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Leichtathletik-WM 2023: Regelverstoß? Karsten Warholm sorgt für Diskussionen - entgeht aber einer Disqualifikation
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Publiziert 22/08/2023 um 11:18 GMT+2 Uhr
Der Halbfinal-Lauf von Karsten Warholm über die 400 Meter Hürden bei der Leichtathletik-WM in Budapest sorgte am Montagabend für mächtig Diskussionen. Der norwegische Ausnahmeläufer soll eine der Hürden während des Rennens seitlich überquert und damit einen Regelverstoß begangen haben. Zweifelsfrei ist die Situation anhand der Videobilder jedoch nicht aufzuklären.
Regelverstoß? Mächtig Wirbel um Warholm wegen dieser Szene
Quelle: Eurosport
Auch deswegen entschied sich das Schiedsgericht des internationalen Leichtathletik-Verbandes gegen eine Disqualifikation des Olympiasiegers über diese Strecke.
Zuvor hatte der italienische Verband offenbar Protest gegen die Wertung eingelegt und gefordert, den Norweger zu disqualifizieren. Ihr Athlet Alessandro Sibilio wäre der Nutznießer einer Disqualifikation gewesen, nachdem er als Fünfter nur wenige Zehntel vom Weiterkommen entfernt war.
Laut dem norwegischen Sender "NRK" sei dieser Protest jedoch zu spät eingereicht worden sein und deswegen nicht durchgegangen.
"Italien hat Protest eingelegt, aber zu spät nach der Frist von einer halben Stunde nach Vorliegen der offiziellen Ergebnisse. Das heißt, ein paar Minuten nach der Ziellinie", wird der norwegische Sportdirektor Erlend Slokvik zitiert.
Mörö: "Keinen Raum für Spekulationen"
Die italienische Zeitung "Repubblica" berichtet jedoch davon, dass den Verantwortlichen in Budapest die Videobilder nicht ausreichten, um eindeutig feststellen zu können, dass der Weltrekordhalter einen Regelverstoß begangen habe.
Anders als das Schiedsgericht in Budapest beurteilten einige Experten die Szene und sahen darin durchaus ein unerlaubtes Überqueren der Hürde.
"Nach den Wiederholungen, die ich gesehen habe, gibt es keinen Raum für Spekulationen. Leider sieht es so aus, als ob Warholms Fuß an der Hürde vorbeiführt und nicht hoch genug ist", sagte der finnische Athlet Oskari Mörö gegenüber "Yle".
Warholm geht als Topfavorit ins Finale
Auch Eurosport-Kommentator Sigi Heinrich erkannte nach dem ersten Sichten der Bilder einen Regelverstoß von Warholm.
"Das Schwungbein geht definitiv außerhalb der Hürde vorbei", beschrieb er die Situation in der letzten Kurve des Rennens, das Warholm in einer Zeit von 47,09 Sekunden gewann.
Warholm kam jedoch mit Glück davon und steht nun am Donnerstagabend (21:50 Uhr live bei discovery+ und auf Eurosport) im Finale über 400 Meter Hürden. Dort geht der Norweger als Topfavorit ins Rennen.
Der 27-Jährige könnte in Budapest nach 2017 in London und 2019 in Doha sein drittes WM-Gold holen. Im vergangenen Jahr in Eugene war er im Finale eingebrochen und nur auf dem siebten Platz gelandet.
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Brutaler enger Kampf um Bronze - Warholm eine Klasse für sich
Quelle: Eurosport
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