Leichtathletik-WM 2023: Katarina Johnson-Thompson holt Siebenkampf-Gold - Weißenberg mit Bestleitung

Sophie Weißenberg hat bei der Leichtathletik-WM in Budapest im Siebenkampf eine Medaille verpasst, mit Platz sieben dennoch eine starke Vorstellung gezeigt. Die 25-Jährige sammelte beim Triumph von Katarina Johnson-Thompson (6740/Großbritannien) am Ende 6438 Punkte und stellte damit eine neue Bestleistung auf - 63 Zähler fehlten zu Bronze. Silber gewann die US-Amerikanerin Anna Hall (6720).

Siebenkampf-Finale: Hall und Johnson-Thompson kämpfen um Gold

Quelle: Eurosport

Sophie Weißenberg biss auf die Zähne, zog lange Schritte, versuchte alles. Doch als die deutsche Siebenkämpferin im Ziel auf allen Vieren nach Luft schnappte, war klar: Zu einer Medaille hatte es bei der Leichtathletik-WM in Budapest knapp nicht gereicht. Die Leverkusenerin musste sich mit 6438 Punkten und Rang sieben begnügen.
"Ich bin wirklich ganz doll happy. Bestleistung, was will man mehr", sagte Weißenberg am "ARD"-Mikrofon. Nur 63 Punkte fehlten ihr nach zwei harten Tagen in der Hitze auf das Podest. Dennoch strahlte sie, als die "Siebenkampf-Familie" unter dem Applaus der knapp 35.000 Zuschauer auf die Ehrenrunde ging.
Neue Weltmeisterin ist nach einem hochspannenden Mehrkampf die Britin Katarina Johnson-Thompson (6740). Die Siegerin von 2019 setzte sich mit nur 20 Zählern Vorsprung vor der US-Amerikanerin Anna Hall (6720) durch, Bronze ging an die Niederländerin Anouk Vetter (6501).
Weißenberg hatte bis zum abschließenden 800-m-Lauf von einer Medaille träumen dürfen und als Vierte mit 21 Punkten Rückstand auf Bronze in Lauerstellung gelegen. Allerdings war klar: Aufgrund ihrer Vorleistungen hätte Weißenberg auf den zwei Stadionrunden über sich hinauswachsen müssen. 2:18,03 Minuten reichten letztlich nicht, um doch noch aufs Podest zu springen. Stattdessen verlor Weißenberg noch drei Positionen. "Es war klar, dass eine Medaille eine harte Aufgabe wird. Das Rennen war hinten raus ganz schön hart", sagte sie.

Siebenkampf: Carolin Schäfer muss früh wegen Knieproblemen aufgeben

Die deutsche Hoffnungsträgerin, die sich eher unverhofft zur Medaillenanwärterin aufgeschwungen hatte, war mit einem durchwachsenen Weitsprung (6,10) und starken Speerwurf (48,51) in den Sonntag gestartet. Am ersten Tag hatte die Psychologie-Studentin insbesondere mit der persönlichen Bestleistung von 1,86 m im Hochsprung sowie 13,97 m mit der Kugel überzeugt. Das nächste große Ziel sind nun die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris.
Vanessa Grimm, die nach einem Kreuzbandanriss ihre Comeback-Saison gibt, belegte mit 6088 Punkten den ordentlichen 14. Platz. "Ich bin zufrieden. Saisonbestleistung zum Saisonhöhepunkt. Darüber freue ich mich", sagte die 26-Jährige.
Carolin Schäfer hatte den Wettkampf vor den 200 m am Samstagabend wegen Kniebeschwerden abbrechen müssen, die Frankfurterin hatte als bisher letzte deutsche Siebenkämpferin mit Silber 2017 eine WM-Medaille gewinnen können.
(SID)
picture

Dicke Überraschung: 100-m-Weltmeister Kerley verpasst Endlauf

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung