Leichtathletik-WM 2023: Im Siebenkampf darf Sophie Weißenberg weiter von einer Medaille träumen

Sophie Weißenberg (Leverkusen) hat bei der Leichtathletik-WM in Budapest im Siebenkampf kaum noch Chancen auf eine Medaille - peilt aber über die abschließenden 800 m am Abend ein Top-Ergebnis an. Nach sechs Disziplinen und einem starken Speerwurf auf 48,51 m rückte die 25-Jährige mit 5588 Punkten auf Rang vier vor. Allerdings: Weißenberg gilt nicht als die beste 800-m-Läuferin.

Persönliche Bestleistung: Abuaku beeindruckt über 400 m Hürden

Quelle: Eurosport

Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer (Frankfurt) hatte ihren Siebenkampf vor den 200 m am Samstagabend wegen Kniebeschwerden beendet, Vanessa Grimm (4479/Königstein) liegt vor dem Endspurt auf Platz 13.
Gold, Silber und Bronze machen wohl die Favoritinnen unter sich aus. Als Führende geht die die britische Ex-Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson (5710) in die 800 m, dahinter lauern Vize-Weltmeisterin Anouk Vetter (5684/Niederlande) und Anna Hall (5667/USA).
Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (Belgien) ist verletzungsbedingt nicht am Start.

400 Meter Hürden: Abuaku lässt aufhorchen

Währenddessen haben die Sprinter Joshua Abuaku (Frankfurt) und Emil Agyekum (Berlin) dank starker Leistungen das WM-Halbfinale über 400 m Hürden erreicht.
Der deutsche Meister Abuaku gewann seinen Vorlauf am Sonntag in Budapest in persönlicher Bestzeit von 48,32 Sekunden und ließ dabei unter anderem den US-Amerikaner CJ Allen (48,36), den Viertbesten des Jahres, hinter sich. Agyekum (49,00) kam hinter den direkt Qualifizierten als einer von vier Zeitbesten eine Runde weiter.
"Ich habe angekündigt: Ich bin gut drauf. Ich konnte zeigen, was alles möglich ist. Ich hoffe, damit geht es morgen weiter", sagte Abuaku, der die drittbeste Zeit in allen fünf Vorläufen erzielte, in der "ARD". Das WM-Halbfinale findet am Montag (19:33 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei discovery+) statt.
Die dritte deutsche Starter schied dagegen aus: Constantin Preis (Sindelfingen) saß mit Rückenproblemen im Startblock und durfte mit seinen 49,45 Sekunden nur zwischenzeitlich auf das Halbfinale hoffen.
Olympiasieger und Weltrekordler Karsten Warholm (Norwegen/48,76) erreichte ebenso wie Titelverteidiger Alison dos Santos aus Brasilien (48,12) mühelos die nächste Runde.

Deutsches Diskus-Trio im Finale

Das deutsche Diskus-Trio um die Olympia-Zweite Kristin Pudenz hat geschlossen das WM-Finale erreicht und damit die Hoffnungen auf eine Medaille genährt. Vize-Europameisterin Pudenz (Potsdam) sicherte am Sonntag in der Qualifikation mit erzielten 62,71 m ebenso wie die EM-Dritte Claudine Vita (Neubrandenburg/64,51) und Shanice Craft (Halle an der Saale/63,42) ihre Teilnahme an der Entscheidung am Dienstag (20:20 Uhr).
An ihre Saisonbestleistungen kamen die DLV-Werferinnen in Budapest noch nicht heran. Pudenz musste etwas zittern und erreichte als Zehntbeste das Finale der stärksten zwölf Werferinnen. "Da muss im Finale auf jeden Fall mehr kommen. Das war ein Rantasten heute, am Dienstag habe ich eine neue Chance. Ich hoffe, dass ich da frischer und fitter bin", sagte Pudenz.
Die für die sichere Qualifikation geforderten 64,00 m übertraf aus deutscher Sicht einzig Vita. "Ich bin natürlich glücklich, dass ich das große 'Q' erreicht habe. Dass es am frühen Morgen so gut geklappt hat, ist super", sagte die 26-Jährige und ergänzte mit Blick auf den Endkampf: "Wir wollen ein gutes Resultat abliefern und es zu dritt in die Top Acht schaffen."
Die beste Weite verbuchte Olympiasiegerin Valarie Allman (USA) mit erzielten 67,14 m. Auch Titelverteidigerin Feng Bin (China/65,68) und Europameisterin Sandra Perkovic (Kroatien/65,62) kamen mühelos weiter und untermauerten ihre Rollen als Favoritinnen.
Das deutsche Trio gehörte mit den gemeldeten Leistungen zu den besten Sieben der Welt und zählt in der ungarischen Hauptstadt damit zu den wenigen Medaillenkandidaten für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

Hochsprung: Potye schwächelt nur kurz

Hochspringer Tobias Potye (München) hat nur kurz geschwächelt und anders als im Vorjahr den Einzug ins WM-Finale geschafft. Dem Vize-Europameister genügten am Sonntag in Budapest seine im dritten Versuch übersprungenen 2,28 m zum Weiterkommen.
2022 in Eugene hatte Potye die Quali nach eigener Aussage unterschätzt, diesmal war der Sportsoldat aber zunächst voll da. Die Höhen bis 2,25 m meisterte er alle im ersten Versuch, bei 2,28 m musste der Münchner dann drei Mal ran. Im Finale am Dienstag (19:55 Uhr) darf Potye damit auf einen Coup wie in Münchner im Vorjahr hoffen. "Ich will auf Augenhöhe mit den anderen mitspringen und dann vielleicht am Ende um die Medaille ringen", hatte er im Vorfeld gesagt.
Weltmeister und Olympiasieger Mutaz Essa Barshim (Katar) sowie Europameister und Olympiasieger Gianmarco Tamberi (Italien) gaben sich ebenfalls keine Blöße.
(SID)
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Topfavoritin Hassan stürzt auf Goldkurs - und verpasst Medaillen

Quelle: Eurosport

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