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Nach Salazar-Sperre: Farah reagiert ungehalten

Nach Salazar-Sperre: Farah reagiert ungehalten

12/10/2019 um 15:18Aktualisiert 12/10/2019 um 15:27

Der viermalige Olympiasieger Mo Farah hat sich nach wiederholten Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem Dopingskandal um Alberto Salazar und das "Nike Oregon Project" vehement verteidigt. "Es gibt keine Anschuldigungen gegen mich. Ich habe nichts falsch gemacht", sagte der britische Langstreckenläufer bei einer Pressekonferenz vor dem Marathon in Chicago.

Alberto Salazar, der neben Mo Farah beim "Nike Oregon Project" zahlreiche Athletinnen und Athleten trainiert hatte, wurde am 1. Oktober zu einer vierjährigen Strafe verurteilt. Farah, das ehemalige Aushängeschild des "Nike Oregon Project", beteuerte erneut, nicht in den Skandal involviert zu sein:

"Um das klarzustellen: Diese Anschuldigungen betreffen Alberto Salazar und das 'Nike Oregon Project'."

Der 36-Jährige zeigte sich bei der Pressekonferenz in Chicago sichtlich genervt von den wiederholten Anschuldigungen:

"Es gibt nichts Neues. Das geht jetzt seit vier Jahren so und ich bin es langsam leid."

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Mo Farah sieht rassistische Motive

Hinter dem Fokus auf seine Person sieht Farah sogar rassistische Motive:

"Es gibt hier eine klare Agenda. Mir ist klar, was ihr mit den Vorwürfen bezweckt. Ich habe das bei Raheem Sterling und bei Lewis Hamilton gesehen."

Der in Somalia geborene Langstreckenläufer hatte bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro jeweils Gold über 5000 und 10.000 Meter gewonnen.

Zudem krönte er sich sechsmal zum Weltmeister. In Chicago will Farah am Sonntag seinen Titel über die Marathon-Distanz verteidigen und betonte vor dem Wettkampf: "Ich werde ständig getestet und bin offen dafür, jederzeit getestet zu werden. Mir wurde nie irgendetwas gegeben."

Nachdem Cheftrainer Salazar und Sportarzt Jeffrey Brown während der WM in Doha von der US-Anti-Doping-Agentur für vier Jahre gesperrt worden waren, beendete Nike das umstrittene "Nike Oregon Project".

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