"Ich denke, ich habe mein Vermächtnis erfüllt", sagte Kipchoge: "Ich hoffe, das inspiriert kommende Generationen."
Kipchoge siegte im olympischen Außenposten Sapporo noch deutlicher als vor fünf Jahren in Rio, als sein Vorsprung 1:10 Minuten betragen hatte. Vor ihm hatten der Äthiopier Bikila (1960 und 1964) und Cierpinski für die DDR (1976 und 1980) den Doppelerfolg geschafft.
Bester Deutscher war Richard Ringer (Rehlingen) auf Platz 26 (2:16:08). Der deutsche Rekordhalter Amanal Petros, der lange zur Spitzengruppe gehört hatte, fiel bei drückend warmen Temperaturen noch auf Platz 30 (2:16:33) zurück. Hendrik Pfeiffer (beide Wattenscheid) wurde 50. (2:20:43).
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"Ich habe meine Ziele erreicht – ich wollte in die Top 30 laufen. Es hat sich angefühlt wie sieben Katzenleben – ich habe immer wieder eine neue Luft bekommen", sagte Ringer. Petros meinte: "Ich habe mich bis Kilometer 32 sehr gut gefühlt. Danach ist mein Oberschenkel fest geworden, sodass ich nicht mehr so gut laufen konnte."
Kipchoge hatte bei Kilometer 30 attackiert, schnell eine halbe Minute Vorsprung herausgelaufen und damit frühzeitig für die Entscheidung gesorgt. Scheinbar spielerisch leicht lief er vor zahlreichen Zuschauern in der letzten halben Rennstunde Richtung Ziel. Für den Superstar der Langstrecke war es die vierte Olympia-Medaille, die erste hatte er als Teenager 2004 in Athen mit Bronze über 5000 m gewonnen.

Kipchoge-Triumph im Marathon, kuriose Szene um Silber und Bronze

Kipchoge lief 2019 unter "Laborbedingungen" den Marathon unter zwei Stunden

Den Marathon-Weltrekord hatte Kipchoge 2018 in Berlin mit 2:01:39 Stunden erobert. Ein Jahr später gelang ihm bei seinem zweiten "Laborversuch" in Wien der erste Marathon unter zwei Stunden, die mit wechselnden Schrittmachern erzielte Zeit von 1:59:40 Stunden gilt allerdings nicht als Weltrekord. Ein Jahr zuvor war Kipchoge in Imola mit einem ersten Versuch gescheitert.

Kurioser Moment: Läufer räumt die halbe Verpflegungsstelle ab

Auch im Frauenrennen am Samstag war der Sieg an Kenia gegangen. Peres Jepchirchir setzte sich in 2:27:20 vor Weltrekordlerin Brigid Kosgei (2:27:36) durch. Bronze holte die Amerikanerin Molly Seidel (2:27:46). Melat Kejeta (Kassel) glänzte mit einem starken sechsten Platz (2:29:16) und damit dem besten Ergebnis einer deutschen Läuferin seit dem vierten Rang von Katrin Dörre-Heinig 1996 in Atlanta.
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(SID)

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