Leichtathletik-WM: Deutscher 5000-Meter-Star Sam Parsons nach Aus tief enttäuscht - herzzerreißendes Interview
Deutschlands Hoffnungsträger über 5000 m, Sam Parsons, hat nach einem Sturz im Vorlauf das Finale bei der Leichtathletik-WM in Budapest verpasst. Entsprechend groß war die Enttäuschung beim 29-Jährigen, der anschließend im "ARD"-Interview seinem Frust freien Lauf ließ und dabei mit den Tränen rang. "Ich weiß nicht, wie lange ich das noch mitmachen kann", sagte der am Boden zerstörte Parsons.
5000 m: Sturz raubt Parsons alle Chancen - Krimi ums Finale
Quelle: Eurosport
Anders als im Vorjahr bei der WM in Eugene (USA), als er das Finale erreichte und am Ende 15. wurde, verpasste er bei den Wettkämpfen in Budapest nach einem Sturz zwei Runden vor Schluss den Endlauf und ließ seinen Gefühlen im Anschluss freien Lauf.
"Es war einer der besten Momente in meiner Karriere, den Anruf zu bekommen, dass ich einen Startplatz sicher habe. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Ich bin noch nie hingefallen, das war das erste Mal in meinem ganzen Leben", sagte Parsons sichtlich aufgebracht im "ARD"-Interview.
Dem Sturz vorausgegangen war ein Kontakt mit dem Kenianer Nicholas Kipkorir. Obwohl sich der DLV-Athlet noch einmal berappelte und ins Ziel lief, landete er letztlich in 14:03,14 Minuten auf dem vorletzten Platz seines Vorlaufs.
"Das ist so schwer für den Kopf. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch mitmachen kann", gestand Parsons und betonte: "Das ist wirklich traurig für mich. Ich bin jetzt 29 und da ist nicht so viel Geld zu verdienen."
Parsons: "Wollte, dass die Leute stolz auf mich sind"
Selbst die aufmunternden Worte von Moderator Claus Lufen, der dem deutschen Hoffnungsträger über 5000 m nahelegte, sich etwas Zeit zu nehmen, ehe er eine weitreichende Entscheidung treffe, half nur wenig.
"Ich weiß, wie wichtig es ist, dass hier jemand über die 5000 m startet. Ich wollte eine gute Show machen für die Kinder zu Hause am Fernseher und dass die Leute in Deutschland stolz auf mich sind. Und jetzt haben sie gesehen, wie ich auf der Bahn lag", ergänzte er mit Tränen in den Augen.
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Sam Parsons (Deutschland) am Boden zerstört
Fotocredit: Imago
Parsons: "Habe so viel gegeben, um hier zu sein"
Der gebürtige US-Amerikaner räumte zudem ein, dass die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft alles andere als optimal verlief. "Die letzten drei Monate waren so schwierig für mich, um einfach nur hier auf der Bahn stehen zu können. Ich habe so viel gegeben, um hier zu sein", verriet er.
Speziell der Zustand seiner Achillessehne sei nach den deutschen Meisterschaften im Juli in Kassel "so schlecht" gewesen, weshalb Parsons sogar einen Abbruch seiner Saison und einen damit einhergehenden WM-Verzicht in Erwägung zog.
Zu allem Überfluss hätte ihn nach den Wettkämpfen in der Landeshauptstadt Hessens eine Biene gestochen. "Ich bin allergisch, deshalb musste ich ins Krankenhaus", erklärte er. Trotz all jener Komplikationen nominierte ihn der deutsche Verband für die WM, weshalb Parsons lauf eigenen Aussagen vor Freude geweint habe.
Ein Happy End in Budapest bleib jedoch aus.
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