Olympia 2024 - Sprint-Legende Carl Lewis tobt nach US-Debakel in Paris über 4x100 m: "Zeit, System zu zerstören"
Update 10/08/2024 um 12:38 GMT+2 Uhr
Die US-Staffel der Männer über 4x100 m ging bei Olympia in Paris als Favorit in das Finale, doch direkt der erste Wechsel von Christian Coleman auf Kenny Bednarek misslang. Im Ziel reichte es nur zu Rang sieben, ehe wenig später noch die Disqualifikation folgte. Sprint-Legende Carl Lewis war nach dieser Blamage wütend. "Es ist an der Zeit, das System zu zerstören", forderte der 63-Jährige bei "X".
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Quelle: Eurosport
Ein solches Ergebnis sei "weiterhin völlig inakzeptabel". Vor allem der amerikanische Leichtathletikverband "USA Track & Field" war Ziel von Lewis' Kritik.
"Es ist klar, dass sich jeder bei der USATF mehr um Beziehungen als um den Sieg sorgt. Kein Athlet sollte auf die Bahn gehen und eine weitere Staffel laufen, bis dieses Programm von oben bis unten geändert wird", forderte der neunmalige Olympiasieger, der 1984 in Los Angeles und 1992 in Barcelona Gold mit der US-Sprintstaffel geholt hatte.
Zuletzt gewannen die USA in der Männer-Staffel 2000 in Sydney die Goldmedaille. Seit 2004 warten die US-Sprinter auf olympisches Edelmetall.
Die Silbermedaille von 2012 in London musste nachträglich wegen des positiv getesteten Tyson Gay zurückgegeben werden. Immer wieder kämpfen die Stars aus Übersee zudem mit Wechselfehlern - wie in Paris.
In Tokio verpasste das US-Quartett gar das Finale. Damals wütete Lewis bereits bei "X": "Alles falsch gemacht. Die Stab-Übergabe war falsch, die Reihenfolge der Athleten war falsch, und es war klar, dass keiner die Führungsrolle innehatte." Gelernt hat man im US-Team aus diesem Fiasko aber offenbar nicht.
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Bei Weltmeisterschaften verliefen die Staffeln zuletzt meist besser. Als amtierende Champions kamen Noah Lyles, Bednarek und Co. auch nach Paris. 100-m-Sieger Lyles fiel allerdings kurzfristig mit einer Corona-Infektion für die Staffel aus.
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Quelle: Perform
Mit 37,47 Sekunden hatten sich die US-Stars für das Finale in Paris qualifiziert. Mit dieser Zeit wären sie auch Olympiasieger geworden. Kanada gewann Gold in 37,50 Sekunden.
Die US-Frauen holten übrigens in Paris nach 2012 und 2016 erneut den Olympiasieg, nachdem 2021 in Tokio noch Jamaika triumphiert hatte.
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