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Leichtathletik-WM 2023: Laulauga Tausaga gewinnt überraschend Gold - Kristin Pudenz verpasst Medaille
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Publiziert 22/08/2023 um 21:50 GMT+2 Uhr
Das deutsche Diskus-Trio um Kristin Pudenz hat die ersehnte erste deutsche WM-Medaille in Budapest verpasst. Vize-Europameisterin Pudenz belegte am Dienstag im Finale als beste Deutsche mit 65,96 m den sechsten Rang, 2,24 m fehlten der Landespolizistin zur Bronzemedaille. Gold sicherte sich überraschend die US-Amerikanerin Laulauga Tausaga vor Landsfrau Valerie Allman.
Diskuswurf, Finale, Frauen, Tausaga und Allman Entscheidung um Gold
Quelle: Eurosport
Kristin Pudenz hämmerte mit ihren Füßen mehrmals fest auf den Boden, dann betrat die deutsche Diskuswerferin den Ring und legte alles in diesen letzten Versuch: Der Ausreißer nach oben blieb für die Vize-Europameisterin jedoch auch im sechsten Durchgang aus, die erhoffte WM-Medaille war endgültig futsch. Mit 65,96 m belegte die Potsdamerin im Finale von Budapest den sechsten Platz.
Trotz des guten Einzelergebnisses musste der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) somit eine erste echte Enttäuschung in Ungarn verkraften. Schließlich war das deutsche Team mit gleich drei Chancen in die Entscheidung um Gold, Silber und Bronze gegangen: Doch auch Shanice Craft als Siebte (65,47) und Claudine Vita (63,19) konnten die Medaillenränge nicht erfolgreich angreifen.
Zur neuen Weltmeisterin krönte sich überraschend die US-Amerikanerin Laulauga Tausaga, die sich mit ihrem 69,49 m im fünften Durchgang vor die favorisierte Olympiasiegerin Valarie Allman setzte. Tausagas Landsfrau (69,23) musste sich in einer hochklassigen Entscheidung mit Silber begnügen. Bronze ging an die chinesische Titelverteidigerin Bin Feng (68,20).
Einen sicheren ersten Wurf hatte Pudenz im Vorfeld angekündigt, um den Endkampf und damit drei weitere Würfe zu sichern. Dieses Vorhaben gelang sehr gut: Mit 63,81 m übertraf sie bereits ihre Qualifikationsweite von 62,71 und reihte sich im vorderen Drittel des Feldes ein.
Schon früh im Wettbewerb wurde aber klar, dass die deutschen Hoffnungen ihre Saisonbestleistung übertreffen mussten, um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden zu können. Allman setzte sich umgehend an die Spitze, auch Feng und die kroatische Vize-Weltmeisterin Sandra Perkovic kamen gut in den Wettkampf.
Aber auch Pudenz fand sich besser zurecht. Die Landespolizistin, die im Vorjahr bei der WM als Olympia-Zweite nur auf dem enttäuschenden elften Rang gelandet war, steigerte sich mit ihrem dritten Versuch auf 65,73 m. Seit ein "paar Jahren" arbeitet Pudenz mit einem Mentaltrainer zusammen, um den Druck, den sie vor dem Wettkampf durchaus spürte, "nicht so negativ an mich heranzulassen".
Auch Craft setzte einen drauf - doch für die starke Konkurrenz galt das umso mehr. Tausaga übertrumpfte völlig überraschend die große Favoritin Allman. Pudenz und Craft konnten bei der hochspannenden Medaillenvergabe letztlich nicht mehr eingreifen.
Auf den drei DLV-Athletinnen hatten große Medaillenhoffnungen gelegen. Das Trio zählte vor den Titelkämpfen in Ungarn zu den sieben besten Werferinnen der Welt - in dieser Menge gab es in keiner anderen Disziplin so große Chancen auf Edelmetall.
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(SID)
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