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Olympia 2021: Kristin Pudenz holt Silber im Diskuswerfen - erste Medaille für Deutschlands Leichtathleten
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Publiziert 02/08/2021 um 15:15 GMT+2 Uhr
25 Jahre nach Ilke Wyludda hat Kristin Pudenz (Potsdam) wieder eine Olympia-Medaille für Deutschland im Diskuswerfen gewonnen. Die deutsche Meisterin gewann im Regenchaos mit neuer Bestleistung von 66,86 m sensationell Silber, nur Olympiasiegerin Valarie Allman (68,98) aus den USA war stärker. Weltmeisterin Yaime Perez (65,72/Kuba) holte Bronze.
Kristin Pudenz (Deutschland) - Olympia 2021
Fotocredit: Getty Images
Kristin Pudenz wischte sich die Tränen des Glücks aus den Augen, immer wieder schlug sie ungläubig die Hände vors Gesicht. Olympia-Silber mit dem Diskus, konnte das wirklich wahr sein? Ja!
Mit dem Wurf ihres Lebens im Regenchaos von Tokio schaffte die Potsdamerin die kleine Leichtathletik-Sensation. Nach ihren ganz starken 66,86 m legte sich Pudenz die Deutschland-Fahne um die Schultern und ließ sich überglücklich feiern.
Im zweiten Versuch hatte die WM-Elfte schon 65,34 m hingelegt, schon das roch nach einer Medaille. Danach setzte sintflutartiger Regen ein, reihenweise ungültige Versuche waren die Folge, ehe der Wettkampf für rund 50 Minuten unterbrochen wurde.
Als es weiterging, konnte die Konkurrenz nicht mehr zulegen. Dagegen hielt Pudenz, die in diesem Jahr mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen hatte, die Anspannung: Im fünften Versuch traf sie den Diskus perfekt, er flog und flog, 66,86 m. Der Wurf ihres Lebens, persönliche Bestleistung, genau im richtigen Moment.
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Pudenz im vorletztem Versuch mit persönlicher Bestleistung zu Diskus-Silber
Quelle: Eurosport
Olympia: Pudenz holte erste deutsche Diskus-Medaille seit 25 Jahren
25 Jahre nach Ilke Wyludda gewann Pudenz endlich wieder eine Olympia-Medaille für Deutschland im Diskuswerfen. Nur Olympiasiegerin Valarie Allman (68,98) aus den USA war stärker. Doch Pudenz ließ überraschend den Rest der Weltelite hinter sich, Weltmeisterin Yaime Perez (65,72/Kuba) musste sich mit Bronze begnügen. Für die Kroatin Sandra Perkovic, Olympiasiegerin von London und Rio, reichte es diesmal sogar nur zu Platz vier.
"Wir Deutschen waren immer schon eine Werfernation", hatte Pudenz zuletzt gesagt - und jetzt ist auch die 28-Jährige ein Teil dieser Geschichte. Und ganz nebenbei erlöste die Polizisten das deutsche Leichtathletik-Team von einer Last: Die 1,91 m große Athletin holte in Tokio die erste Medaille für den DLV. Dabei hätte Pudenz 2018 schon fast mit dem Diskuswerfen aufgehört, als sie bei der Heim-EM 2018 in Berlin nur auf der Tribüne saß. "Viele Jahre habe ich aus der zweiten Reihe zugeschaut", sagte Pudenz, die nun umso "stolzer" war: "Jetzt hat es Klick gemacht."
Marike Steinacker (Leverkusen) wurde mit 62,02 m Achte, Claudine Vita (61,80/Neubrandenburg) landete auf Rang neun.
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(SID)
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