Olympia: Malaika Mihambo klärt nach Silber im Weitsprung und Schwächeanfall auf - "Muss man mit Corona erstmal schaffen"
Publiziert 09/08/2024 um 15:36 GMT+2 Uhr
Malaika Mihambo hat nach dem Gewinn von Olympia-Silber in Paris für schockierende Bilder gesorgt: Weinend saß die zweifache Weitsprung-Weltmeisterin nach der Ehrenrunde an der Bande, bevor sie im Rollstuhl aus dem Innenraum des Stade de France gefahren wurde. Rund eine halbe Stunde später kehrte sie aber ins Stadion zurück und sorgte am Eurosport-Mikrofon für Aufklärung über ihre Probleme.
"Muss man erst mal schaffen mit Corona": Mihambo klärt nach Schreck auf
Quelle: Eurosport
"Ich merke einfach, dass ich Corona hatte, ich bin noch nicht wieder auf dem Stand wie sonst", erklärte Mihambo, es sei "vergleichbar mit dem, wie es in München war - dass es nach einem Wettkampf, der so anstrengend ist und wo man so unter Druck steht, sehr viel ist."
Schon bei der Heim-EM 2022 war Mihambo von Corona geschwächt angetreten, auch damals holte sie Silber und brach nach dem Wettkampf zusammen - so wie nun auch in Paris.
"Ich habe zum ersten Mal jetzt wieder sechs Sprünge gemacht und bei den Wettkämpfen vorher immer auch Atemübungen machen müssen, weil ich sonst gar nicht durch den Wettkampf gekommen wäre", gestand die 30-Jährige. "Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es mir nach dem Wettkampf nicht mehr gut ging und ich das Gefühl habe, dass ich keine Luft mehr bekomme und Atemnot hatte."
Mihambo war nach dem Gewinn der Goldmedaille bei der EM in Rom mit 7,22 m Anfang Juni positiv auf Corona getestet worden. Anschließend ließ sie mehrere Wettbewerbe, darunter die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig, aus, bei anderen sprang sie keine sechs Versuche, um Kräfte zu sparen.
Mihambo erklärt: Darum klappte der Konter im 6. Versuch nicht
Mit ihrem Auftritt auf der abendlichen großen Olympia-Bühne war sie nach der Zitterpartie in der Qualifikation zufrieden: Sie steigerte sich von Versuch und Versuch und kam mit 6,98 Metern im fünften Durchgang der Führenden Tara Davis-Woodhall (7,10 m) langsam gefährlich nah.
"Ich habe heute einen guten Wettkampf gemacht, es hat für Silber gereicht und ich bin sehr glücklich darüber. Mir ist es heute nicht gelungen, noch weiter zu springen - das Leistungsvermögen wäre da gewesen", bilanzierte sie.
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Wieder Edelmetall: Mihambos Silber-Sprung in Paris
Quelle: Eurosport
Ihr von der Konkurrenz gefürchteter sechster Versuch, der ihr u.a. in Tokio noch den Sieg gebracht hatte, misslang diesmal aber. "Als ich losgelaufen bin, kam direkt eine Gegenwind-Böe und dann hat der Anlauf nicht mehr gepasst: Ich bin zum Brett gekommen und wusste, ich kann nicht abspringen - da kann man leider nichts machen, das ist schade."
Am Ende überwog bei Mihambo aber klar der Stolz auf das Erreichte, besonders unter den belastenden Umständen. Entsprechend bilanzierte sie zum Abschluss des Gesprächs lachend: "Das muss man erst mal schaffen, sich mit Corona so gut zu platzieren - von daher freue ich mich und bin unheimlich stolz!"
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