hochspringerinnen folgender Generationen die Zähne aus, ob Heike Henkel, Kajsa Bergqvist oder Blanka Vlasic - Kostadinowas 2,09 standen 37 Jahre lang.
Dann kam eine Wunderathletin aus der Ukraine: Mahutschich, die als 18-Jährige schon 2,04 m sprang, überquerte 2024 im Sommer ihres Lebens erst 2,10 m und wurde dann Olympiasiegerin. Und während sie um die Opfer des Krieges in ihrer Heimat trauerte, sammelte sie alle großen Titel ein. Ihr Leben ist schon jetzt filmreif - dabei wird Mahutschich erst im September 25.
Malaika Mihambo (Deutschland/Weitsprung)
Immer wenn es danach aussieht, dass Mihambo im reifen Leichtathletik-Alter doch nachlassen könnte, hat sie die passende Antwort parat. So geschehen zuletzt Mitte Juli, als sie in London mit 7,05 m so weit flog wie seit ihrem EM-Triumph 2024 nicht mehr.
Mihambo hat alles gewonnen, Olympia, WM, EM, teils mehrfach. Und die 32-Jährige, die längst eine ganz Große der Weltleichtathletik ist, sieht immer noch Verbesserungspotenzial. Das treibt sie an.
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(SID)
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Erlösung nach Zitterpartie: Grenzenloser Gold-Jubel bei Mihambo
Quelle: Eurosport
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